Autor Thema: NFL Fantasy Football  (Gelesen 2619 mal)

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #30 am: 05.01.2019, 21:13:50 »
NFC East
1. Dallas Cowboys 10-6 (Platz 4 NFC)
2. Philadelphia Eagles 9-7 (Platz 6 NFC)
3. Washington Redskins 7-9
4. New York Giants 5-11

Zu Beginn der Saison hatte niemand die Cowboys auf der Rechnung. Bis zu ihrer Bye Week am 8 Spieltag war ein Abschneiden im Mittelfeld vorprogrammiert. Wie ein Uhrenpendel wechselten sich Niederlage und Sieg ab zu einem Zwischenstand von 3-4. Dann kam die Trade Deadline, Dallas holte Amari Cooper aus Oakland und die Cowboys ritten los. Auch wenn die Mannschaft vornehmlich auf ihren RB Ezekiel Elliott setzt, ist Cooper eine gef?hrliche Waffe als WR1, gegen die man sich wappnen muss. Das er?ffnet Elliott und den anderen Passempf?ngern R?ume.
In letzter Minute haben die "Iggles" den Sprung in die Playoff-Runde geschafft, dank der Sch?tzenhilfe der Chicago Bears. F?r den amtierenden Superbowl-Sieger sah es zwischenzeitlich sehr d?ster aus. Herbe Verletzungssorgen haben das Team dezimiert, mit Safety Rodney McLeod, RB Jay Ajayi und CB Ronald Darby stehen drei Gro?verdiener auf der Injured-Reserve-Liste. Auch die Abg?nge von WR Torrey Smith, CB Patrick Robinson und TE Trey Burton konnten nur schwer kompensiert werden. Kurios: am Quarterback Carson Wentz lag es jedenfalls nicht, dass die Eagles nach Woche 14 eine Bilanz von 6-7 Siegen aufwiesen und niemand von den Playoffs sprach. Seine individuelles QB-Rating ist bei seinen 11 Saisonstarts hervorragend: im Schnitt 102 Punkte mit einem f?rchterlichen Durchh?nger in New Orleans). Und sein Ersatzmann Nick Foles hat auch keine bessere Wertung in seinen f?nf Eins?tzen (96,0), daf?r aber eine Bilanz von 4-1. Somit beschw?rt Philadelphia die Foles-Magie aufs Neue, nachdem ausgerechnet der Edelreservist die Eagles letztes Jahr zum Superbowl-Triumph getragen hat.
Die Redskins haben das Pech gepachtet. Wenn es ein NFL-Team gibt, das von Verletzungen heimgesucht wird wie Teenager an Freitag dem 13., dann sind es die Redskins (na gut, die 49ers vielleicht auch noch). Vor allem ist den 'Skins das Schlimmste passiert: Beide etatm??igen Quarterbacks landeten kurz hintereinander auf der IR-Liste. Dort steht auch der teuerste Receiver, der teuerste Tight End, glatt 4 Offensive Guards, ein Starting Cornerback und als Sahneh?ubchen auch noch der Long Snapper, d.h. der Typ, der immer nur dann aufs Feld kommt, wenn der Punter einen Ball geworfen bekommen muss. In der Summe: Spieler im Gesamtwert von 56 Mio. Dollar Jahresgehalt sind verletzt, demgegen?ber stehen aktive Vertr?ge im Gesamtwert von 103 Mio. Dollar (zum Vergleich bei den Eagles: 136 Mio. aktiv zu 19 Mio verletzt). Da muss ich auch gar nicht ?ber die Saisonleistungen sprechen. Nur so viel: Bis zu seiner Horrorverletzung hat Alex Smith hervorragende Leistungen f?r die Redskins gezeigt (Stand heute: vermutlich wird er den Saisonstart 2019 im September verpassen! Invalidit?t nicht ausgeschlossen). Und D. J. Swearinger, der leistungs- und meinungsstarke Safety wurde nach einer harten ?ffentlichen Kritik vor die T?r gesetzt, d.h. hier gab es auch interne Querelen.
Die New York Giants durchleben gerade eine Phase des "Glanzes vergangener Tage", was vor allem an der Alterung ihres Quarterbacks Eli Manning liegt, der immerhin zwei Superbowl-Ringe besitzt. Letzte Saison gab es schon einige Abges?nge auf ihn, und Beobachter waren ?berrascht, dass die Giants sich mit ihrem Nummer 2 Draft-Pick keinen Quarterback (alle au?er Baker Mayfield waren noch zu haben) geholt haben, sondern den RB Saquon Barkley. Aber genau das war eine hervorragende Idee, denn Barkley ist ein echter Schwerarbeiter. Auf Anhieb hat er sich als einer der besten Runningbacks der Liga etabliert, und das bei einer Konkurrenz von Ezekiel Elliott, Todd Gurley, Alvin Kamara, Kareem Hunt (s.o.), David Johnson und theoretisch auch LeVeon Bell. Das hat Manning einige Entlastung gebracht und er hatte mehr Zeit zum Werfen und freie Mitspieler zu suchen. Demzufolge geht seine Leistungskurve dieses Jahr wieder bergauf, aber die Giants bleiben eine gro?e Baustelle. Sie lassen zu viele Punkte zu, zu viele First Downs und zu viele dritte und vierte Versuche. Ihnen fehlt ein echter Stopper, der die Spielz?ge des Gegners beendet. Das sieht man auch in den Spielergebnissen. Zu oft konnten die Gegner noch einmal das Ruder herumrei?en und knapp gewinnen - alleine f?nf Mal wurden die Giants nur maximal um 3 Punkte (ein Field Goal) geschlagen. Das zweite Problem der Giants hei?t "dead money". Sie haben viele teure Spieler noch auf der Gehaltsliste, die l?ngst woanders spielen (z.B. Jason Pierre-Paul in Tampa Bay), weswegen sie sich Neuzug?nge nicht leisten k?nnen.

NFC North
1. Chicago Bears 12-4 (Platz 3 NFC)
2. Minnesota Vikings 8-7-1
3. Green Bay Packers 6-9-1
4. Detroit Lions 6-10

