Autor Thema: DZ: Forenspielrunde / Hintergruende  (Gelesen 2297 mal)

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DZ: Forenspielrunde / Hintergruende
« am: 03.09.2019, 22:42:06 »
Cayuna, die Geschichtenweberin, gehoert den Kophtanim an. Sie wurde von einer auszergewoehnlichen Lehrmeisterin der Al'Achami-Akademie von Fasar zu einer besonders befaehigten Illusionistin erzogen. Insgeheim begleitet ihre Reisen ihr "Ur-Groszvater", die in ein Zauberszepter gebundene Persoenlichkeit eines maechtigen Altmeisters der Akademie.
Sie ist eine attraktive Dame Anfang Dreiszig. Ihre glaenzende dunkle Lockenpracht ist atemberaubend schoen. Sie hat eine markante Nase, Augen mit gruenlichem Schimmer und ist 1,69 Schritt grosz.
Gegenueber den Bosparanern gibt sie sich als Kauffrau Levia von Punin mit einem unzureichend ausgebildeten magischen Talent fuer harmlos-unterhaltsame Illusionen aus. Der Ahnherr ihrer Familie sei ein bosparanischer Offizier gewesen. Sie fuehle sich dem Handel und dem Frieden zwischen den Reichen verpflichtet. Tatsaechlich unterhaelt sie zwei Handelsrouten nach Punin und Perricum und handelt mit Waren von ihrem Landgut. Allerdings betaetigt sie sich hinter den Kulissen als durch ihre auszergewoehnlichen gebundenen Illusionen getarnte Agentin mit groszem Interesse an Wissen, Geheimnissen und Machtstrukturen der Bosparaner.
Sie lebt und isst gerne gut. Sie besitzt zwei Esel, die ihre Waren und ihre luxurioese Ausruestung tragen. Sie kleidet sich in die Mode des Diamantenen Sultanats oder die der Oberschicht, der von ihr bereisten Regionen. Offen traegt sie in Gesellschaft Schmuck, manchmal von echtem Wert, oft aber gut gemachte Immitationen. Die Westkueste und der Sueden Aventuriens sind ihr gaenzlich unbekannt, sie bereist diese Teile des Kontinents zu Beginn unserer Abenteuer erstmalig.

(Bild zur Orientierung / noch nichts endgueltiges)
« Letzte Änderung: 05.09.2021, 04:18:54 von Fil »

Growin

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergr?nde
« Antwort #1 am: 04.09.2019, 10:51:56 »
vorl?ufige Version:

Borussius Septimus Cordon ist siebter Sohn eines kleinen Pferdez?chters aus den Latifundien nahe Belenas.
Er ist gro? gewachsen (1,95), schlank aber gut trainiert und inzwischen Mitte 30, sein blondes* Haar hat er wie seinen Bart kurz geschoren, seine dunklen, fast schwarzen Augen sind schwer zu deuten.
Borussius ist Veteran der V. Legion. Dort war er bis zur Aufl?sung seiner Einheit Sch?ler des Shinxirpriesters der Legion, dem er hernach in die Einsamkeit eines abgelegenen Klosters in den Eternen folgte. Nun, nach dem Tode seines Meisters, folgte er dessen letzten Wunsch und begab sich nach Cuslicum zu Astagius Zeno, um dort einen Auftrag zu erf?llen (dessen Sinn sich ihm jedoch noch nicht so recht erschlie?en will).
Durch die Jahre der Abgelegenheit ist er aktuell etwas weltfremd unterwegs, f?hlt sich allerdings immer noch stark mit der Legion als solche verbunden und h?lt die Prinzipien von Treue & Gemeinschaft hoch, wo er nur kann und hasst Intrige & Verrat. Ansonsten ist er sehr wortkarg, bescheiden und nahezu asketisch. Sein Lamellar ist schwarz-gelb lackiert und sein Helm wie der gebogene Leib einer Hornisse geformt, beide aber haben, wie der Skorpionstachel und die Schwertlanze offenkundig jedoch schon bessere Tage gesehen.

Bild: <folgt>   (aber ein wirklich passendes werde ich gewiss nicht finden...)
Spoiler (click to show/hide)

*offenkundig flie?t wohl auch etwas hjaldingisches Blut in seinen Adern; ein Umstand der ihm ein wenig peinlich ist
« Letzte Änderung: 09.09.2019, 15:11:20 von Growin »

Nimmgalf

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergr?nde
« Antwort #2 am: 06.09.2019, 11:22:21 »
Aurentian aus Cuslicum ist ein eher grimmiger Typ mittleren Alters. Gro?, stark, gut durchtrainiert, man merkt ihm auf den ersten Blick an, dass K?mpfen ihm nicht fremd ist, was durch die Augenklappe links noch best?rkt wird.
Er tr?gt ?blicherweise die typische Pr?torianerr?stung mit Kettenhemd, Arm- und Beinschienen, Legion?rshelm und -schild, dazu f?hrt er ein Kentema und einen Wurfspeer.

Aurentian hat lange in der Bosparanischen Armee gedient, wo er auch den Rang eines Centurios bekleidet hatte. Er lernte auch den Shinxir-Priester Borussius bei der V. Legion zumindest fl?chtig kennen. Doch nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einer untergebenen Soldatin, die diese nicht ?berlebte, musste er schlie?lich die Armee verlassen. Daraufhin fand er schnell eine weitere Anstellung bei den Praetorianergarde des Potentaten zu Cuslicum, wo er seine Kampfertigkeiten weiter verbessern konnte.

Er ist jetzt Mitte 40, und ist vor kurzem aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Aurentian merkt so langsam, dass er f?r das Leben an Heim und Herd nicht so recht geschaffen ist. Seine Frau keift herum und ist nicht gerade f?r ihre Treue bekannt, sein Sohn ist schon erwachsen und zieht mit seinen Saufkumpanen um die H?user, seine Tochter macht ihm auch oft durch ihre Eskapaden Kummer. Dennoch liebt er seine Familie ?ber alles. Doch kann ein wenig Abstand ab und zu mal ganz gut tun, daher nahm er das Angebot von Astagius Zeno gerne an, der ihn in neue Abenteuer f?hrt.
« Letzte Änderung: 06.09.2019, 11:26:53 von Nimmgalf »
"Es gibt keine Answinisten mehr in Garetien!"

Baron Nimmgalf vor dem versammelten Reichskongress 1028 BF kurz nach der Schlacht der Drei Kaiser

Myr-Varnion

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergr?nde
« Antwort #3 am: 08.09.2019, 12:58:42 »
Jeder kennt im bosparanischen Reich die Namen der Thronpr?tendenten, Feldherrn und Patrizier, die um die Macht ringen. Doch im Hintergrund der M?chtigen wirken weit weniger bekannte, nicht weniger gef?rchtete Strippenzieher, Agenten und Berater aller Art. Manche stehen in hohem Ansehen, andere wirken g?nzlich verborgen, die einen werden als respektable Akteure gesch?tzt, andere gef?rchtet. Astagius Zeno, der Astrologe des [hier muss der Meister noch etwas einsetzen] geh?rt zweifelsohne zu den Letzteren. W?hrend einfache Legion?re Ger?chte ?ber die obskuren Essgewohnheiten "des Zeno" austauschen, nennen ihn seine Gegner mit vorgehaltener Hand "das Fl?stern hinter dem Vorhang". Jedenfalls muss es einen besonderen Grund haben, wenn der Astrologe Vorkehrungen trifft und seine Dienerin aussendet, bef?higte Recken anzuwerben. Das sollte sich auszahlen. Denn sein Auftraggeber nennt ihn den "Verk?nder Ashabels", und nicht nur die Sterndeuter Bosparans wissen, dass der Planet Ashabel f?r Erfolg und Sieg steht.

Astagius ist eine hagere 1,92 grosse Gestalt, mit langen Schwarzen Haaren und einem langen Kinnbart. Seine Gegen?ber werden von seinen gr?nen Augen bald irritiert, bald verunsichert oder sie versinken darin. Er tr?gt ein langes schwarzes Gewand und einen grossen breitkrempigen Hut.