From Zero to Hero, das ist die Entwicklung der Bears zwischen 2017 und 2018. Von Platz 4 direkt und unbedr?ngt an die Spitze der Division. Diese Entwicklung hat vor allem zwei Namen: 1. Matt Nagy. Der neue Head Coach bracht viel frischen Wind in das Spiel der Bears und hat den QB Mitchell Trubisky nach einer durchwachsenen Rookie-Saison m?chtig voran gebracht. Trubisky ist zwar immer noch ein Wackelkandidat (merkw?rdige Entscheidungen und Interceptions), aber er spielt sehr dynamisch und nimmt auch selbst die Beine in die Hand. Nagy hat das Team, dem in der Offensive echte Stars fehlen, sehr gut eingestellt, sodass es auch mit einer mittelm??igen Offensivleistung ganz vorne mitspielt. Und das ist der zweite Name: Khalil Mack, Neuverpflichtung von den Oakland Raiders. Die Bears hatten mit Hicks, Amukamara, Trevathan und Fuller sowieso schon eine Reihe starker Defensivspieler, mit Khalil Mack allerdingt haben sie sich das fehlende Puzzleteil geholt. Mack ist eine Einmannarmee als Passrusher, den man nicht geb?ndigt bekommt. Mit Hicks auf der anderen Seite wird es f?r eine Offensive Line unglaublich schwer. Trevathan stopft viele L?cher und Amukamara und vor allem Fuller haben sich als Ballj?ger bet?tigt und P?sse abgefangen.
Die Vikings, die letztes Jahr noch im NFC-Finale standen, haben einen herben R?ckschlag erlitten. Im R?ckblick sieht Head Coach Mike Zimmer den Hauptgrund daf?r im pl?tzlichen Herztod des Assistant Coaches Tony Sparano wenige Tage vor Start der Saisonvorbereitung. Das ist durchaus denkbar, wenn man betrachtet, dass die Defensive, das Prunkst?ck der letzten Saison, auch diesmal nicht entt?uschte. Aber die Mannschaft erlaubte im Schnitt 6 Punkte mehr pro Spiel, das ist dann schon signifikant, und das ohne gr??ere Wechsel im Defensivbereich. Die offensive Leistung blieb auch konstant, trotz des Wechsels von Aushilfs-QB Case Keenum zu Gro?verdiener Kirk Cousins. Gr?nde sind schwer zu finden, vielleicht war es in der Tat die ge?nderte Teamchemie und der Tod Sparanos, die dazu gef?hrt haben?
Die Green Bay Packers verpassen zum zweiten Mal in Folge die Playoffs, das bedeutete das Ende f?r Head Coach Mike McCarthy schon w?hrend der Saison. Packers-Spiele zu sehen war sehr schmerzhaft, meine Frau kann das best?tigen. F?r den absoluten Superstar Aaron Rodgers muss doch mehr drin sein, so ist die allgemeine Meinung von Packers-Fans. Aber leider verkennt diese Sicht, dass die Gesch?ftsf?hrung Fehler bei der Teamzusammenstellung begangen hat. Der Abgang von Jordi Nelson (nach Oakland) wurde nicht kompensiert. Randall Cobb kam nicht auf einen gr?nen Zweig, sodass mehr oder weniger Davante Adams alles alleine machen musste. Ein Running Back von Kaliber fehlt. Aaron Jones hatte sich zwischenzeitlich angeboten, aber verletzte sich. Auch die Verpflichtung von Tight End Jimmy Graham brachte nicht den Erfolg, denn Graham ist leider auch nicht j?nger geworden. Dazu kommt: Die O-Line der Packers ist l?chrig wie ein K?se und die Defensive ist in die Jahre gekommen und verletzungsanf?llig. Hier ist ein Umbruch angesagt, und zwar m?glichst schnell, solange Aaron Rodgers noch als bester Quarterback der NFL gilt (auch dieser Ruf hat diese Saison gelitten).
In dieser Division, in der gerade die Machtverh?ltnis auf den Kopf gestellt wurden, hat sich vielleicht auch Detroit ein bisschen was ausgerechnet. Mit dem neuen Head Coach Matt Patricia (ex-Patriots Def Coordinator, der Vollbart mit Bleistift hinter dem Ohr) sollte ein Neustart erfolgen. Aber die Lions blieben zu wechselhaft in ihren Leistungen. Defensiv stehen sie solide da, aber offensiv war nicht viel zu holen. Da passt es gut, dass Detroit einen Umbruch eingel?utet hat. Rookie Kerryon Johnson und Kenny Golladay, der sein zweites Jahr in der NFL spielt, sollen ihn anf?hren. Alternde Receiver wie Golden Tate und Diven wie Ameer Abdullah wurden fortgeschickt. Matt Patricia hat die Erwartungen zwar nicht erf?llt, aber bekommt eine weitere Saison, um die Lions auf den Weg zu bringen.

NFC South
1. New Orleans Saints 13-3 (Platz 1 NFC)
2. Atlanta Falcons 7-9
3. Carolina Panthers 7-9
4. Tampa Bay Buccaneers 5-11

Die Saints wollen es wissen! Nachdem die Mannschaft 2017 im Draft eine Reihe von Volltreffern gelandet hatte, fand die Teamzusammenstellung diesmal mit dem klaren Ziel ?Superbowl? statt. Deswegen wurden einige Draft Picks f?r 2019 weggetauscht f?r den sofortigen Effekt, erfahrende Leistungstr?ger verpflichten zu k?nnen. Und Stand heute hat die Strategie auch Erfolg gehabt. Die Defensive wurde mit Linebacker Demario Davis (von den Jets) verst?rkt. Mit Alex Anzalone, dessen Rookie-Saison nach vier Spieltagen zu Ende war, sind die Linebacker der Saints jetzt eine der st?rksten Formationen in der Laufverteidigung. Todd Gurley kann davon ein Lied singen. Die Passverteidigung l?sst noch zu w?nschen ?brig, aber die Saints profitieren hierbei von einer exzellenten Angriffskombination. WR Michael Thomas ist quasi im 1:1 nicht zu verteidigen. Nimmt man einen zweiten Verteidiger hinzu, haben andere Spieler wie Alvin Kamara, Ted Ginn jr. Optionen. Eine hohe Anzahl von Trickspielz?gen, oft mit Allrounder Taysom Hill (der QB, TE, Kickoff Returner und Blocker in Punt Formationen spielt), sorgt f?r Unsicherheit bei der verteidigenden Mannschaft. Und nicht zuletzt hat QB Drew Brees seine Pr?zision unter Beweis gestellt. 74,4% Passquote ist ph?nomenal. Kirk Cousins liegt satte 4 Prozentpunkte darunter. Auch die 5 Interceptions in 15 Spielen sind Rekordwert. Und Brees wirft nicht nur kurze, sichere P?sse, sondern liegt mit 8,2 Yards im Schnitt auch im oberen Viertel aller QBs (mit mindestens 200 W?rfen).
Beinahe h?tte ich die Falcons vergessen in meiner Auflistung der Verletzungsmisere. Bei den Falcons waren es fast ausschlie?lich Defensivspieler, die sich verletzt gemeldet haben, sodass schon sehr fr?h in der Saison klar war, dass es nichts wird mit den Playoffs. Dennoch haben sich die Falcons unter der Regie des souver?nen QB Matt Ryan wieder auf Platz 2 der Division hochgearbeitet, was vor allem an dem dramatischen Einbruch der Panthers lag. Ryan und seine Passempf?nger (allen voran Julio Jones) sowie die Running Backs haben einige Feuerwerke abgebrannt, aber genauso oft hat die Abwehr der Falcons hilflos daneben gestanden. Es kam also oft zu regelrechten Schlagabtauschen. Zufrieden kann in Atlanta jedoch niemand sein mit dieser Saison. Es sind auch schon K?pfe von Assistenztrainern gerollt, vielleicht hilft es, um n?chstes Jahr besser abzuschneiden. Gegen das Verletzungspech hilft das jedoch auch nicht.
Tja, und jetzt die Panthers. Zur Mitte der Saison stand Carolina bei 6-2 Siegen, doch dann setzte mit der 21-52 Klatsche bei den Steelers der Abw?rtstrend ein, der erst beim Sieg gegen die Saints im Saisonfinale gestoppt wurde (f?r die Saints ging es hier aber um nichts mehr, insofern?). Aus den allgemeinen Werten ist nicht abzulesen, woran es lag, aber es war immer knapp. 1 Punkt in Detroit, 3 Punkte gegen Seattle, 6 Punkte in Cleveland, 3 gegen New Orleans, auch hier verselbstst?ndigte sich ein Trend, den wir schon bei den Giants gesehen haben. Dazu kam, dass QB Cam Newton sich wohl wochenlang mit einer Schulterverletzung herumschleppte, die dann nach einem Sack im Hinspiel gegen die Saints so schwer wurde, dass er die letzten zwei Partien nicht mehr bestritt.
Das zweifellos unterhaltsamste Team dieser Saison waren die Tampa Bay Buccaneers. Der etatm??ige QB Jameis Winston war die ersten drei Spiele gesperrt, also vertraute man seinem Ersatzmann Ryan Fitzpatrick, einem b?rtigen Wandergesellen, der in 14 NFL-Jahren schon f?r 7 Teams gespielt hat. Und was soll ich sagen: Zum Saisonauftakt legt er ein perfektes QB-Rating hin und fegt die Saints mit 48-40 aus deren eigenem Stadion. Gegen Philadelphia wiederholt er so eine sensationelle Leistung und fortan wurde nur noch von ?Fitzmagic? gesprochen. Nach dem vierten Spieltag und einer Leistung zu Abgew?hnen (10-48 in Chicago) wechselte Head Coach Dirk Koetter dann zu Jameis Winston. Der dankte es ihm mit vielen Fehlern, sodass an Spieltag 8 erneut Fitzpatrick die Chance bekam und erneut ?Fitzmagic? wirkte (trotz 34-37 Niederlage in Cincinatti). Weil die Magie schnell verpuffte, kam Jameis Winston wieder ans Ruder der Freibeuter, wo er bis zum Saisonende auch blieb. Dieses Hickhack hat die Situation nicht besser gemacht. Die Buccaneers haben sich zudem defensiv zu viele Penaltys geleistet und dadurch dem Gegner viele First Downs geschenkt. Am Ende hat es Dirk Koetter den Job gekostet, aber noch ist nicht klar, ob Jameis Winston, der vier nunmehr fast vier Jahren an Position 1 gedraftet wurde, eine weitere Chance in Tampa Bay erh?lt.

NFC West
1. Los Angeles Rams 13-3 (Platz 3 NFC)
2. Seattle Seahawks 10-6
3. San Francisco 49ers 4-12
4. Arizona Cardinals 3-13

Nicht nur die Saints setzten den Kurs auf den Super Bowl. Die Rams sogar noch viel energischer. W?hrend der Offseason erhielt nicht nur der Defensive Lineman Aaron Donald einen Rekordvertrag, man stellte ihm auch einen ad?quaten Partner (Ndamukong Suh von den Miami Dolphins) zur Seite. Au?erdem kamen CB Aqib Talib (Denver Broncos), CB Marcus Peters (Kansas City) und f?r die Offensive WR Brandin Cooks (New England Patriots). Das ist ein Haufen Geld, den die Rams hier investiert haben. Doch es hat sich ausgezeichnet. Das Team zeigte sich in bestehender Fr?hform und legte los wie der Donner. Dabei zeigt sich eine perfekte Synergie aus der Urgewalt eines Todd Gurley, der als ?Dual Threat? auch B?lle fangen kann, einem breit gef?cherten talentierten Receiver Korps mit Cooks, Robert Woods und Cooper Kupp und nicht zuletzt dem kreativen Playcalling von Head Coach Sean McVay. Den Rest erledigte die Defensive und vor allem Aaron Donald ganz als erster: 20,5 Quarterback Sacks gehen auf sein Konto, das ist eine Liga besser als der Rest der Top-Verteidiger aufzuweisen hat. Vor allem: Als Interior Lineman, nicht etwa von Rand der Def-Line. Er stampft quasi durch die Mitte. Aber die Rams litten ein wenig unter dem Ikarus-Effekt. Sie flogen fr?h sehr hoch, dann verletzte sich Cooper Kupp und zum Saisonende auch Todd Gurley. Hinzu kam, dass die Leistung von QB Jared Goff und seiner O-Line nachlie?, wodurch das Passspiel nicht mehr so z?ndete wie zuvor. Im Grunde haben die Rams sogar viel Gl?ck gehabt, dass zum Ende der Saison so leichte Gegner auf sie warteten (Lions, Cardinals, 49ers), denn die beiden schweren Spiele (Eagles, Bears) haben sie verhauen.
Die Seahawks haben ein bisschen Zeit gebraucht, bis sie sich in der Saison zurechtgefunden haben. Es lag aber auch am Umbruch innerhalb der Defensive. Von der ?Legion of Boom? der fr?heren Jahre ist nichts mehr ?brig. Richard Sherman spielt jetzt in San Francisco. Kam Chancellor - tja - wird vermutlich aufgrund vieler Genickverletzungen wohl keinen Football mehr spielen, und Earl Thomas, der sich in seinem letzten Vertragsjahr befindet, verletzte sich nach vier Spielen das Kreuzband. Ein Drama, betrachtet man, dass er sich gegen einen ?Sitout? des Jahres entschied, anders als LeVeon Bell, der bef?rchtete, sich im Einsatz der Steelers zu verletzen und dann keine gute Verhandlungsposition f?r einen neuen Vertrag zu haben. Genau das ist jetzt Thomas passiert. Also blieb nur noch Bobby Wagner ?brig, aber die Seahawks haben die Abwehr mit Erfolg neu formiert. Besonderes die Defensive Line ist giftig geworden und ?bt auf den gegnerischen Quarterback viel Druck aus, sodass Fehler provoziert werden. Da braucht es gar nicht mehr diese legend?re Passverteidigung. Und im Gegenzug hat der alte Fuchs Pete Carroll das Laufspiel stark etabliert, womit viele Gegner nicht klarkamen. Chris Carson hat sich ganz nach vorne in die Statistiken gelaufen, mit Mike Davis und Rashaad Penny gab es zwei weitere RBs, auf sie sich die Gegner einstellen mussten - und auf Russell Wilson, der immer noch einer gef?hrlichsten QBs ist, wenn er aus der Pocket herausl?uft.
Den ?berblick beende ich mit einem wirklich traurigen Blick auf die Niederungen der NFL. Die San Francisco 49ers wurden ebenfalls vom Verletzungspech gebeutelt. Bei ihnen war die Saison quasi vorbei, ehe sie richtig begonnen hatte. Viel hatte man sich von RB Jerick McKinnon versprochen. Aber sein Kreuzband riss kurz vor Saisonbeginn. Quarterback Jimmy Garoppolo, den sich die 49ers letzte Saison geholt haben, ereilte das gleiche Schicksal nach drei Spieltagen. Nachdem sich auch der Ersatzmann C. J. Beathard verletzt hatte, fand Head Coach Kyle Shanahan sein Gl?ck mit dem ungedrafteten Rookie Nick Mullens, dessen Deb?t f?r Furore sorgte. Danach wurde es zwar etwas stiller um ihn, aber man kann insgesamt zufrieden sein mit seiner Leistung. Aber ansonsten lief bei den 49ers nicht viel zusammen. Eine ?Turnover Ratio? (d.h. die Bilanz von Touchdowns zu Ballverlusten) von -25 ist legend?r schlecht, darunter waren zwar einerseits viele Fumbles (z.B. von Receivern oder Running Backs), aber auch alle drei eingesetzten Quarterbacks mit Interceptions. Alleine Garoppolo, der teure Star, hat in drei Spielen so viele INTs geworfen wie Drew Brees in der gesamten Saison. Aber f?r die 49ers gibt es auch Lichtblicke: Die verletzten Spieler kehren zur neuen Saison alle zur?ck und mit Matt Breida und vor allem Tight End George Kittle wurden zwei neue Leistungstr?ger gefunden.
So gl?cklich ist man bei den Arizona Cardinals nicht. Hier bleibt eigentlich nur eine positive Lehre: Mit QB Josh Rosen lag man nicht vekehrt. Zwar ist er, den man beim Draft als ?most pro-ready? bezeichnet hatte, doch nicht so abgekl?rt wie es beispielsweise ein Baker Mayfield in Cleveland unter Beweis gestellt hat, aber Rosen ist intelligent und wurde vor allem durch eine por?se O-Line und eine wirkliche Flaute auf der Receiver-Position an seinem Tun gehindert. Auch das Laufspiel ?ber David Johnson kam erst zum Ende der Saison ins Rollen, das h?tte f?r Entlastung sorgen k?nnen. Aber ja, am Ende fehlten den Cardinals einfach die Punkte. Sie erzielten mit Abstand die wenigsten Yards pro Spiel, die wenigsten Punkte pro Spiel, die zweitwenigsten First Downs pro Spiel und hatten die schlechteste 3rd Down und 4th Down Erfolgsquote. Klar, es war Josh Rosens Lehrjahr, aber auch ein Veteran wie Sam Bradford (der auch Kader steht und das erste Saisonspiel bestritt) schien offenbar keine L?sung daf?r zu sein. Es fehlte einfach an Ballf?ngern, da half auch der ewige Larry Fitzgerald nicht weiter. Ob der seinem K?rper noch ein weiteres Jahr NFL antun will, bleibt offen, da muss sich wohl das Management der Cardinals zeigen und einen vielversprechenden neuen Head Coach und vielleicht ein paar Free Agents verpflichten, damit Fitzgerald noch ein Jahr dranh?ngt.