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergruende
« Antwort #4 am: 29.04.2020, 00:19:32 »
Gegen Ende 999 Horas (493 v.BF) begab es sich, dass der Seher Astagius Zeno, Sterndeuter und Orakel am Horashof ausgesandt wurde, um im Sueden des Reiches die Entwicklungen hinter den Kulissen zu beobachten und zu Gunsten des ambitionierten Nautarchen von Cyclopea, Dozman, auszurichten. Der amtierende Herrscher Olruk-Horas II. galt seit Jahren als schwach und krank. Er hing einem Asselkult an.
Als wichtigster Kontakt wurde Astagius der Kaufmann Pius Gerbelstein mit Sitz in Belenas zugewiesen. Gerbelsteins Anbindung an Dozman blieb im Dunklen. Neben seinem Leibarzt Drusus und seiner Agentin Niara, warb Astagius fuer dieses Abenteuer mit Borussius Cordon und Aurentian aus Cuslicum zwei Veteranen der Legionen des Horas-Imperiums an. Darueberhinaus vertraute ihm die bedeutende Aristokratenlinie Culus ihren dekadenten Zoegling und designierten Erben Julianus an. Als Letzte fiel dem Deuter die Haendlerin Levia von Punin ins Auge, die sich als Illusionistin vorstellte und mit dieser im Horasreich weitgehend unbekannten tulamidischen Magieform einen Platz in seinem Gefolge fand.
Die Schiffsreise in den Sueden erwies sich als ueberwiegend unproblematisch. Einen moeglichen Piratenangriff verhinderte Levia, indem sie das Schiff hinter einer Illusion verbarg. Aus dem Wasser fischte man bei dieser Gelegenheit unter anderem einen Prinzen von Cyclopea. In Neetha konnte man unerwartet nicht anlanden, da sich die Stadt in offenem Aufstand befand. Die dortigen Legionaere waren laengere Zeit unzureichend besoldet worden, woraufhin sie schlieszlich keinen Schutz mehr gewaehrleisteten. Bedrohungen hatten der Landbevoelkerung zugesetzt, darunter unter anderem unbesoldete Legionaere, die sich als Banditen betaetigten. Die Nahrungsversorgung der Stadt war zusammengebrochen, woraufhin ein Aufstand entstanden war. Letztlich kam Statthalter Acil, der Trodinar von Neetha, zu Tode, nachdem er in seiner Festung belagert worden war. Astagius und sein Gefolge entschieden sich dafuer die Reise fortzusetzen. Sie bargen aus dem Hafen nur ein beschaedigtes Kriegsschiff mit Soldaten, die so im Schlepptau des Handelsschiffes in Sicherheit gelangten.
In Belenas angekommen, ergab es sich, dass die Gruppe im Namen des Julianus Culus die Ermittlungen im Fall eines missglueckten Mordanschlags auf den Leiter der Horaslaboratorien Quintus Hortensius an sich zog. Der Magister beschuldigte einen Gegenspieler in der Leitung, Cessus. Allerdings zeigten bereits die ersten Recherchen, dass der Anschlag nicht nur dilettantisch ausgefuehrt worden war, und daher kaum die Tat eines Meisteralchimisten war, sondern dass es zudem Eindringlinge von Aussen gegeben hatte, die unter anderem einen Wachmann getoetet hatten, als sie in das Hauptgebauede eingestiegen waren.
Cessus war nicht geflohen, sondern entfuehrt worden, nachdem man ihn zuvor durch die Geiselnahme seiner Schwester zur Arbeit fuer einen Droler Plantagenbesitzer genoetigt hatte. Astagius entschied sich den Spuren nachzugehen. Ueber einen Soeldnerfuehrer Fortius und die Schwester des Alchimisten, Jandora, liesz sich der Aufentaltsort des Cessus herausfinden. Bei Echsentempeln im Droler Umland kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung mit den von dem Plantagenbesitzer Titus Civilis gedungenen Schergen.
Diese Leute hatten sicherstellen sollen, dass Civilis weiter Gifte und Alchemika in der Qualitaet der Ware der Horaslaborationen beziehen konnte. Dank der Intervention des Astagius bekam er aber nur einen Teil der angestreben Lieferung. Der Gefangene Cessus konnte befreit werden. Allerdings entkam Quenius, der Anfuehrer der Schurken, nebst seiner Gefaehrtin.
Nachdem sich die Gruppe in Drol ungehoert hatte, suchte man die Plantage des Civilis auf. Zwei seiner Gesandten, die weitere Ware bei den Zigguraten hatten abholen sollen, fing man auf dem Weg ab. Civilis ruestete fuer unruhige Zeiten und hatte zahlreiche Bewaffnete angeheuert, zudem nahm er Einfluss auf andere Plantagenbesitzer und eine Miliz der Pflanzer.
Niara gelang es aus dem Gebaude eine wesentliche Auflistung des Civilis zu bergen, durch die sich erahnen liesz, dass er vorhatte im Sueden weitreichende Umsturzplaene voranzutreiben. Die Zielpersonen waren nur mit Kuerzeln gekennzeichnet, aber im Laufe der Ermittlungen zeigte sich, dass die meisten von ihnen entfernt werden sollten, um die Spannungen im gesamten Sueden des Reiches an einen kritischen Punkt zu bringen, mutmasslich um dann Verschwoerer, wie Civilis, in entscheidende Machtpositionen zu bringen. Civilis Verehrung galt bei seinen Untaten einem zweigesichtigen Gott, dessen Statue Niara im Vorbeigehen erblickte.
Am Rande des Plantagengelaendes inszenierten Astagius und Levia die Illusion des einem Gesandten des Civilis, der einen der Sklavenaufseher warnte, dass ein Mann in Asselruestung mit seinen Legioaeren gekommen sei, um die Plaene des Civilis zu stoeren und gemeinsame Sache mit Quenius mache. Durch eine Halluzination des Astagius veraengstigt, rannte der Aufseher zu seinem Herrn, um diesen zu warnen. Gaius Flavius, zu dem die Gruppe hier eine Spur legte, war ein Asselkultist, der fuer die IX Legion einen Teil der Truppen von Belenas anfuehrte. Man hoffte, dass die mutmaszlichen Feinde sich ineinander verbeissen wuerden oder zumindest Zeit und Gedanken darauf verschwenden wuerden einander zu misstrauen, wenn sie Teil derselben Verschwoerung sein sollten.
In Drol verkaufte man die Gesandten des Civilis als Schiffsklaven, nachdem man ihnen die Zungen herausgeschnitten hatte. Der Patrizier Seneb Sylvatica, den man aufsuchte, gab Levia den Hinweis, dass Isiz Junius eine erklaerte Gegnerin des Titus Civilis sei. Isiz wiederrum fand heraus, dass Civilis seine erheblichen Geldmittel von Amara Balligur geliehen bekommen hatte. Da er nichts davon in die Plantage investierte, war die Balligur moeglicherweise wissentlich an seinen Plaenen beteiligt. Levia beschloss ihr bei Gelegenheit einen kraeftigen Schritt vors Schienbein zu verpassen, moeglichst wieder hinter der Maske des Gaius Flavius getarnt. Den Alchimisten Cessus brachte man bei Iisz unter. Er sollte dort Sicherheit finden und ihr helfen Civilis zu schaden. Anschlieszend warnte man Centuria Raneloa in Wobran vor einem Attentat des Civilis. In Wobran lagerten zahlreiche Fluechtlinge aus dem Norden.
Zurueck in Belenas reiste man trotz der wachsenden Spannungen im Elendsviertel Lamentas nach Sueden um beim Castell Occra eine weitere Centuria, namens Lucidia, vor Civilis Plaenen zu warnen. Dort hatte sich bereits die Attentaeterin Halduria eingeschlichen, getarnt als verletzte Schmiedin. Zudem hatte das Castell Probleme mit ausbleibendem Sold und Raeubern in den Waeldern.
Der Gruppe gelang es einen Moha zu fangen, der fuer die Raeuber die Lage auskundschaftete. Von ihm erfuhr man, dass Halduria aus der Richtung Corapias gekommen war und etliche Begleiter gehabt hatte. Zudem verriet der Mann nach anfaenglichem Stocken das Lager seiner Leute. Durch die gewonnenen Informationen konnte die Gruppe Halduria enttarnen und jagte die erfahrene Nahkaempferin, bis sie in einem knappen Duell dem von Shinxir gesegneten Borussius unterlag.
Die Raeuber koederte man mit einer vorgeblichen Beute unter Kommando des Julianus Culus. Nachdem ihre Kraefte zerschlagen waren, konnte man in ihrem Unterschlupf erhebliche Mittel beschlagnahmen, die man der Centuria zur Sicherung ihres Vorpostens uebergab. Daraufhin reiste man nach Corapia, um die Spur der Halduria zu verfolgen. Gesandt worden war sie von Dariminos, einem Anfuehrer des Belen-Collegiums. Beim Collegium handelte es sich um eine Verbrechergruppe, die offenbar mehr als die lokalen Auftraege annahm.
Levia zog in Gestalt der Halduria ihre Aufmerksamkeit auf sich, aber Niara machte sie ausfindig, indem sie ihnen den Auftrag gab Haldurias Auftrag abzuschlieszen und sie dann beschattete. Julianus infiltierte sie als Julius. Offenbar, so fand er heraus, hatten sie vor den Brajan-Tempelvorsteher Brajanus durch einen direkten Angriff zu toeten, waehrend es Unruhen im Hafen gab. Brajan war bereits durch Levia vor den Plaenen des Civilis gewarnt worden, da auch er auf dessen Liste stand. Allerdings hatte er es nicht fuer noetig gehalten oder nicht finanzieren koennen, Leibwaechter anzuheuern. Daher musste die Gruppe ihn schuetzen, waehrend Levia im Hafen in der Gestalt Haldurias ein Schiff des Herrschers von Corapia, Valtoron, anzuendete und sich dabei von den Wachen beobachten liesz. Zuvor hatte Niara die Kasse der Hafenmeisterei gestohlen.
Beim Brajan-Tempel geschlagen und gegenueber Valtoron im Verdacht seine Schiffe zu sabotieren, beschloss das Collegium in den Untergrund abzutauchen. Zudem hatten sie Angst vor den "Spinnen". Einer maechtigen Organisation im Umfeld von Corapia, der nachgesagt wurde, dass sie alle Banden mit Gewalt anhalten wuerde, keine Aufmerksamkeit von Aussen auf sich zu ziehen. Ob Civilis direkt der Auftraggeber des Collegiums gewesen war, blieb ebenso unklar, wie der Hintergrund der Spinnen, denn die Gruppe reiste vorerst zurueck nach Belenas.