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #31 am: 05.01.2019, 22:30:56 »
Und jetzt die Prognose der Wild Card Round:

Colts @ Texans
Die Teams haben sich schon zweimal in der Saison gemessen und beide Male war es knapp (jeweils 3 Punkte Unterschied). Heute wird es spannend sein zu sehen, ob sich die starke O-Line der Colts gegen Houstons ebenso starke Verteidigung behaupten kann. Gelingt dies, dann hat Anderes Luck genug Zeit, seine Receiver zu finden, und dann wird es teuer f?r die Texans. Auf der anderen Seite muss Deshalb Watson in seinem ersten Playoff-Spiel zeigen, dass er trotz der wenigen Anspielstationen ein Spiel durchziehen kann, das ist Houstons Schw?chen.
Prognose: 22-20 f?r die Colts

Seahawks @ Cowboys
Auch hier wird es eine spannende Defensivschlacht geben. Ezekiel Elliott gegen Seattle's Laufverteidigung unter F?hrung von Bobby Wagner, sowie Seattles starke Running Backs (v.a. Chris Carson) gegen die ?berflieger aus Dallas, v.a. den unerm?dlichen Rookie Leighton Vander Esch. Ein Fokus liegt also auf den Linebackers heute. Aber klar ist auch, dass in knappen Situationen auch die F?higkeit der Quarterbacks zu entscheidenden P?ssen z?hlt. Hier hat Russell Wilson die deutlich bessere Erfahrung.
Prognose: 24-20 f?r Seattle

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #32 am: 06.01.2019, 13:30:45 »
Chargers @ Ravens
Es ist schon bitter, dass die Chargers mit dem deutlich besseren Siegverh?ltnis ausw?rts ran m?ssen, weil die Ravens nun mal Division Sieger sind. Aber nun ja
 Das gleiche Matchup gab es vor wenigen Wochen schon, damals dominierte Baltimore mit 22-10 recht souver?n. Kann das eine Blaupause sein? Sicherlich haben sie Chargers anhand der Aufzeichnungen eine Menge einstudiert, aber ich glaube, dass das grunds?tzliche Kr?fteverh?ltnis sich nicht entscheidend ge?ndert hat. Die Ravens haben eine b?renstarke Defensive und offensiv ein Formhoch. Die Chargers hingegen hatten offensiv in den letzten Wochen Ladehemmung. Ich rechne also mit einer bissigen Ravens-Defensive, die Philip Rivers zu eiligen P?ssen zwingt und dadurch Big Play verhindert. Aber auch die Chargers werden den Ravens die Passm?glichkeiten wegnehmen, sodass mit viel Laufspiel durch Gus Edwards und Lamar Jackson zu rechnen ist. Am Ende k?nnten daher die Kicker das Spiel entscheiden.
Prognose: 15:13 f?r die Ravens

Eagles @ Bears
Die Bears besitzen eine m?rderische Verteidigung. Zwar hat Philadelphias QB Nick Foles bewiesen, dass er nervenstark ist und sich durch den Pass Rush nicht zu Dummheiten verleiten l?sst. Aber die Offensive der Eagles ist limitiert nach verschiedenen Ausf?llen. Vermutlich wird viel ?ber Zach Ertz laufen, um neue First Downs zu holen. Diese kurzen P?sse m?ssen die Bears unterbinden. F?r Mitchell Trubisky wird das Spiel eine Nagelprobe, denn auch die Bears haben nicht die allerbesten Offensivwaffen am Start und die Abwehr der Eagles hat zu alter Form zur?ck gefunden. Ich denke, hier werden die Turnovers das Spiel entscheiden. Welcher Quarterback wird zu mehr Fehlern verleitet bzw. wie aufmerksam sind die Defensive Backs. Die Statistik weist auf die Bears, die letztj?hrige Erfahrung auf die Eagles.
Prognose: 17:13 f?r die Eagles

Dajin

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« Antwort #33 am: 07.01.2019, 08:40:06 »
Und hier die Ergebnisse

Die Colts schlagen die Texans mit 21:7. Nein, spannend war das nicht. Das war viel mehr die Andrew Luck-Show. Der Typ hat p?sse an den Mann gebracht, die schlicht von einem anderen Stern waren. Und Watson hatte im Gegenzug ?berhaupt keine Waffen, bis weit ins vierte Viertel stand es noch 21:0, das Laufspiel fiel komplett der Colts-Abwehr zum Opfer, abgesehen von Watsons 78 Rushing-Yards kam der Running Back gerade mal auf 18 Yards. Hopkins war mit seinen 37 Yards auch ?berhaupt kein Faktor. Im Gegenzug ist Marlon Mack der erste Running Back, der in dieser Saison gegen Houstons Top Laufverteidigungen mehr als als 100 Yards erl?uft. Gutes Timing und vermutlich auch gutes Coaching. f?r die Texans lief wirklich nichts zusammen. Daf?r spricht die 3rd-down-completion von nur 23 % oder auch dass man nur dreimal ?berhaupt die Red Zone erreichte. Und zweimal nicht mal Punkte von dort raus holte. Vielleicht h?tten sie mehr laufen sollen, denn geht man von den Yards per Carry aus, hatten die Texans dort sogar mehr Erfolg als ihr Gegner, was auf den ersten Blick ?berraschend klingt, wenn man bedenkt, dass Marlon Mack die 100er Marke knackte und Lamar Miller eher ein schlechter Witz war auf dem Platz. Aber wo Watson mit dem Wurf 4,7 Yards im Schnitt machte, machte Luck eben 6,6 Yards. Und wo die Colts 35 mal den Ball liefen, lief Texas den Ball nur 16 mal. So bleibt nur der Eindruck, dass die Colts auf dem Weg zum Superbowl wirklich ernst zu nehmen ist. Und Kansas ist ja bekannt daf?r, dass sie in den Playoffs gerne urpl?tzlich komplett versagen. Diese Messe ist nicht gelesen.

Geht es nach den Eindr?cken des zweiten Wildcard Games der AFC, dann sind die gewinner dieser Runde die New England Patriots. Denn diese m?ssen nun gegen die Chargers ran und vergleicht man deren Leistung mit denen der Colts, dann d?rfte das f?r Brady und Co der angenehmere Gegner sein. das Spiel gegen dei Ravens war eine f?rchterlich anzusehende Nummer und dass die Saison f?r die wadenbei?ende Defence aus Maryland schon vorbei ist, d?rfte am Choke ihres Quarterbacks Lamar Jackson liegen. Bis weit ins vierte Quarter dauerte es, bis im Spiel ?berhaupt ein Touchdown zu bejubeln war, sonst gab es nur Fieldgoals und das in der Regel f?r die Chargers. Die haben sich perfekt auf ihren Gegner vorbereitet, denn sie schienen schon geahnt zu haben, dass die Ravens den Ball vor allem ?ber QB Jackson laufen wollen. Deswegen haben Sie auf ihre Linebacker verzichtet und diese durch kurz stehende Safetys ersetzt. Und das ging voll auf. Bis 9 Minuten vor dem Ende hatte Baltimore sage und schreibe nur 6 First Downs, h?tten die Chargers nicht einen Ball gefumbelt, h?tte es ebenfalls bis ins vierte Quarter gedauert, bis sie n?her als 40 Yards zur Chargers Endzone gekommen w?ren. In den ersten 8 Spielz?gen fumbelte Baltimore dreimal. Erst als Jackson aufh?rte, B?lle lieber selbst zu laufen und stattdessen passte, kamen sie noch einmal ran. Bis dahin hatten sie zur Halbzeit gerade mal 69 Yards zusammen gespielt, die wenigsten in der Geschichte des Franchises. Der l?ngste Spielzug der ersten drei Quarters ging ?ber 17 Yards. Und weil Football eben so ein geiles Spiel ist, wurde es tats?chlich im vierten Quarter fast doch noch einmal spannend. Denn nur weil die Ravens so schlecht waren, hei?t das nicht, dass die Chargers sonderlich viel besser gewesen w?re. Philipp Rivers erzielte im ganzen Spiel nur 160 Yards, auch das Laufspiel war mit 89 Yards "?berschaubar", bedenkt man, welchen Killer sie mit Melwin Gordon III vorne drin haben. Aber auch er machte nur 2,4 Yards per carry, was zeigt, wie sehr die Ravens s?mtliche Offensivbem?hungen einstellten. Aber irgendwann kommt man eben doch wenigstens in Field Goal range. Und so stand es am Ende eben 23:17 f?r die Ausw?rtsk?nige (8 Siege in der Ferne, bei einer Niederlage). Irgendwie bezeichnend war, dass der letzte Drive von Jackson in einem Fumble endete, den die Chargers recoverten. doch hier gewann klar derjenige, der weniger Fehler machte. Das waren die Chargers, aber gegen New England, die zugegeben nicht eine solch furchterregende Abwehr haben, aber daf?r andere Waffen, muss sich Coach Lynn wirklich was einfallen lassen. Der Clou mit den Safeties statt Linebackern war gro?es Tennis. Aber vorne wirds so nicht gehen.

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Dajin

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« Antwort #34 am: 07.01.2019, 09:06:00 »
R?ber in die NFC

Hier schlug sich Seattle selbst in einem Spiel, dass mit 24:22 knapp klingt, aber letztendlich doch ne sichere Sache f?r die Cowbowys war. Halt schon doof, wenn der Kicker Janikowski der Meinung ist, dass man sich als Kicker mit 40 Jahren nicht mehr warm machen muss. Einmal gekickt, verfehlt, Zerrung, aus... und prompt f?llt die Option auf Fieldgoals aus. Danach hie? es zweimal Touchdown, aber meistens eben eher "Punt", wobei man sagen muss, dass die Seahawks auch nicht mehr wirklich in die N?he der Endzone kamen um in Versuchung eines Field Goals zu kommen. Dallas hat ein extrem gutes Clock Management und auch in diesem Spiel hatten sie den Ball 33 Minuten. Und sie haben Ekeziel Elliot, der mit 137 Yards ein echtes Ausrufezeichen setzt. Im Gegenzug gelang es der Dallas Defense um Rookie Leighton Van der Esch, die beste Run-Offense der Liga auf 73 Yards zu halten, Chris Penny brachte es bei 13 Snaps auf gerade mal 20 Yards. 1,5 Yards per Carry. Und auch die thrird-down-conversion von gerade mal 15 % spricht eine klare Sprache gegen Seattle und f?r die Abwehr von Americas Team. Zumal diese auch allein ?ber Amari Cooper weitere 106 Yards ihrer Agenda hinzu f?gten. Letztendlich wird aber doch der Kicker die Geschichte des Spiels bleiben. Denn statt Janikowski musste der Punter den letzten Onside Kick machen. Ein Punter, der aus dem Australian Football kommt und sowas via Dropkick macht, der noch nie einen Onside Kick getreten hat und nun in die Legendenb?cher eingetragen wird f?r den schlechtesten Onside Kick aller Zeiten. Zum Gl?ck wickelt man in die Nachrichten von heute den Fisch von Morgen ein. und bei der Erwartung des Spiels Cowboys vs. Rams, bzw. dem Duell Todd Gurley vs. Ekeziel Elliot wird es schon sehr bald ganz andere Schlagzeilen geben.


Doch zum Gl?ck f?r Janikowski gibt es ja noch Cody Parkey, Chigagos Kicker, den man offiziell Vollpfosten nenne darf. Zum sechsten mal setzte er einen Kick in dieser Saison ans Gest?nge. Den zu treffen ist fast schwerer als zwischen die Stangen. Nur doof, wenn man es 10 Sekunden vor Schluss beim Stand von 16:15 f?r die Philadelphia Eagles macht und beim Heimteam, den Chicago Bears spielt. Bis dahin sah man eine spannende, defensiv gepr?gte Partie, bei der man gar nicht wusste, welche der beiden Abwehren einem mehr Angst machen soll. Auch hier dauerte es bis ins dritte Quarter, bis der erste Touchdown erzielt wurde. Und man k?nnte auch nicht sagen, dass irgend eine Offensive grobe Fehler gemacht hat. Foles zeigte sich durchaus sicher und Trubisky zeigte zwar hier und da noch ein paar Rookieal?ren, machte aber auch keine gravierenden Fehler und hielt die Partie bis zum Ende spannend. 303 Total Yards sind sogar mehr als Foles. Der Unterschied ist, dass der Superbowl MVP des letzten Jahres Nerven die Drahtseile hat. Und so eine Minute vor Schluss eben diesen einen superdrive hat, den Golden Tate III dann zum Touchdown abschlie?en kann. Den hatte danach zwar auch Trubisky nochmal, bzw. deren Special Team... aber ja... dann kam eben Parkey. Zu seiner Verteidigung, bei diesem alles entscheidenden Pfostenschuss war ein Eagle-Abwehrspieler noch dran. Er kann nicht mal gro? was daf?r. Aber dar?ber redet nun keiner mehr. Auch nicht, dass hier zwei gleich gute Teams aufeinander trafen und mit dem Titelverteidiger heute eindeutig die gl?cklichere Mannschaft gewonnen hat. Aber eine, die gegen die Saints dennoch eine spannende Partie haben wird. Drew Brees ist eben nochmal eine andere Nummer als Trubisky und das Duo Ingram/Kamara ein anderes als die 35 Laufyards von Howard, bzw. die 65 Total Yards der ganzen Bears-Laufabteilung. (Was immernoch mehr sind als die 42 der Eagles. Wie gesagt, die Abwehrreihen waren beide dominant). Auf der anderen Seite hat St. Foles einen besonderen Draht nach oben. Es d?rfte also auch hier spannend werden.
 
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« Antwort #35 am: 09.01.2019, 07:51:17 »
Ich bin mit der Prognose zufrieden.

Im ersten Spiel hat die O-Line der Colts tats?chlich die Defensive der Texans in Schach gehalten, besonders Clowney wurde weitgehend neutralisiert, aber auch Watt kam nicht so schnell durch zum Quarterback wie ?blich. Dass dann bei Houston offensiv gar nichts ging, h?tte ich dann doch nicht erwartet. Aber meinen Respekt an Frank Reich und seinen Match Plan.

Im zweiten Spiel hatte ich die Waage zugunsten der Seahawks ausschlagen sehen, aber wenn es statt 24:20 nun mal 22:24 ausgeht, habe ich zumindest die Dimension ziemlich gut getippt. Dass sich Janikowski verletzt und Seattle ohne Kicker-M?glichkeit dasteht, kann man einfach nicht einkalkulieren.

Die Chargers haben mich ?berrascht, das war sehr gro?es Football. Ein bisschen tat es mir f?r Baltimores QB Lamar Jackson leid, der an diesem Abend v?llig wie ein Schuljunge aussah, aber das sind die Dinge, die man als Profi-Footballer absch?tteln muss. Das wird jetzt eine Nervensache. Aber was habe ich geschrieben: Am Ende k?nnten die Kicker das Spiel entscheiden. Nun ja, Michael Badgley hat f?nf Field Goals versenkt (und eins verballert), er hat somit durchaus seinen Kollegen die Playoffs gerettet. Justin Tucker auf der anderen Seite bekam diese M?glichkeit nicht, weil die Ravens fast nie weit genug kamen, dass er es mal versuchen konnte (er hat eine Bilanz 1 von 2).

Die letzte Partie war knapp wie erwartet, aber es haben nicht die Turnovers das Spiel entschieden, sondern tats?chlich die Fingerspitze von Philadelphias Hester. Cody Parkey, der Kicker der Bears, hat tats?chlich ein Talent daf?r, den Ball ans Gest?nge zu schie?en. Andererseits hat er drei FGs verwandelt und ist f?r 9 der 15 Punkte verantwortlich. Daf?r aber lief erwartungsgem?? viel ?ber Ertz, auch wenn der erste Touchdown von Phillies zweitem Tight End Dallas Goedert gefangen wurde.

Jetzt geht es in die Divisions-Runde.