Dort standen dunkle Rauchwolken ueber dem Armenviertel Lamentas. Auch dieses Viertel stand auf der Liste des Civilis. Angestachelt und moeglicherweise finanziert durch einen Huenen namens Timus hatte der tulamidischstaemmige Bandenfuehrer Marwan seine Rivalin Juliana verwundet und zur Flucht gezwungen. Seine Leute, die Elemiten, begannen das unterlegene Gebiet, der Beleniten, zu uebernehmen und die kargen Nahrungsmittel der Bewohner zu stehlen, um Unruhe zu schueren. Auszerdem stand ein Angriff auf die verbliebenen Anhaenger von Juliana bevor. Ihr Unterschlupf war bereits angeschlangen, dennoch betrieb Marwan erstaunlichen Aufwand bei der Vorbereitung seines Angriffes.
Gemeinsam mit dem Zivilverwalter von Belenas, Julius und Prima Pila Bidaretes, plante Levia den Konflikt beizulegen, ohne dass ein Eingriff der Truppen von Belenas noetig werden wuerde. Dafuer wurde die Gruppe mit Passierscheinen ausgestattet, ein Lazarett im laendlichen Umland noerdlich des Elendsviertels wurde errichtet und Levia bekam fuenfzehn Mann der Legion in Strassenkleidung als Unterstuetzung. Zudem gelangte sie an Lebensmittel um die Bewohner zu motivieren, um ihre Existenz zu kaempfen. Zeitgleich spuerte die Gruppe die verletzte Juliana in einem Speicherhaus des Handelsherren Postumus Labienus auf. Der Vater eines der Leibwaechter der Bandenfuehrerin hatte den entscheidenden Hinweis gegeben.
Nachdem Levia und Borussius gemeinsam mit Juliana zu den Menschen von Nord-Lamentas gesprochen hatten, sammelte Juliana etwas ueber 50 Bewaffnete um sich, waehrend ihr Gegenspieler Marwan Geruechten zufolge ueber etwa 100 Angreifer gebot. Um das unguenstige Kraefteverhaeltnis im Vorfeld weiter zu beeinflussen, drang die Gruppe von Sueden ins Territorium des Marwan ein. Man sabotierte die Werkstaetten des Marwan, allerdings zu frueh, um Einfluss auf die kampfbereiten Gruppen zu nehmen. Danach suchte man den Unterschlupf eines Unterfuehrers des Marwan, namens Arkos auf und hinterliesz ihm dort eine Nachricht, die ein Angebot der Juliana enthielt. Levia drang in Gestalt einer von Marwans Kaempferinnen in dessen Unterschlupf ein und brachte seinen Angriffsplan in Erfahrung. Niara warf spaeter etwas in den Essentopf der Bande. Borussius brach mit Niara zu Juliana auf, ueberbrachte die Nachricht vom Angriffsplan und unterbreitete ihr den Vorschlag, einen Hinterhalt fuer Marwan zu legen, statt sich von der Uebermacht in der Belagerung zermuerben zu lassen.
Levia drang in die Kueche des Hauptquartiers der Elemiten ein und betrieb Brandstiftung. Dann rannte sie dem Trupp des Marwan hinterher nahm das Gesicht einer Kuechenhilfe an und machte darauf aufmerksam, dass man umgangen worden sei, woraufhin zehn bis zwoelf Leute das Hauptquartier angreifen wuerden und verwies auf die Rauchfahne. Daraufhin zweigte Marwan zehn Gefolgsleute ab. Auf der Flucht waere Levia beinahe gefangen worden, nachdem sie eine Illusion verpatzte, die ihre Gestalt haette weiterlaufend zeigen sollen.
Kurze Zeit spaeter schoss Julianus von einem Hausdach auf Marwan und verletzte diesen schwer. Unter Fuehrung von Borussius und Juliana stroemten die Beleniten und ihre Hilfskraefte aus dem Hinterhalt und umzingelten Marwans Gefolge. Es kam zu erbitterten Kaempfen aus denen schlussendlich Juliana als Siegerin hervorging, nachdem Aurentian und Borussius Timus getoetet und Marwan niedergekaempft hatten. Marwans letzte Worte im Ohr von Borussius deuteten auf Civilis als Drahtzieher hin. Danach zogen die Sieger mit den aufgespieszten Koepfen der Raedelsfuehrer einer Verraeterin aus den Reihen der Beleniten, Betania, entgegen. Dort trafen sie auch auf Arkos, der angelockt worden war, vom Versuch des Julianus ihn fuer die Seite von Juliana zu gewinnen.
Juliana verbiss sich in Betania und waere geliefert gewesen, wenn Arkos ueber sie hergefallen waere. Doch der Mann wollte den Kampf um die Vorherrschaft in Lamentas vermeiden und zog ab. Juliana bezwang anschliessend Betania im Zweikampf und festigte ihre Position, nachdem die Gruppe Betanias Gefolgsleute zur Aufgabe aufrief.
Im vorbereiteten Lazarett kurierten die Beleniten und die Soldaten der Stadt ihre Wunden, waehrend die Gruppe unter Levias Fuehrung vor die Trodinarin Niothia von Belenas trat. Levia konnte arrangieren, dass die Trodinarin nicht nur Civilis als Feind zu betrachten begann, und zusagte ueber Julius und Prima Pila Bidaretes Unterstuetzung in der Sache zu gewaehren, sondern auch den Asselkultisten Gaius Flavius anwies bei seiner Militaerexpedition nach Neetha der Gruppe in angemessener Weise zur Hand zu gehen.
Der Asselkultist nahm diese Weisung sichtlich veraergert zur Kenntnis. Dennoch nahm Levia sich vor mit ihm zu reisen. Wenngleich man sich nicht auf ihn verlassen koennen wuerde, so bestaende zumindest die Gelegenheit ein Attentat auf Amara Balligur, die Geldgeberin des Civilis, zu verueben und diese Tat dem Kultisten in die Schuhe zu schieben.
In Drol drang zunaechst Niara Nachts in das Anwesen der Balligurs ein. Sie fand dort neben Edelsteinen, die sie fuer sich behielt, in einem Versteck im Schlafzimmer der Hausherrin Amara eine unheilvolle Statuette des zweigesichtigen Gottes. Als sie den anderen davon berichtete, stand der Plan. Als Angehoerige desselben finsteren Kultes, die wissentlich und vorsaetzlich die Taten des Civilis finanzierte, wuerde Amara Balligur das Ziel eines Attentates werden. Levia verwandelte sich das erste Mal in tausend Flugkaefer, um verborgen vor den anderen auf das Dach der Villa zu gelangen, Niara und Julianus kletterten. Oben wirkte Levia eine Illusion, die Julianus als Gaius Flavius tarnte, waehrend er ins Schlafzimmer der Balligur einstieg und sich schussbereit machte. Zu einem erhellenden Gespraech der Illusion mit der Hausherrin kam es nicht. Levias Unterbewusstsein verdarb die Ansprache. Droehnend weckte eine unheimliche Stimme die Zielperson, worauf Levia Julianus direkt das Zeichen zum Schuss gab. Amara Balligur schuetzte sich nicht durch magische Talismane oder dergleichen, sie wurde schwer getroffen und die maskierte Niara schnitt ihr dann die Kehle durch.
Es zahlte sich dennoch aus, dass die Illusion des Gaius Flavius von Levia mit Detailreichtum geschaffen worden war. Denn ebenjener Gaius befahl einem ihm untergeordneten Totenbeschwoerer, Namens Lucian, die Befragung der getoeteten Balligur, als der Mord bekannt wurde. Groszes Erstaunen erfasste alle Anwesenden, als der Mann gradlinig aussagte, dass die Balligur Gaius Flavius selbst und eine maskierte Attentaeterin beschuldigte.
Julianus Culus trug als ergaenzende Information vor der Trodinarin von Drol bei, dass er vom Sohn der Balligur gehoert hatte, sie habe Titus Civilis die gewaltige Summe von 4000 Aureal geliehen ohne damit offensichtliche Gewinnabsicht verbunden zu haben. Daraufhin beauftragte die Trodinarin Julianus, im Verborgenen Taeter, die Untersuchung im Mordfall zu leiten.
Die Gruppe begab sich ins Feldlager, um den Spuren eines Anschlags auf die verbuendeten Truppen des Suedens nachzugehen. Viele waren kampfunfaehig. Lucian sammelte Proben von Wein und Kot der Soldaten. Das gemeinsame Essen konnte als Quelle ausgeschlossen werden, da die Mannschaften gemeinsam gespeist hatten, aber deutlich unterschiedlich hart betroffen waren.
Borussius ermittelte, dass es sich um eine bestimmte Lieferung aus Cyclopaea handelte. Doch ein tulamidischer Spaeher der Legion, Tamin ibn Yaffar, brachte den Hinweis vor, dass jemand im Lager bei den Vorraeten gewesen sei und die Amphoren Einstichstellen hatten. Der Geschmack des Weines war kaum veraendert, nur leicht unterschied er sich im Geruch.
Levia gewann den Eindruck, dass Isiz Junius, zu deren noblem Haus die Spuren des Taeters fuehrten, nicht die Auftraggeberin gewesen war. Niara und Aurentian setzten den Mann fest, als er sich einer Befragung entziehen wollte. Der Sklave sagte aus, er sei von jemanden, der sich Spurius nannte, angeworben worden. Isiz sandte auf Levias Bitte hin jemanden aus, der sich in den Gasthaeusern der Stadt nach ihm umhoeren wuerde.
Anschliessend befragte Levia im Anwesen der Balligurs mit Billigung des Hausherren Jel Balligur das Personal und die Wachen zur Mordnacht. Sie liesz protokollieren, dass drei verdaechtige Personen beobachtet wurden, eine davon staemmig, wie der beschuldigte Gaius Flavius. Ausserdem legte sie die unheimliche Stimme ihrer Illusion als Hinweis auf daemonisches Wirken aus. Sie legte dem Hausherren nahe, entweder Titus Civilis oder Gaius Flavius als Taeter ins Auge zu fassen. Titus Civilis stehe im Zentrum weitreichender Intrigen und Mordtaten und verwende dafuer die 4000 Aureal, die er von Jels Mutter geliehen bekommen habe. Offensichtlich habe er diese ueber seine Absichten getaeuscht. Gaius Flavius habe moeglicherweise erwartet, dass sein Totenbeschwoerer ihn nicht belasten wuerde oder er sei besessen gewesen.
Julianus besprach diese Ausgangslage mit der Trodinarin von Drol. Er revanchierte sich damit dafuer, dass sie die Untersuchung in seine Haende gegeben hatte und ermoeglichte ihr Einfluss zu nehmen. Gaius Flavius sollte entlastet werden, daemonische Aktivitaet zwar bedacht, aber offiziell nicht erwaehnt werden. Levia vermittelte Gaius Flavius dann das Gefuehl, man habe ihm persoenlich einen wesentlichen Gefallen tun wollen, indem man seine Taeterschaft in Frage stellte. Er wirkte durchtrieben, aber nicht wie jemand der selbst verstrickt in bedeutende duestere Umtriebe waere. Eine Untersuchung durch den Brajan-Priester Jel Balligur auf Besessenheit des Gaius Flavius endete ohne Befund.
« Letzte Änderung: 01.07.2020, 16:05:07 von Fil »

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergruende
« Antwort #5 am: 15.06.2020, 21:16:35 »
Dafuer erhoehte sich im Gegenzug der Druck auf Titus Civilis. Moeglicherweise wuerde Jel Balligur einen Prozess gegen ihn anstrengen, um den Kredit einzufordern, da ersichtlich sei, dass er ohne Aussicht auf Gewinn vergeudet werde. Lusitana, die Trodinarin von Drol, versprach Julianus den Geweihten in diesem Fall gesondert zu beschuetzen. Sie werde zudem das Anwesen des Civilis beobachten lassen.
Das gegen die Truppen eingesetzte Abfuehrmittel war mit einem Aufwand vorab hergestellt worden, der erahnen liesz, dass der Auftraggeber ueber alchimistische Kapazitaeten verfuegte. Sollte Civilis dahinter stecken, dann hatte er sich Ersatz fuer Cessus beschafft.
Spurius hatte Spuren hinterlassen. Er war in einem Gasthaus abgestiegen und ein Sklave wurde dort vermisst. Als die Gruppe diesen Sklaven tot aus der Zisterne bergen konnte, ergab sich die Moeglichkeit einer Befragung des Toten durch Lucian. Er war tatsaechlich durch den duesteren Mann getoetet worden, als er in dessen Zimmer eingedrungen war und einen kleinen Totenschaedel auf dem Tisch gefunden hatte. Der Mann mit den unheimlichen Augen war wahrscheinlich mehr, als einer von Civilis Mittelsmaennern.
Die Gruppe liesz Kopfgeldgesuche mit seinem Bild fertigen und bat die Trodinarin sie in Drol und Belenas zu verbreiten. Die Mordtat an der Balligur eingeleitet zu haben, unterstellte man Spurius bei dieser Gelegenheit zusaetzlich.
Danach machte sich die Gruppe bereit zuegig mit einem kleinen Schiff Richtung Neetha aufzubrechen. Denn wer immer die Militaeraktion sabotiert hatte, hatte Zeit gewinnen wollen. Spannend war, was Tamin ibn Yaffar am Rande zu berichten hatte, als die Gruppe ihn aufnahm. Im Auftrag des Diamantenen Sultanats hatte er seinem Ziehvater folgend, gegen einen maechtigen Echsenschamanen vorgehen sollen, der sich unter den Menschen durch seine Magie verborgen aufhalte. Doch die Macht dieser Kreatur habe ihre Moeglichkeiten ueberstiegen und so sei die Echse mit ihrem Gefolge weiter in der Region aktiv.
Die Gruppe setzte per Schiff Richtung Neetha nach Wobran ueber und liess sich in der Naehe der Ansiedlung absetzen. Auf dem Weg nach Neetha begegnete man zunaechst Vertriebenen und dann aufstaendischen Sklaven, die weitere Fluechtlinge schikanierten. Niara und Borussius verursachten einen Kampf.
Nach der Ueberwindung der Kaempfer verhoerten Julianus und Levia deren Anfuehrer, danach erging sich der Hochgeborene in allerlei wuesten Drohungen und Foltervorstellungen.
Heraus kam wenig mehr, als Tamin der Gruppe ueber die Verhaeltnisse in Neetha berichten konnte. Lugal Gadangus, ein ehemaliger Gladiator, Baltrios, ein Efferdgeweihter, Aurora, eine Fischerin und die duestere Prophetin Zangi beherrschten die Stadt. Maszgeblich war dabei der Ex-Gladiator, der die meisten Bewaffneten aufbringen konnte. Er war nicht unwesentlich dabei gewesen die Stadtherrschaft auszuhebeln.
Statt die Faehre ueber den Chabab zu nutzen, entschied man sich ein Fischerdorf aufzusuchen und sich die Ueberfahrt zu erkaufen. Die Gueter um Neetha waren nur teilweise zerstoert. Einige wurden wieder bewirtschaftet auf Weisung des Gadangus. Levia und Borussius entschieden sich, nach einem Streitgespraech der Magierin mit der Gruppe ueber die Missionsprioritaeten, die Festung aufsuchen und der Echsenaktivitaet nachzugehen.
Der Rest der Gruppe liesz sich vom Fischer im Schutze der Nacht in die Stadt bringen. Man verabredete ein Treffen in zweieinhalb Tagen in der Naehe des Fischerdorfes. Levia und Borussius entgingen den Spaehtrupps von Gadangus und erreichten die Mauer der Festung ohne von der Besatzung beschossen worden zu sein.
Festungskommandantin Racalla hatte die Befestigung weiterhin im Griff. Sie berichtete nach der Kontaktaufnahme, dass vor zwei Tagen ein Bote die Aufstaendischen vor einem bevorstehenden Angriff gewarnt und moeglicherweise weitere Absprachen getroffen habe. Man verabredete, dass man wieder in Kontakt trete und nahm zu diesem Zweck eine Sturmlaterne mit. Mit zwei Pferden brachen Borussius und Levia in Richtung von Tamins Echsensichtung auf.
In der Stadt quartierten die anderen sich ein. Am Folgetag fragten sie in der Werft nach Marcus Kyros, einem der Patrizier von der Liste des Civilis. Niara beobachtete einen Jugendlichen, der sie im Auge behielt und stellte ihn. Jemand von der Werft bezeichnete den Jungen als Ratte von Gadangus. Der Gefangene erzaehlte Julianus und Niara ebenfalls vom Boten, der stechende Augen gehabt habe. Sie bestachen ihn mit einem Schinkenbrot.
Baltrios, der Efferdgeweihte, war der naechste Gespraechspartner der Gruppe. Julianus und Niara unterrichteten ihn davon, dass der Bote Spurius sei und damit ein Agent einer namenlosen Verschwoerung. Abgesichts einer Militaeroperation und des drohenden Blutvergiessens verriet er Details ueber die Hafenfestungstuerme und versprach Aurora und Haldur anzusprechen, um eine Aufgabe anzubahnen.
Es gab Tumult in der Stadt. Es ging das Geruecht um, dass ein Attentat auf Gadangus stattgefunden hatte.
Tamin und Niara beobachteten jemanden, den sie fuer Spurius hielten. Er entzog sich der Verfolgung durch die Kraefte des Kriegsherren indem er enorm schnell ueber die Daecher fluechtete und an der Auszenmauer wie eine Spinne mit senkrecht emporkletterte und ohne Scheu auf der anderen Seite in die Tiefe sprang.
Der Jugendliche, den man als Ratte des Gadangus bezeichnet hatte, wurde beschuldigt den Taeter unterstuetzt zu haben und dafuer hackte man ihm die rechte Hand ab. Lucian interessierte sich fuer die Hand als Paraphernalium, allerdings jagte ihm eine andere Person diese Beute ab.
Waehrend die Gruppe die Ballista-Tuerme des Hafens beobachtete und mit dem Stadtrat uebereinkam, dass die Tore im Sueden manipuliert werden sollten, stellte sich Levia bei Gadangus als Cayuna aus dem Diamantenen Sultanat vor. Sie versprach ihm keine konkrete Hilfe, sondern blieb vage. Tulameth, die Vertraute von Gadangus, sollte sich mit Schaetzen aus Neetha absetzen, waehrend Gulshev, seine rechte Hand, mit dem Kriegsherren die Stadt verteidigen sollte. Avun in Catobia wuerde Kontaktperson von Cayuna und Tulameth sein. Gandangus machte zudem Andeutungen, dass er sich Gedanken gemacht habe, wer als Verbuendeter zu gewinnen sei. Er habe etwas angestoszen, dass er nicht mehr beeinflussen koennte, aber das ihm einen Vorteil verschaffen sollte. Borussius vermutete in Zusammenhang mit einer Deutung der duesteren Prophetin Sangi, dass mit den drei Haeuptern, die sich erheben wuerden, ein Drache gemeint sein koennte. Tatsaechlich handelte es sich im Fall der Kaempfe in Neetha um einen Koptha, der unvermutet auftauchte.
Waehrend Levia im Leib von tausend Kaefern zur Flotte flog, um den Angriff abzustimmen, verkleidete sich der Rest der Gruppe als Schwarzbaender und drang in den besetzten Palast ein.
Gadangus liesz dort Buerger zusammentreiben und verschanzte sich mit seinen Getreuen im Thronsaal. Dort wurde ein Hinterhalt vorbereitet. Waehrend die Seetruppen anlandeten und sich nachfolgend die Landtruppen unter Gaius Flavius forsch vorankaempften, beschwor der vermeintliche Koptha von niederhoellischer Macht belebten Boden im Palast, um das Eindringen der kaiserlichen Truppen zu einem Blutbad zu machen.
Der Tempel der Dunklen Mutter unter Prophetin Sangi fiel und endete in einer Explosion, die etliche Soldaten des Gaius Flavius unter sich begrub. Levia liesz durch das Katapult des zuvor eroberten Hafenturms einige Loecher in den Palast schieszen und drang durch eines davon in vielleibiger Kaefergestalt in den Dachboden ein.
Im Thronsaal bemerkten derweil die anderen Gruppenmitglieder, dass sowohl Gadangus, als auch Gulshev von dem Koptha beherrscht und dirigiert wurden. Gulshev hielt einen magischen Kristall, der als Fokus arkaner Kraefte dienen sollte. Beherzt griff Niara ein. Sie griff Gulshev hinterhaeltig an, waehrend die Schuetzen Tamin und Julianus Gadangus und den Koptha beschossen. Den versammelten Untergebenen entging diese Wendung der Ereignisse, da zeitgleich die Truppen des Gaius Flavius vordrangen. Levia hielt die Kaiserlichen davon ab, direkt durch das Hauptportal in den Hinterhalt zu laufen und aergerte sich insgeheim, dass Gaius Flavius ihren Rat vorsichtig vorzugehen achtlos abgetan hatte.