Colts @ Chiefs
Wie stoppt man die hei?este Offensive der Liga? Diese Frage haben sich die Colts mit Sicherheit schon gestellt, denn f?r das an Nummer 6 gesetzte Team war ein Matchup mit den Chiefs unausweichlich. Und die Chiefs haben ein Problem: Das Laufspiel ist nicht mehr dasselbe, seitdem man Kareem Hunt entlassen hat. Klar, dass Patrick Mahomes wieder B?lle durch die Gegend wirft, als hinge sein Leben davon ab, aber ich rechne damit, dass die Colts die Chiefs sehr gut "stopfen" werden und somit einen Vorteil in der Verteidigung der langen B?lle bekommen. Und im Gegenzug sehe ich das Duell zwischen Andrew Luck und den Defensive Backs der Chiefs als ausgeglichen.
Prognose: 17-12 f?r die Colts

Cowboys @ Rams
Das wird ein sehr spannendes Spiel, auf so vielen Ebenen. Elliott gegen Gurley, Goff, der Pocket Passer, gegen den beweglichen Prescott, Aaron Donald gegen die hochgelobte O-Line der Cowboys. Am Ende wird es vermutlich nicht so viele Punkte geben, weil beide Teams ihre Schw?chen haben, die der Gegner ausnutzen wird (bei den Rams ger?t Jared Goff unter Druck gerne in Panik und wirft schlecht, den Cowboys fehlt die Varianz im Passspiel und Kicker Brett Maher zeigt Schw?chen). Und beide Teams werden versuchen, die starken Running Backs des Gegners unter Kontrolle zu halten. Daher tippe ich nicht auf ein Spektakel, sondern eher Feinkost f?r Defensivliebhaber.
Prognose: 13-9 f?r die Rams

Chargers @ Patriots
Nein, man darf die Patriots nicht abschreiben. Andererseits sind die Pats auch nicht das gleiche Team wie vor einem Jahr. Ihre Achillesferse ist der Mangel an starken Receivern. Hier steht eigentlich nur noch Julian Edelman f?r die fr?here Qualit?t. Cooks und Amendola sind fort, auch ein Josh Gordon. Chris Hogan und Rob Gronkowski haben beide eine schlechte Saison, daher haben die Patriots vor allem den RB James White auch f?r das Passspiel eingesetzt. Ein cleverer Schachzug, aber in der Liga inzwischen bekannt. Die Chargers indes haben auch gerade etwas Ladehemmung. Keenan Allen, Melvin Gordon und Austin Ekeler sind erst von Verletzungen zur?ck und haben in der letzten Runde noch nicht ihre alte Form nachweisen k?nnen. Von der Saisonbilanz her treffen hier schon zwei Schwergewichte aufeinander, aber defensiv sehe ich die Passrush-Qualit?ten der Chargers st?rker, sodass Tom Brady mehr zu Improvisation gezwungen sein wird als sein Gegen?ber Philip Rivers. Auch hier wird es eine eher schmale Score.
Prognose: 14-13 f?r die Chargers.

Eagles @ Saints
Das Spiel in der Regular Season war ein ungleiches Duell. Aber die Eagles haben seitdem eine Siegesserie fabriziert und kommen mit breiter Brust nach New Orleans. Dennoch wird diese Partie meiner Meinung nach die deutlichste der gesamten Runde, und das aus mehreren Gr?nden: die Saints besitzen ein deutlich st?rkeres Backfield als die Bears. Kamara und Ingram zu stoppen, ist eine andere Nummer als Cohen und den schon die ganze Saison nach seiner Form suchenden Howard. Die Front Seven der Eagles ist stark, aber die O-Line der Saints gilt auch als eine der besten der Liga UND hatte jetzt eine Woche Zeit, die Blessuren auszuheilen, die sich im Laufe der Regular Season angesammelt hatten (das war in den letzten 3 Wochen ein signifikantes Problem: kaum ein Spieler der O-Line hat voll trainieren k?nnen). Und die Defensive Backs der Eagles sind aktuell leider nicht so belastbar, hier haben Verletzungen ihren Tribut gefordert. Und auch dagegen k?nnen die Saints mit Thomas, dem wieder genesenen Ted Ginn und endlich auch Tre'Quan Smith insgesamt mehr Qualit?t aufbringen als die Bears mit Robinson oder Miller hatten (Trey Burton war ja ausgefallen). Ich denke, die Eagles werden offensiv deutlich besser sein als vor einigen Wochen noch, aber defensiv die Saints nicht entscheidend aufhalten k?nnen, wie es mit den Bears der Fall war.
Prognose: 31-17 f?r die Saints.

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #36 am: 16.01.2019, 07:07:52 »
Ich hab mal so derbe daneben gelegen. Diese Woche Pause hat den Top-gesetzten Teams echt gut getan, sodass meine vermuteten Schw?chen nicht zum Tragen kamen. Es war ja dreimal ziemlich deutlich - und selbst die Saints brauchten nur etwas Eingew?hnungszeit. Drei Viertel lang haben sie dann den Eagles keine Chance mehr gelassen.

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #37 am: 20.01.2019, 10:40:20 »
Ich versuche es noch einmal mit einer Prognose.

Rams @ Saints
Auch wenn ich den Saints die Daumen dr?cke, komme ich bei jeder Rechnung unter dem Strich bei einem Sieg der Rams hinaus. Warum das?

Vorbemerkung: Vielen Dank an Tom Pelissero von NFL.com f?r diesen interessanten Artikel zu den unterschiedlichen Offensivaufstellungen der Rams und Saints. Zusammenfassung: Die Rams spielen fast immer eine 11-Aufstellung (d.h. 1 Running Back, 1 Tight End, 3 Receiver) und weisen diesen Spielern dann die tats?chlichen Aufgaben zu (d.h. Receiver ?bernehmen ad hoc dann Aufgaben eines Running Backs oder Tight Ends). Die Saints hingegen haben im Laufe der Saison mehr als 28 verschiedene Formationen gezeigt und stehen nur zu 45% in der klassischen 11-Aufstellung.

1. Vergleichen wir die Formkurven. Die Rams-Maschine rollte ?ber die Gegner hinweg bis zur Pausenwoche an Spieltag 12. Hier verloren sie nur gegen die Saints, weil diese als erstes Team der Saison mehr als 31 Punkte gegen die Rams erzielen konnten (n?mlich 45). Gegen ein offensiv schw?cheres Team h?tten die Rams mit 35 Punkten auch hier wieder gewonnen. Nach der Pausenwoche waren die Rams etwas von der Spur. Das Fehlen des verletzten Cooler Kupp machte sich mittelfristig bemerkbar, au?erdem qu?lte sich Superstar Todd Gurley mit einer Verletzung herum. Prompt erzielten sie gegen die Bears und Eagles jeweils so wenig Punkte, dass beide Spiele in der "Punkte-Sortierung" aller 16 Spiele die letzten beiden Pl?tze einnehmen (der vorletzte Platz wird mit dem Bronco-Spiel geteilt). Seit der Addition von C. J. Anderson als RB l?uft es aber wieder, sodass das Spiel gegen die Cowboys nie in Gefahr war.
Die Saints starteten mit einem Eigentor gegen die Buccaneers, aber begannen sich dann langsam in die Saison zu k?mpfen. Die ersten Siege waren knapp, doch dann wurde es immer souver?ner bis es zum Duell gegen die Cowboys kam. Seit diesem Spiel rollten die Saints mit weniger Druck Richtung Playoffs, insbesondere auch, weil Drew Brees an Form einb??te und die Receiver-Position aufgrund von Verletzungen ausged?nnt war. Die letzte Party gegen die Panthers will ich nicht einrechnen, die wurde abgeschenkt, aber gegen die Eagles war zu sehen, dass die Saints deutlich abgenutzt sind von der Saison und der fr?hen Pausenwoche (Spieltag 5), w?hrend die Rams ihre Pausen an Spieltag 12 und jetzt in der Wild Card Runde hatten.
Formkurve: Pro Rams