Als der Koptha dem toedlichen Beschuss der Gruppe zum Opfer fiel, enthuellte sich sein wahres Wesen - in Wirklichkeit handelte es sich um eine schlangenleibige Echsenkreatur - ein machtvolles, legendaeres Wesen. Allerdings durch ueberraschenden Beschuss durchaus anfaellig. Sie rief mit einem magischen Ring noch einen Daemon herbei, der sie mutmaszlich haette retten sollen. Ein gefluegelter Karakil erschien und wuetete nach dem Ableben seiner Meisterin wahllos unter den Anwesenden, bevor er sich weiteren Angriffen entzog und durch eine Wand ins Freie durchbrach.
Der Hinterhalt war vereitelt, das Blutbad in Neetha vermieden. Die Schwarzbaender ergaben sich den Kaiserlichen, geschockt blosze Spielfiguren einer unbekannten Macht gewesen zu sein. Die Geiseln konnten koerperlich unversehrt befreit werden, waren durch die Ereignisse allerdings stark verstoert.
In einer groszen Besprechung der Kaiserlichen gab man sich zufrieden Neetha wieder unter Kontrolle gebracht zu haben, beaeugte argwoehnisch die erschlagene Echsenkreatur und zollte Julianus Culus Respekt dafuer Gadangus getoetet zu haben. Levia riet ihm sich einen reichsweiten Ruf zu schaffen, wenn er die ueblichen Erzaehlungen und Geruechte ueber die Ereignisse durch bezahlte Leute verstaerken wuerde.
Der Verbleib der Truppen aus Methumis unter der Oberkommandierenden Praefecta Hela blieb ungeklaert. Man wuerde Kundschafter ausschicken. Das Echsenritual in der Naehe Neethas, von dem die Gruppe berichtete, versprach man zu stoeren, entsandte allerdings nur eine kleine Schar Reiter. Aergerlich nahm Levia hin, dass diese Soldaten der Pflanzermiliz angehoerten. Allerdings schienen sie nicht komplett Titus Civilis loyal zu sein. Die Gruppe wuerde sie begleiten und zudem noch eine Handvoll Reiter aus der Festung Neethas mitnehmen, um sich gegen Verrat zu wappnen.
Am Abend vorm Aufbruch feierte man im Anwesen des ergeizigen Patriziers Marcus Kyrios den Triumph in vertraulicher Runde. Festungskommandantin Racalla und die Patrizierin Dido Nociella gehoerten zu den von Levia geladenen Gaesten. Zielsetzung wuerde es sein, bei der Einrichtung einer Regierung von Neetha bedacht zu werden und sich gegenseitig zu unterstuetzen. Der Priester Baltrios hatte leider abgesagt.
Ob Spurius und der vermeintliche Koptha Teil einer Verschwoerung gewesen waren oder unterschiedliche Fraktionen vorgehabt hatten in Neetha zu wirken, blieb offen.
Auf dem Weg zum Ritualplatz machten Tamin und Niara huschende Bewegungen im Urwald aus, die sich bei naeherer Untersuchung als Goblins erwiesen. Ein von Lucian beschworener Gotongi machte ein weiteres Dutzend dieser Kreaturen aus. Niara vermied einen bewaffneten Zusammenstoss indem sie ihnen Futter aus ihren Rationen anbot und mit ihnen redete. Sie erzaehlten am Ritualplatz seien Menschen von den Echsen geopfert worden und das Leben von Flora und Fauna ausgezehrt oder geflohen.
Das nahegelegene Kastell Screndrum war weiterhin besetzt, allerdings waren die Legionaere unbesoldet und das Lager von der Aussenwelt abgeschnitten. Ausgesandte Boten waren verschwunden. Levia ueberzeugte den Kommandeur sich an einem Angriff auf den Ritualplatz zu beteiligen, um die von dem verdorbenen Ort ausgehende Gefahr einzudaemmen.
Mit der Pflanzermiliz, den Soldaten aus der Festung bei Neetha, der Gruppe selbst und den Legionaeren aus Scendrum brachte man knapp fuenfzig Bewaffnete auf. Bei der Annaehrung an den Ritualplatz blieb Levia zurueck und befragte ihren Ahnen nach der magischen Struktur des Ortes, waehrend der kampfbereite Trupp vorrueckte. Tatsaechlich wurden die Befuerchtungen von Levia und Borussius bekraeftigt. Das Blutvergieszen in Neetha haette als Kraftquelle fuer einen Ort im Norden dienen sollen, an dem mutmaszlich die Ueberreste des Wurms von Chababien liegen sollten. Eine Wiedererweckung durch die Echsen schien beabsichtigt zu sein.
Der Ritualplatz wurde verlassen vorgefunden. Er war leblos und bedeckt von grauer Asche. Mindestens eine monstroese Kreatur und etwa zwei Dutzend Echsen verschiedener Herkunft waren nach Norden gezogen, soweit Tamin die Spuren lesen konnte.
Levia blieb mit Borussius zurueck und befragte ihren "Ahnen" im Stab. Mittels eine Oculus Astralis enthuellte das Seelenfragment des Erzmagiers, dass der Ort auf einer maechtigen Kraftlinie lag. Menschenopfer und der Entzug von Lebenskraft aus Tieren und Pflanzen hatten blutmagische Energie geliefert Es war zu vermuten, dass hier auch Magie aus einem beabsichtigten Gemetzel in Neetha haette kanalisiert werden sollen. Die Wirkungsrichtung lag im Norden in Richtung des Drachenskelett-Fundortes. Auszer Blutmagie war auch Temporalmagie am Werk gewesen.
Die Gruppe trennte sich von den Truppen. Levia setzte im Namen von Julianus Culus ein Unterstuetzungsgesuch an Gaius Flavius auf, dessen Ergeiz dazu fuehren koennte, dass er der Angelegenheit Aufmerksamkeit widmete. Wenig spaeter, als Levia gerade Lucian bat sich den geraubten koptischen Stab der Schlangenleibigen anzusehen und mit seiner Magie den Geist des tulamidischen Vorbesitzers zu rufen, wurde die Gruppe von einer Schar Echsen angegriffen. Tamin und Niara hatten die Gegner vorher bemerkt, aber es ergab sich keine Gelegenheit sie zu zerstreuen. Levia entzog sich, indem sie sich in Kaefer verwandelte. Die Echsen waren in Ueberzahl eine echte Gefahr, aber sie hatten die Toedlichkeit von Tamin unterschaetzt und zogen sich nach etlichen Verlusten zurueck, als Levia die Illusion von Frost auf den Boden wirkte. Tamin fuehrte die anderen bei der Jagd auf die Fliehenden an. Ihre verbliebenen Kaempfer fielen, aber ein Magiewirker entschwand.
Eine Zeit spaeter wurde das Nachtlager der Gruppe von einem Geist heimgesucht. Ob er angelockt worden war, vom Kristall, den Niara dabei hatte oder den Kristall gesucht hatte, blieb offen. Er richtete nicht direkt Schaden an, aber die Gruppe kam ueberein, als Kommunikationsversuche misslangen, ihn mit magischen Waffen zu verscheuchen und dann den Ort schnell zu verlassen.
Die Versuche einer Kontaktaufnahme von Lucian mit dem Magierszepter, das Niara in Neetha erbeutet hatte, bleiben ergebnislos. Levia hatte sich entschieden preiszugeben, dass sie einen Seelensplitter darin vermute. Etwas laenger hielt sie die Erkenntnisse ihres 'Urahnen' ueber Niaras Kristall zurueck. Es war der Karfunkel eines Drachen, durch den Strom der nahen Kraftlinie belebt. Mutmaszlich koennte es der Karfunkel des Wurms von Chababien sein.
Als die Erkenntnis ueber den Karfunkel heraus war, entschieden sich Niara und Lucian Levias Warnungen abzutun, den Karfunkel auf keinen Fall nach Abbadom zu schaffen. Man kam immerhin ueberein zunaechst den Kontakt zu den Truppen des Gaius Flavius aufzunehmen. Das gelang tatsaechlich in den folgenden Tagen. Gaius Flavius berichtete, dass Kaiser Olruk-Horas II verstorben sei und sich Unruhe im Bosperanischen Reich ausbreite. Halmar Halgardsson, Anfuehrer der Legionen, habe die Absicht die Macht an sich zu reiszen, aber nicht zuletzt wegen seiner Herkunft als Barbar, werde man ihm Widerstand entgegen setzen. Verschiedene Interessengruppen wuerden versuchen mit Gewalt den Thron zu besetzen. Julianus unterhielt sich laenger mit Gaius Flavius ueber Risiken und Moeglichkeiten.
Levia verschaffte sich derweil einen Eindruck von den Unterfuehrern des Gaius Flavius, Centurio Verion und Myrdin von den Schleuderern. Uzim von den Pflanzern kannte sie schon. Dann meldete Tamin einen Hinterhalt der Echsen. Es war keine schlagkraeftige Truppe im Vergleich mit den Bewaffneten des Gaius, aber sie waren dabei an einem Engpass einen groszen Stein in Position zu bringen, um den Vormarsch der Bosparaner zu verzoegern. Auch auf der gegenueberliegenden Seite war eine Reihe Echsen zugange. Durch die Reisegruppe um Julianus vorgewarnt, konnten die Soldaten des Gaius Flavius deren Hinterhalt vereiteln. Ein aufrechtgehendes Krokodilungeheuer, einen sogenannten Maru, schossen Tamin und Julianus nieder, bevor er Schaden anrichten konnte. Auf der anderen Seite machte eine aehnliche Kreatur mehr Aufwand, fiel aber durch die Ueberzahl der Menschen.
Statt sich aufhalten zu lassen, befahl Gaius Flavius auf Levias Rat hin einen schnellen Marsch auf den Einsamen See. Dort angekommen konnte man eine zerstoerte Menschensiedlung ausmachen. Eine Echsenarmee aus mehreren hundert Achaz war bereits Tage zuvor abgerueckt. Gut fuer die Menschen, denn im Feld waere ihnen diese Armee der Kaltblueter auch ohne jegliche Echsenmagie klar ueberlegen gewesen.

Die Kurzbeschreibungen von
Levia,
Borussius,
Tamin
und
Aurentian haben wir.

Es fehlen derzeit noch
Niara,
Lucian und
Julianus.
« Letzte Änderung: 22.01.2021, 15:03:20 von Fil »

TaminIbnYaffar

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« Antwort #6 am: 14.07.2020, 00:02:12 »
Tamin ibn Yaffar ist ein fuer einen Tulamiden vergleichsweise ruhiger und nicht sonderlich redseliger Tulamide. Mit mehr als 190 Finger Hoehe ist er eine wahrhaft imposante Gestalt, obwohl er dabei mehr drahtig und als uebermaessig muskuloes wirkt. Seine Haut ist von der Sonne gut gebraeunt. Er traegt eine dunkelgraue etwas weitere Gewandung unter der gelegentlich ein Khunchomer hervorlugt. Er traegt sein dunkelbraunes Haar kurz und die Blicke seiner schwarzen Augen sind beinahe ebenso durchbohrend wie die Pfeile aus seinem Koecher.

Tamin verbringt viel Zeit mit der Pflege seines Pferdes Yassif, eines erprobten Tulamiden, der ihn schon seit ueber 10 Jahren bei all seinen Abenteuern begleitet.
Seine Kindheit hat Tamin in Khunchom verbracht bis seine Eltern und seine Schwester bei einem tragischen Hausbrand ums Leben kamen. Nach dem Tod seiner Eltern hat er sich mit verschiedenen Taetigkeiten "durchgeschlagen" und als Stallbursche bei verschiedenen Leuten sein Leben beschritten. Auf diesem Weg ist er auch mit seinem spaeteren Mentor Sherlef bin Yadda ay Khunchom in Kontakt gekommen, der bei Tamin schnell ein Talent fuer Tiere und eine gewisse Fingerfertigkeit sowie mechanisches Geschick feststellte. Sherlef war ein militaerisch hochrangiges Mitglied von "Khasim ay Adamant", einer Einheit berittener Schuetzen von Khunchom und Tamin wurde im Laufe der Zeit zu seiner rechten Hand und Begleitschutz. So durchlief er fortan eine militaerische Laufbahn und uebernahm diverse Auftraege wider dem Echsengezuecht aus dem Sueden.
Der letzte dieser Auftraege fuehrte Tamin, Sherlef und eine kleine Gruppe Berittener in die Region um Belenas, doch dieser Auftrag sollte ihnen zum Verhaengnis werden. Sie verfolgten eine Gruppe um den Kristallomanten Nga'Chirr, die sich allerdings aufgrund der Magie des Kristallomanten als ueberlegen bewiesen. So fand ein Grossteil der Gruppe, darunter auch Sherlef, den Tod und nur Tamin sowie zwei weitere Reiter entkamen, waren allerdings zerstreut. Tamin beschloss aufgrund der Schmach vorerst nicht zurueck nach Khunchom zu gehen und liess sich daher fuer den Lebensunterhalt vom Droler Kontingent anheuern.
« Letzte Änderung: 14.07.2020, 00:08:26 von TaminIbnYaffar »

Kuanor

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« Antwort #7 am: 14.07.2020, 02:00:28 »
Da ist er endlich, lang erwartet, lang ersehnt! Schaut nur, wie gut er ist, wie stark und wie blond! Mit einem Wort: Edel!



(Text mit Inhalt wird nachgereicht.)
« Letzte Änderung: 14.11.2020, 06:37:59 von Fil »

Fil

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« Antwort #8 am: 22.01.2021, 20:03:02 »
Niara und Tamin spuerten Ueberlebende aus der Siedlung am Einsamen See auf. Eine Jugendliche berichtete ruehrend naiv von ihrer Freundschaft mit einem Echsen-Priester. Nur knapp gelang es Gaius Flavius davon abzubringen, diesen Priester zu jagen. Auch Julianus trug nicht dazu bei, die Lage der Ueberlebenden zu erleichtern.
Der Echsen-Priester erzaehlte Niara und Tamin bei einem Treffen im nahegelegenen Wald, dass der Schlangelleibige, den die Grupp bei Neetha besiegt hatte, der Schueler von Ystassr sei. Jener Meister fuehre seine Echsenarmee gegen die bosparanische Stadt Despiona und mutmaszlich auch gegen die Festung Banesh. Gaius Flavius brach mit seiner Truppe auf, um Despiona zu unterstuetzen und sandte Reiter, um Banesh zu warnen, nachdem man die echsischen Waechter in den Ruinen auf dem Huegel von Abbadom besiegt hatte.
Auf dem Huegel erschien in unregelmaeszigen Abstaenden die Erscheinung einer Festung. Die Ruinen selbst schienen seit hunderten von Jahren zu zerfallen. Die Festung selbst wirkte nicht derart angegriffen und auf ihren Mauern konnte Levia Menschen ausmachen, als sie sich der Erscheinung in Kaefergestalt naeherte.

Tatsaechlich manifestierte sich die Festung erneut, als die Gruppe in ihrer Naehe abwartete und sie kuehn betrat. Menschen erschienen in Verteidigungsposition, lieszen sich jedoch auf ein Gespraech ein, als die Gruppe davon sprach die Echsen zu bekaempfen. Abbadom war vor etwa fuenfhundert Jahren der Sitz des Wurms von Chababien, Abbadihr gewesen. Der Riesenlindwurm hatte ueber Echsen geherrscht und war von Geron, dem Einhaendigen und seinen Mitstreitern Constantius und Yaruma erschlagen worden.
Die Menschen in der Festung hatten die Befestigung angegriffen und das ausgelagerte Kristallherz des Drachen zerstoert. In der Festung waren seit diesem Zeitpunkt nur 22 Jahre vergangen. Grob gerechnet nahm Levia an, dass jede Stunde in der Festung etwa einem Tag in der Auszenwelt entsprach. Aber man konnte sich nicht auf einen stabilen Verlauf verlassen. Die Globule, wie der dort herrschende Magier Trebonius  das magische Phaenomen nannte, erschien haeufiger in der Welt, seit die Echsen wieder begonnen hatten die Magielinien zu manipulieren. Wahrscheinlich wuerden sie versuchen, diesen magischen Knotenpunkt wieder mit der Welt zu vereinen, wenn sie Abbadihr mit seinem Karfunkel wiederzubeleben wuerden.

Levia versprach Trebonius mit der Unterstuetzung von Borussius, dass sie sich dem Kampf gegen die Echsen widmen und die Menschen in der Festung nach Kraeften unterstuetzen wuerde. Man werde versuchen eine religioese Bewegung zu initieren. Zudem machte sich die Gruppe Gedanken darueber, ob man es schaffen koennte den Karfunkel des Drachen zu zerstoeren. Auch eine Beschaedigung seines Skeletts wurde beabsichtigt. Zu diesem Zweck verliesz die Gruppe die Festung durch ein Portal in Richtung einer unterirdischen Grotte. Die Menschen in der Festung konnten diese nicht verlassen. Der Weg in den umgebenden Limbus, die magische Struktur um die Festung, hatte sich als auszerordentlich gefaehrlich erwiesen, der Uebergang in die Welt hatte dazu gefuehrt, dass die betreffenden Personen von der Zeit eingeholt worden waren. Sie waren dramatisch gealtert und dadurch verstorben.

In der Grotte mit dem gewaltigen Knochengeruest des Abbadihr fand die Gruppe einen Achaz-Kristallomanten mit einer Begleittruppe aus Marus nebst einigen Achaz vor. Levia verliesz die Hoehle in Kaefergestalt und lockte die Echsen mit einer Illusion zum Ausgang. Bevor die Biester den verhuellten Ausgang durchquert hatten, brach die Gruppe mit etlichen von Lucian erhobenen Echsenskeletten hervor und griff sie an. Der Kristallomant, der die Regeneration des Drachen kanalisiert hatte, fiel den Geschossen von Tamin und Julianus zum Opfer. Niara zerstoerte seinen Fokus-Kristall.
Wegen der bemerkenswerten Zahl der erhobenen Skelette verlief der Kampf gegen die kampfstarken Krokodilsartigen erfreulich und am Ende konnte die Gruppe den Leib des Drachen beschaedigen und sich an seinem Hort bedienen.

Die schiere Menge des Drachenhorts war schwer zu erfassen und zu bewegen. Levia und Julianus reisten nach Neetha um Unterstuetzung anzuwerben. Die uebrige Gruppe schaffte eine gewisse Menge in die Festung Abbadom und vergrub etwas im Wald. Den groessten Teil trugen sie aus der Hoehle, damit eine Abholung erfolge koenne, ohne das Hilfskraefte von der Hoehle erfahren wuerden.
Julianus und Levia trafen sich in Neetha mit Stratega Racalla und dem ehrgeizigen Patrizier Marcus Kyrios. Ausserdem bezogen sie den Efferd-Priester Baltrios, die Kauffrau Dido Nociella und den Soeldnerfuehrer Fortius ein.
Levia sprach davon im Kampf mit Echsen wertvolle Gegenstaende erobert zu haben und damit nun ermoeglichen zu wollen Relikte der Schuppigen zu bergen. Sie wuerden dazu beitragen den Feind zu verstehen und zu bekaempfen. Man sprach ueber die Bedrohung von Despiona und gegenueber der Festung Banesh. Gaius Flavius sei gegen die Echsen zu Felde gezogen.
Nun wolle man den guenstigen Moment nutzen, um einen Vorteil zu erringen. Zwoelf Wagen und einige Karren nebst Hilfskraeften und Bewaffneten wurden gestellt und einige mit Guetern fuer die Festung beladen. Auf dem Rueckweg enthuellte Levia weitere Details ueber die verwunschene Festung verwoben mit erfundene Geschichten. Ihre Absicht war es die Beladung der Wagen mit Teilen des Drachenhorts zu ermoeglichen, ohne das die Begleitmannschaft vom Schatz erfahren wuerde. Man wolle mehr oder weniger gefaehrliche magische Artefakte bergen und transportieren, erzaehlte sie. Die verwunschene Festung sei von Menschen bewohnt, aber auch die umliegenden echsischen Ruinen seien von maechtiger Magie durchdrungen.
Tatsaechlich glueckte das Schauspiel. Die Gruppe hatte binnen Tagen gute Arbeit geleistet und verschlossene Truhen gefuellt mit Gold aus dem Drachenhort wurden verladen. Tentakel zuengelten als Illusion aus einer der Truhen, die vorgeblich ungluecklich auf den Boden aufschlug und verschreckten diejenigen unter der Begleitmannschaft, die Schaetze darin vermuteten. In den folgenden Tagen und Naechten erweckte der Schutzgeist der Echsen eine maechtige Waechterkreatur, die mehrere Menschen toetete und nur durch groszes Glueck kein Gruppenmitglied erwischte. Kampfstark und mit regenerativen Kraeften ausgestattet war sie eine grosze Gefahr und tarnte sich bei Annaeherung und Flucht. Die Gruppe setzte ihr hart zu, konnte aber erst die Oberhand gewinnen, als sie in einer Ruine einen Hinterhalt vorbereitete und Lucian mit magischer Kraft den Ausgang verschloss, bis das Monster geschlagen war.