2. Passspiel Rams gegen Passverteidigung Saints: Das Passspiel der Rams lebt von der Vielseitigkeit. Jared Goff verteilt die B?lle zu Robert Woods oder Brandin Cooks. Auch Todd Gurley kann nach au?en ausweichen und einen Screen Pass bekommen. Allerdings fehlt der vielseitige Slot Receiver Cooper Kupp deutlich. Josh Reynolds, der die L?cke f?llt, ist eher f?r kurze Spielz?ge geeignet. Man kann beide gut vergleichen, denn beide starteten in acht Spielen der regular Season, wurden gleich oft angeworfen (55 zu 53 Targets), erzielten gleich viele First Downs (25 zu 23) und auch bei den Touchdowns sind sie fast gleichauf (5 zu 6). Aber: Kupp hat 566 Yards gemacht, Reynolds nur 402. Kupp hat 40 seiner 55 P?sse gefangen (73%), Reynolds nur 55%. Zur Unterst?tzung Reynolds hat Coach Sean McVay dann auch die Tight Ends eingebunden. Sowohl Starting Tight End Tyler Higbee als auch der zweite Mann Gerald Everett waren bis dahin zumeist nur als extra Blocker unterwegs und fingen im Schnitt je 1-2 P?sse pro Spiel f?r niemals mehr als 50 Yards kombiniert (einsame Spitze in Woche 5 gegen die Seahawks). Seit Kupps Verletzung erh?hen sich diese Werte auf bis zu 9 Anspiele pro Spiel kombiniert und sogar ?ber 100 Yards (Woche 11 gegen die Chiefs). Aber die ganz oben angesprochene spontane Flexibilit?t in der Aufstellung hat gelitten, weil gerade Kupp oft die RB-Routen gelaufen ist oder als weiterer Blocker fungierte. Spannende Statistik: Die Offensive Line der Rams erlaubte in der Regular Season 73 QB Hits und 33 Sacks. Das sind jeweils mittelm??ige Werte - nicht besonders gut und nicht besonders schlecht.
Die Passverteidigung der Saints liegt weit hinten in der NFL-Statistik, aber weil in den globalen Kategorien (zugelassene Yards, zugelassene Touchdowns) auch die Rams, Chiefs, Texans, Eagles und Patriots weit hinten stehen und dementsprechend nicht als Kriterium f?r die Beurteilung von Playoff-Teams taugen, bediene ich mich eher der Kennzahlen f?r die Defensive Backs, die da lauten: Plays Defended (also Zuspiele verhindert) und Interceptions (P?sse abgefangen). Das sind n?mlich eher die Leistungsdaten, die man anlegen muss, um sie gegen die Receiver zu setzen. Die Saints sind bei den verteidigten Zuspielen mit 79 im Mittelfeld der NFL zu finden, ebenso bei den Interceptions. Wo die Saints tats?chlich gut sind, das ist die Kategorie "Forced Fumbles" und "Recoveries", d.h. die Defensive Backs schlagen den Receivern ?berdurchschnittlich h?ufig den Ball aus den H?nden und holen sich den dann selbst zur?ck. Das ist besonders eine Spezialit?t von Marshon Lattimore, dem letztj?hrigen Defensive Rookie of the Year. Aber ansonsten zeigen die Daten durchaus, dass die Saints insgesamt eher weit von ihren Gegnern entfernt stehen und viele Yards zulassen. Das ist gegen die Rams mit dem schnellen Cooks sehr gef?hrlich.
Vorteil: Rams.

3. Passspiel Saints gegen Passverteidigung Rams. Drew Brees hat hier nicht die breite Auswahl an Top-Receivern wie sein Gegner Jared Goff. Aber nachdem Ted Ginn endlich zur?ck ist von seiner Verletzung, gibt es wenigstens auch wieder einen "Vertical Threat" im Team. Leider hat sich jetzt Rookie Keith Kirkwood verletzt, der gerade in den letzten Spielen einige P?sse ins Ziel gebracht hat. Also d?nnt sich das Personal weiter aus: Michael Thomas, Ted Ginn, Rookie Tre'Quan Smith, Tommylee Lewis und Austin Carr. Thomas ist definitiv die gr??te Gefahr f?r die Rams, denn er ist einer der Top-Receiver der NFL und f?hrt die Liste der erzielten Yards an. Das klassische Arbeitstier. Die Rams werden sich sicherlich etwas f?r Thomas ausgedacht haben, nachdem er in der Regular Season den Rams-Verteidiger Marcus Peters hat wie einen Schuljungen aussehen lassen. Da passt es super, dass Ted Ginn wieder dabei ist, denn der fehlte beim letzten Duell. Aber auch sonst ist die Saints-Offensive schwer auszurechnen (siehe oben), z.B. wird auch ein Alvin Kamara als ein legitimer Receiver gelistet in den Statistiken der NFL. Er hat ?ber die Saison verteilt genauso viele P?sse erhalten wie Rams-Receiver Brandin Cooks (18) und mehr als beispielsweise Odell Beckham oder T. Y. Hilton. Er steht damit auf Platz 19 NFL-weit - als etatm??iger Running Back. Das passt zur Statistik, dass die Saints zwar NFL-Spitzengruppe sind in Plays von 20-39 Yards, aber graues Mittelfeld bei 40+ Yards (Kamara l?uft eher k?rzere Routen, Ginn fehlte fast komplett). Und wo die Saints definitiv Spitze sind: Passerfolgsquote. 73,4% ist ph?nomenal gut und kombiniert mit den kurzen+mittleren Spielz?gen ein gutes Mittel, um der Rams-Abwehr den Zahn zu ziehen. Das liegt auch an der O-Line, die nur 52 QB Hits zulie? und 20 Sacks (zum Ende hin, als die O-Liner alle Blessuren hatten, wurde es mehr).
Die Passabwehr der Rams ist n?mlich auch nicht so spitze. Sie geh?ren zwar zur Spitzengruppe bei Interceptions (18 St?ck: 4x Strong Safety Johnson, 3x Cornerback Marcus Peters), aber bei den verteidigten P?ssen (83) und den erzwungenen Fumbles (13) liegen sie eher im Mittelfeld. Die defensive St?rke der Rams ist n?mlich der Pass Rush. Aaron Donald, der Interior Lineman liegt bei sensationellen 20,5 Sacks in der Saison, und das von innen. Allerdings ist er damit wirklich einsame Spitze, denn der n?chste Spieler ist Ndamukong Suh mit 4,5 und Linebacker Cory Littleton mit 4 Sacks. In der Summe kommen die Rams auf 41 Sacks gesamt, d.h. Donald hat 50% davon zu verantworten. Wenn er eingeschr?nkt wird, dann f?llt eine wichtige St?tze der Rams weg. Leider hat sich der Left Guard der Saint Andrus Peat an der Hand verletzt und k?nnte eine Schwachstelle sein. Er wird spielen, aber vermutlich wird ein gr??erer Happen f?r Ersatzman Cameron Tom ?brig bleiben. Das werden die Rams ausnutzen.
Vorteil: keiner

4. Laufspiel Rams gegen Laufverteidigung Saints: Ich muss k?rzer treten, sonst wird der Kickoff angepfiffen, bevor ich durch bin. Das Laufspiel der Rams geh?rt zu den st?rksten der Liga und das liegt an Todd Gurley. Sorry, C. J. Anderson, aber auch wenn Du jetzt drei gro?artige Spiele abgeliefert hast, zwei davon waren gegen die absoluten Kellerkinder der Liga (49ers und Cardinals) und gegen Dallas war Gurley wieder mit dabei und die Cowboys konnten keine zwei Running Backs handeln. Ich bleibe dabei, es steht und f?llt mit Todd Gurley, der mit 18 Touchdowns in 15 Spielen einsame Spitze ist. Fun Fact: die Rams Offensive Line ist sehr gut darin, sowohl auf der linken als auch der rechten Seite beim Rushing 10 Yards oder mehr zu erm?glichen. Die Zahl wird vielleicht zwar aufgrund der individuellen Klasse Gurleys etwas besch?nigt, aber zeigt etwas ?ber die Strategie der O-Line. ?ber die Mitte geht kaum etwas, vielleicht etwas mehr dank Anderson, der gegen die Cowboys zwei, drei Mal richtig gro?e L?cken fand, aber Gurley geht nur selten ?ber die Mitte.
Die Laufverteidigung der Saints ist aber auch Spitze. Nur die Bears haben sie in der Regular Season noch knapp ?berholt in der Statistik. Mit 80 Yards/Spiel ist das eine heftige Ansage, gerade auch an Todd Gurley und C. J. Anderson. Wenn Gurley noch nicht wieder 100% fit ist, gibt es sogar eine gute Chance, dass die Rams zusammenklappen, aber es bleibt eine gef?hrliche Statistik. Denn es muss nur ein, zweimal der Running Back durchkommen und 25-30 Yards machen und alle Zahlen sind dahin. Das Potenzial haben die Rams und dagegen m?ssen sich die Saints aufstellen. Hier ist sogar der Ausfall von TD Sheldon Rankins nicht von Nachteil, denn sein designierter Ersatzmann David Onyemata ist st?rker darin, die L?cken zuzumachen (soweit ich wei?, hat Pro Football Focus hier dazu die passende Statistik). Dennoch m?ssen die Saints vor allem den Outside Run (Gurley) und kurze Screens und Shovel Passes (wieder Gurley) absichern. Hier kommen dann die Linebacker ins Spiel, und da haben die Saints mit Demario Davis (von den Jets gekommen) einen fantastischen Fang gemacht, au?erdem hat sich der 2017er Draft Pick Alex Anzalone (letztes Jahr nur 4 Spiele vor Verletzung) blendend entwickelt.
Vorteil: keiner