Kein Mensch wollte vor Ort bleiben, als die Rueckreise anstand. Gemaechlich setzte man sich unter Levias Leitung in Marsch. Insgeheim war die Magierin von groszer Sorge erfuellt, dass ein Unfall die Ladung enthuellen koennte. Niara aber warnte schlieszlich eine mysterioese Macht vor einem Angriff der Echsen. Ein von Lucian beauftragter Gotongi machte eine grosze Zahl von bewaffneten Geschuppten aus, die dem Wagenzug den Weg abschneiden wuerden. Die Gruppe zerbracht sich den Kopf, wie man den drohenden Kampf ueberstehen koennen wuerde. Niara kam allen zuvor indem sie den Karfunkel des Wurms abseits des Wagenzuges verbarg. Diese List war erfolgreich. Die Echsen folgten dem Karfunkel nach Norden und der Weg nach Neetha schien moeglich, doch auch menschliche Wegelagerer hatten sich unter Tulameth, der Vertrauten des Gadangus, in Stellung gebracht. Levia naeherte sich ihnen, nachdem sie durch Tamin gewarnt wurde. Die Magierin entschied sich mit Tulameth zu sprechen, statt deren Stellung auszukundschaften. Sie verwandelte sich in menschliche Gestalt zurueck und trat aus ihrer Deckung. Allerdings liesz sich Tulameth nicht auf den Versuch ein, sie als tulamidische Agentin zu rekrutieren. Sie wollte vor Ort unverzueglich einen hohen Wegezoll erpressen und es war nicht abzusehen, ob sie sich damit ueberhaupt zufrieden geben wuerde. Levia fasste den Gedanken Tulameth als Enttaeuschung fallen zu lassen und auch die Gruppe plante kein Gold preiszugeben.
Tulameth fuehrte Levia als Geisel an einen Wagen heran, waehrend die Gruppe einen der Wagen begleitete, der als Beweis dafuer dienen sollte, das keine Schaetze, sondern gefaehrliche Artefakte geladen waren, als sich Hufschlag naeherte.
Nachdem eine Manipulation ihrer Situation durch Illusionen auszerhalb ihres Sichtfeldes scheiterte, verwandelte sich Levia kurzerhand offen in den Kaeferschwarm und entzog sich so Tulameths Zugriff. Eine offene Konfrontation entwickelte sich. Aus dem Norden stieszen berittene Elitesoldaten aus Bosparan auf die Lichtung vor. Sie lieszen sich von Borussius ueberreden die "Hilfslieferung" fuer Neetha vor einem Banditenueberfall zu bewahren. Unter diesen Rahmenbedingungen kippte der Kampf schnell zu Ungunsten Tulameths. Sie wurde Tamin mit Pfeilen beschossen und schwer verwundet. In Folge dessen verblutete sie nach ihrer Gefangennahme. Levia beobachtete dieses Ende ungeruehrt.

Die Aufmerksamkeit von Julianus drehte sich um einen Jungen, den die Elitesoldaten mit sich brachten. Doch vorerst behauptete deren Kommandant mit Nachdruck, es handele sich um den eigenen Sohn, den er in Sicherheit bringen wolle. Tatsaechlich brachte Niara bei der Weiterreise in Erfahrung, dass es sich um einen Nachkommen des letzten Horas handelte. Borussius, Levia und Niara kamen ueberein diesen Jungen dem Zugriff von Julianus entziehen zu wollen. Niara erreichte im offenen Gespraech mit Julianus, dass er vorerst nichts unternahm und brachte dessen Beschuetzer dann dazu sich vor Neetha in Richtung Drol abzusetzen.
Levia erreichte Neetha vorab in Kaefergestalt. Sie bat Marcus Kyrios Platz fuer die Truhen auf seinem Gelaende zu schaffen und vereinbarte mit dem Efferdpriester Baltrios, dass er eine Reihe von Truhen noerdlich von Neetha in einer Bucht versenken werde und einen Schutzsegen darauf legen werde.

Die Rueckkehr des Wagenzuges sorgte fuer Tumult. Hilfskraefte von Kyrios daemmten diesen ein und der Auftritt von Julianus, als verehrtem Sieger ueber den duesteren Gadangus, liesz ihn zum Triumphzug werden. Ein Viertel der Truhen wurde beim Efferdtempel abgeladen, die uebrigen wurden im Keller des Anwesens von Kyrios eingelagert.
Die abendliche Besprechung des Stadtrates zeigte, dass die Lage im Norden und Sueden von Neetha ungewiss war. Im Norden war Gaius Flavius mit seinen Truppen verschollen, im Sueden hatten die Pflanzer die Trodinarin von Drol faktisch entmachtet. Die Gruppe berichtete von Plaenen und Umtrieben der Echsen.
Auf Rat von Levia bot Julianus der Stadt einen Kredit seiner Familie an und legte dem Stadtrat nahe sich feste Statuten zu geben. Teil des Abkommens war die unmittelbare Uebergabe der Ziegelei ausserhalb der Stadt und die Ueberschreibung weiterer Gueter als Sicherheit fuer den Kredit.
In der Nacht warnte Niara die Gruppe, dass die verbliebenen Pflanzer den Efferdtempel ueberfallen wuerden. Mithilfe der Soeldner vereitelte man diesen Uebergriff. In den Folgetagen kam man mit Sakis, dem Prinzen von den Zyklopeninseln, ueberein zunaechst in Drol anzulanden und anschlieszend die Zyklopeninseln und Kuslik anzulaufen. Levia liesz auf Julianus Weisung hin das Schiff mit Gold beladen und schaffte den Rest des Schatzes  aus dem Keller des Anwesens von Kyrios in die Ziegelei. Zudem warb sei Hilfskraefte an um die Ziegelei instand zu setzen und zu betreiben. Der Schatz wurde vergraben und der Hof mit Steinplatten belegt. In Absprache veranstaltete Lucian ein vorgeblich magisches Versiegelungsbrimborium. Levia setzte Fortius als Verantwortlichen ein. Vor der Abreise traf sie sich ohne Wissen von Julianus mit Racalla und steckte ihr, dass historisch-rechtlich der Stratega ein Vorrecht bei Entscheidungen bei unbesetztem Trodinarsposten zustaende. Levia ueberzeugte Julianus eine schnelle Galeere, die vornehmlich auf Segel setzen wuerde, bei Marcus Kyrios in Auftrag zu geben. Die Anzahlung kam vornehmlich aus der Kriegskasse des Borussius, aber auch Niara und Levia zahlten einen Betrag.
« Letzte Änderung: 02.06.2021, 20:28:25 von Fil »

Fil

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergruende
« Antwort #9 am: 02.06.2021, 19:47:06 »
Das Schiff von Prinz Sakis stach gen Drol in See, nachdem Levia in Neetha verbreitet hatte man verschiffe echsische Artefakte auf die Zyklopeninseln. Die Gruppe legte einen Zwischenstopp in Vobran ein, wo Levia eine Werkzeugschmiedin fuer die Ziegelei anwarb. Da am Horizont Segel gesichtet wurden, versuchte man ueber den Landweg Drol zu erreichen, stellte aber nach einer Auseinandersetzung mit Pflanzern fest, dass alle drei Zugaenge von Drol belagert wurden und nur per Schiff eine freie Anreise moeglich war.
Die Stadt war noch nicht durch Kriegshandlungen in Mitleidenschaft gezogen worden, befand sich aber in schwieriger Lage, solange niemand Truppen schicken wuerde um sie zu entsetzen. Die Patrizierin Isiz Junius war Gastgeberin fuer die Gruppe, waehrend Julianus Culus die Trodinarin Lusitana aufsuchte und Levia bei Seneb Sylvatica uebernachtete. Gemeinsam besprach man am naechsten Tag mit der Rosenzuechterin die Lage.
Isiz wollte aus Verantwortungsgefuehl in der Stadt bleiben, auch wenn sie das Risiko einer Verschaerfung der Situation sah. Man erwaegte Niaras Schuetzlinge und Seneb zu evakuieren und spaeter dem Civilis militaerisch und als Gruppe zuzusetzen, entschied sich aber schlieszlich dafuer ihn auf Niaras Wunsch hin direkt anzugehen. Wenn die Verschwoerer zuegig eingreifen wuerden, bestaende die Moeglichkeit das sie die Entwicklung beinflussen koennten. Dennoch wuerde der Tod des Civilis Drol vielleicht die noetige Handlungsfreiheit verschaffen aus eigener Kraft die Herrschaft der Trodinarin zumindest einige Wochen abzustuetzen.
Mit einem Boot der Rosenzuechterin fuhr man den Fluss Harotrud herunter zur Kueste. Nah beim Landsitz des Civilis beobachtete man die Lage aus einem Waeldchen heraus. Der ergeizige Herr hatte mehr Bewaffnete angeworben, als bei Drol im Einsatz waren. Dennoch ging Niara aufs Ganze und drang mit dem Vorsatz ein ihn zu ermorden. Tamin und Levia unterstuetzen sie. Sie lenkten einen Leibwaechter ab, der wie ein Beserker wirkte. Spurius oder aehnliche Kreaturen waren nicht vor Ort. Daher kam Niara zum Ziel und schlitzte dem Civilis im Bett den Hals auf. Chilipulver gegen Spuerhunde ausstreuend setzte sie sich ab und auch Tamin und Levia verlieszen das Gut. Mangels Vorbereitung war die Flucht alles andere als eine sichere Sache, doch die Gruppe entzog sich gluecklicherweise erfolgreich der Verfolgung und nahm das Boot zurueck nach Drol. Seneb und Niaras Schuetzlinge wurden nach Vobran gebracht, anschlieszend setzte der Prinz Segel Richtung Zyklopeninseln.

Ohne Seeraeubern zu begegnen landete man auf der Insel, die Einokrat Hadrokles dyll Uyos, der Vater des Prinzen Sakis, beherrschte. Man bezahlte die Lieferungen fuer Neetha mit Gold, das man im Civilis-Landgut entdeckt hatte und hoerte sich nach Zyklopen um. Wuerde man sie ueberreden koennen Endurium aus dem Drachenhort zu Waffen fuer die Gruppe zu schmieden? Nor'Mang'Parr, ein zyklopischer Jungschmied, erwies sich als zug?nglich. Es sei richtig den zyklopischen Schmiedemeister Val'Farrang nicht direkt aufzusuchen. Dieser sei zornig auf die Menschen, da einige Bewaffnete ihm ein Artefakt gestohlen haetten.
Die Gruppe versprach die Taeter ausfindig zu machen und der junge Zyklop brachte einige Leichen mit, die Gravuren einer Muraene auf ihren Ruestungen trugen. Der Einokrat Hadrokles ordnete dieses Zeichen Cuslicum zu. Dort gaebe es bei der schwimmenden Werfanlage Calruna eine Gruppierung die sich mit der Muraene schmuecke.
Da man ohnehin nach Cuslicum reisen wollte war das naechste Ziel daher klar. Levia weihte den Prinzen Sakis ein, dass man Gold geladen habe, dessen Ziel tatsaechlich Cuslicum sei. Fuer die Mannschaft inszenierte sie ein Schauspiel. Die Ladung wurde auf der Insel umgeladen, die leeren Kisten unter Brimborium auf der |||Magierinsel||| vergraben. Anschlieszend wurde das Gold als Warenlieferung nach Cuslicum gebracht. Die Eltern des Julianus, das Haus Culus, ueberliesz ihm dafuer 10.000 Aureal und Schuldverschreibungen ueber 10.000 weitere. Schaetzwert dieses Goldes waren 40.000 Aureal. Die Eltern des Culus wuerden diesen Gewinn als Stuetze ihrer eigenen Ambitionen im drohenden Buergerkrieg gut gebrauchen koennen. Mit einer ersten Auszahlung warb Levia in Cuslicum Fachkraefte an. Einen Baumeister, nebst Assistentin, eine Schreiberin und einen Verwandlungsmagier. Ausserdem draengten ihr Niara und Borussius einen Waechter auf, der fuer die Gruppe den Schatz im Auge behalten sollte. Niara brachte zudem noch eine Stammesangehoerige als Koechin mit und Levia kaufte insgeheim in einer Schmiede einen Tulamiden, der in Neetha Stueck fuer Stueck den Schatz zur Herstellung von Barren schmelzen sollte.
In Calruna fand man den Weg durch allerlei Ausbeute aus dem Meer der sieben Winde zu verkorksten Wasserdruiden, die sich zunaechst bereiterklarten zu helfen dem Muraenenkult das Feuerartefakt zu entziehen und die zudem einen Schueler nach Neetha senden wuerden, um zu pruefen, ob die Gruppe etwas gegen Abbadihrs Echsendiener unternehmen werde. Die Unternehmung in der Werft Calrunia, wo der Muraenenkult fuer unbekannte Auftraggeber an der Fertigstellung einer monstroesen Oktere werkelte, fand auf Niaras Betreiben gewohnt halsbrecherisch und fuer Levias Verstaendnis unerfreulich ungeplant statt. Niara und Levia schwammen mit dem |||Wasserdruiden||| zur Anlage, durchquerten mit mehr Glueck als Verstand daemonisch aufgewuehltes Wasser und fanden die mit Magie belebte Oktere vor. An ihrem Bug befand sich das Artefakt. Es war genutzt worden einen gewaltigen Rammsporn zu festigen. Einen Waechter toetete Niara. Dann rannte sie mit dem Artefakt davon. Levia wirkte die Illusion des Geraeusches von prasselndem Feuer, um eine vorruebergehende Ablenkung und die vermeintliche Erklaerung fuer einen Warnruf des Waechters zu erzeugen und entzog sich anschlieszend in hundertfacher Kaefergestalt.
Ihr Heimflug war ungestoert, waehrend Niara nur um Haaresbreite aggressiven Muraenen entging. Zugig verliesz die Gruppe die schwimmende Anlage. Erst am Mittag des Folgetages war das Schiff des Prinzen fuer die Abreise bereit. Rueckblickend haette man es besser im vornherein bereit machen sollen.
Die Kultisten machten sich fuer eine Verfolgung bereit, als man ihre Anlegestelle passierte. Zu offensichtlich war die Gruppe auf der Holzkonstruktion aufgetreten. Da die Ruderschiffe der Bospaneraner zu Levias Erstaunen nicht im Wind kreuzen konnten, lief es auf einen Wettkampf der Ruderer hinaus, den das groessere Schiff der Kultisten absehbar fuer sich entscheiden wuerde. Ihr Gedanke einen Vorteil zu erringen, indem sie das Segel der Feinde sabotieren wuerde, wurde bei der vorherrschenden Richtung wertlos.
Der Wasserdruide hatte keinen Erfolg damit ein Windelementar um Hilfe zu bitten, aber er erreichte einen Wal, der sich bewegen liesz das Ruder der Kultisten zu streifen. Es glueckte. Die Kultisten konnten den Kurs nicht halten. Ein daemonischer Algenteppich loeste sich daraufhin aus ihrem Umfeld. Widerwillig offenbar, aber doch zielstrebig holte er auf. Der Prinz liesz das Heck freiraeumen, damit Lucian einen Pentagramma dort vorbereiten konnte und auch das glueckte. Der daemonische Algenteppich verlor bei Annaehrung seine Bindung an die Realitaet und glitt in seine Sphaere. Um die zyklopaeischen Inseln herum schuettelte man daher die Verfolger ab, bevor der Prinz Kurs auf die Insel seines Vaters setzte. Die Gruppe suchte den Zyklopenschmied auf und nahm dabei gluecklicherweise nicht nur eine Ziegenherde als Geschenk mit, sondern auch den freundlicheren Jungzyklopen. Mit seiner Hilfe glueckte die Rueckgabe des Artefakts und die Verstaendigung mit dem grimmigen Altmeister. Er nahm das Endurium und Titanium aus dem Drachenschatz und willigte ein daraus Waffen fuer den Kampf gegen die Muraenenkultisten und die Diener des ueblen Drachen Abbadihr zu fertigen. Die Arbeit wuerde allerdings dauern. Sollte eine Rueckkehr der Kultisten erfolgen, wuerde er sie schlagen. Seine Hand formte sich zu einem gewaltigen gluehenden Hammer, waehrend er darueber sprach.

Die Gruppe reiste ab und traf sich auf Vermittlung des Einokraten mit dem Admiral Dozman. Dieser unterhielt sich laenger mit Julianus und zeigte sich ansonsten sehr zufrieden, dass die Gruppe Neetha moeglicherweise regieren, Belenas beinflussen konnte und sowohl die Plaene der Echsen, wie jene der Civilis-Verschwoerung durchkreuzt hatte. Valtoron sei eine grosze Bedrohung. Er sei auf dem Weg Kaisermacher zu werden, wenn man ihn nicht daran hindere. Ob die Reste der Civilis-Verschwoerung ihm folgen wuerden oder ihr eigenes Sueppchen kochten, war nicht abzuschaetzen. Die Gruppe sagte Dozman zu sich um die Befriedung Drols und die Muraenenkultisten zu kuemmern. Der Admiral selbst wuerde auf die Jagd nach deren Schiff in seinen Gewaessern gehen. Neetha, Belenas, Drol und die Inseln, wenn man sie von den Nemekathaern saeubern koennte, sollten Grundlage seiner kuenftigen Macht werden, wenn der Buergerkrieg andauern wuerde.
« Letzte Änderung: 30.08.2021, 20:19:08 von Fil »

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Antw:DZ: Forenspielrunde / Hintergruende
« Antwort #10 am: 01.09.2021, 01:35:59 »
Die Gruppe beschloss ein paar Tage zu warten, ob die Schiffe Dozmans die Muraenen-Kultisten ausfindig machen koennten und tatsaechlich erhielt sie nach einiger Zeit Kunde vom Admiral. Auf See wurde das Schiff des Prinzen von einer Bireme des Admirals begleitet, als es gelang die Trireme der Kultisten zu sichten. Guenstigiger im Wind, als das groessere Schiff, gelang es aufzuholen und ein Rammmanoever erfolgreich auszufuehren. Das beschaedigte Heck des gegnerischen Schiffes zerbarst bei diesem Angriff.
Die Kultisten-Hohepriesterin bediente sich eines Krakenmolches und einer Reihe Daemonen. Das Tentakel-Ungetuem kam allerdings nicht zum Zug. Ein kurzer Kampf endete mit einem toedlichen Pfeil Tamins. Julianus traf seinerseits die Priesterin auf dem anderen Schiff hart. Levia flog in Kaefergestalt auf das andere Schiff und es gelang ihr mit einem Eimer Lampenoel einem im Segel steckenden Brandpfeil Tamins zu lodernder Pracht zu verhelfen. Mehrere Udapoth-Tintenfischdaemonen folgten, wurden aber von der Gruppe besiegt.
Dozmans zwei Biremen und das Schiff des Prinzen Sakis formierten sich nach Absprache mit Borussius und gingen die Trireme der Muraenen-Kultisten von der Seite her an. Mit dem Wind im Ruecken rammten sie zu dritt die Gegner. Das mittlere Schiff warf auf Befehl von Julianus ihr Lampeoelfass auf das Deck der Kultisten. Der Ulchuchu-Algendaemon unter der Kultisten-Trireme hielt die mittlere Bireme fest und wurde von Lucian mit Feuerlanzen bekaempft. Tamin beschoss gegnerische Soldaten, die Enterhaken warfen.
Schliesslich loeste sich der Algendaemon auf und das Kultistenschiff sank brennend. Die Gruppe besprach, ob sie Cuslisum erneut anlaufen sollte, um den Kultisten zuegig den Rest zu geben, oder ob man ueber Disponia Neetha anlaufen sollte, um die Stadt zu stabilisieren und das Geld der Familie Culus einzusetzen.
« Letzte Änderung: 14.09.2021, 18:43:00 von Fil »