5. Laufspiel Saints gegen Laufverteidigung Rams: Die Saints sind ber?chtigt f?r ihr RB-Tandem aus Mark Ingram und Alvin Kamara. Ingram ist eher der Power Back, der die Inside Runs macht und sich durch die Mitte w?hlt. Kamara ist fantastisch darin auszuweichen und Verteidiger aussteigen zu lassen und kommt im Feld schnell auf Geschwindigkeit. Seine gef?hrlichsten Werte: 14 Rushing Touchdowns trotz deutlich weniger Yards als Gurley (14 TDs auf 883 Yards verglichen mit 17 TDs auf 1251 Yards in der Regular Season). Und eine 1st Down Quote von 29,7%. Besser ist nur Aaron Jones von den Packers sowie diverse Quarterbacks wie Lamar Jackson, Josh Allen oder Cam Newton, die sich darauf spezialisieren. Im Grunde ist Kamara ein Todd Gurley Light, nur mit weniger Arbeitsauslastung, was sich jetzt in den Playoffs als g?nstig erweisen k?nnte. Fun Fact: Die Offensive Line der Saints geh?rt zu den besten der Liga, wenn es um Rushing geht. Bei Inside Runs geht es so gut wie nie zur?ck (nur 2x in der Saison) und bei kurzen Downs (1-2 Yards) gelingt das Erzielen eines neuen First Downs zu 93%.
F?r die Rams ist die Laufverteidigung nachrangig. Sie liegen mit 122 erlaubten Yards auf Platz 23 der NFL und mit erlaubten 5,07 Yards pro Lauf sogar an allerletzter Stelle (die Saints halten gegnerische RBs auf 3,6 Yards im Schnitt, das ist Platz 2). Wie schon geschrieben, die Rams setzen viel auf den Pass Rush, sie versuchen Druck auf den QB auszu?ben, um ihn zur?ckzudr?ngen oder zu Fehlern zu zwingen. Das gibt den gegnerischen RBs die M?glichkeit, L?cken zu finden, die die vorst?rmenden Donald, Suh und Littleton aufrei?en.
Vorteil: Saints

6. Special Teams: Beide Mannschaften verf?gen ?ber starke Special Teams Units. Kickoff und Kickoff Return spielt kaum eine Rolle, aber beim Punting und Punt Returns wird es spannend. Denn beide Teams verf?gen ?ber exzellente Punter - die Rams ?ber Johnny Hekker und die Saints ?ber Thomas Morstead - und liegen in der Statistik auch quasi gleichauf im vorderen Drittel. Bemerkenswert ist vor allem, dass Hekker und Morstead auch die wenigsten durchgef?hrten Punts aller NFL-Punter vorweisen (43), was zwei Sachen bedeutet: 1.) sind ihre Teams sehr gut darin, 4th Downs zu vermeiden und/oder 2.) spielen ihre Teams 4th Downs auch sehr gerne aus. Und ja, beide Teams besitzen eine hohe 3rd Down Efficiency von ca. 45%. Der Unterschied liegt im 4th Down: Hier gelang es den Rams nur in 6 von 15 Versuchen, ein neues 1st Down (oder einen TD) zu erzielen. Bei den Saints liegt die Quote von 13 von 15 Versuchen. Das ist unter anderem auch der Tatsache geschuldet, dass die Saints mit Taysom Hill einen ph?nomenalen Spieler in ihren Reihen haben - einen Quarterback, der als Personal Protector in der Punt Formation steht (und den Punter gegen durchbrechende Verteidiger absichert), der aber nun schon mehrfach statt des Punters den Ball erhalten hat, um das fehlende Yard selbst zu laufen oder einen kurzen Pass zu werfen.
Der Punt Return ist keine St?rke der Saints. Hier geht man einen sehr konservativen Ansatz und signalisiert recht oft einen Fair Catch. Vermutlich, weil die Position des Returners nicht besonders stark besetzt ist. Dies erledigt zur Zeit Tommylee Lewis, weil Alvin Kamara geschont werden soll und Ted Ginn in der letzten Saison zu viele B?lle fallen gelassen hat. Also mehr Sicherheit seitens der Saints und dann das Selbstbewusstsein, dass die so fehlenden 5-10 Yards einfach durch eine Reihe Spielz?ge ausgeb?gelt werden. Die Rams gehen hier schon mehr Risiko, sie haben mit JoJo Natson einen Returner, der in 72% der F?lle einen Return probiert (bei den Saints liegt dieser Wert eher bei 50%) und damit auf 280 Yards kommt. Das kann sich unter Umst?nden auszahlen, wenn die Saints das Tackling vergeigen.
In Punkto Kicking gibt es wieder keine gro?en Unterschiede. Beide Kicker, Greg Zuerlein und Wil Lutz, z?hlen zu den sichersten ihrer Zunft (Lutz hat 28/30 Field Goals und 52/53 Extra Points verwandelt). Zuerleins Werte sind leicht geringer (27/31 Field Goals und 35/36 Extra Points), was an einer Verletzung in der Saison lag. F?r zwei Spiele musste Sam Ficken einspringen und verwandelte 1/3 Field Goals und 10/10 Extra Points, und in einem Spiel sogar der Punter Johnny Hekker (1/1 und 1/1). Dort hatte sich Zuerlein w?hrend des Matches verletzt.
Vorteil: keiner

Also die Waage neigt sich geringf?gig Richtung Rams, aber ich habe hier gen?gend M?glichkeiten gesehen, dass die Saints hier doch als Sieger vom Feld gehen k?nnen.
Prognose: 32-25 f?r die Rams

F?r die Patriots @ Chiefs schaffe ich vielleicht heute Abend noch was... mal gucken.

Elwin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #38 am: 21.01.2019, 00:57:00 »
Ich bin entsetzt ?ber diese Fehlentscheidung.
Ein Pass Interference Call hier h?tte ein automatisches First Down hervorgerufen, drei neue TD-Versuche und auch noch Zeit von der Uhr genommen, wenn es doch nur zu einem Field Goal gereicht h?tte. Kurzum: das w?re Matchball gewesen.

Aber so haben sich die Rams zur?ck gek?mpft, sie waren am Ende die bessere Mannschaft in den entscheidenden Momenten (Goff brachte unter Druck seinen Pass an, Brees warf die Interception), Aber das Z?nglein an der Waage waren heute Abend die Schiedsrichter, die sehr viel haben laufen lassen, was in der Summe die Rams deutlich beg?nstigte.

Tja, jetzt w?rde ich mich ?ber einen Sieg der Chiefs freuen und damit auf ein Rematch des legend?ren 54:51.
Wenn es schon keinen Super Bowl mehr f?r die Saints gibt.

Dajin

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Antw:NFL Fantasy Football
« Antwort #39 am: 21.01.2019, 08:16:57 »
Oh nein, nicht schon wieder die Patriots. Wird man die denn nie los?
Vinsalter Foren-phex