Autor Thema: Rahnayas Ansicht  (Gelesen 11132 mal)

flippah

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #45 am: 26.07.2018, 14:25:31 »
Weil zu 99,9 % seltsamerweise von mir erwartet wird meine Meinung zu wechseln. Waehrend die eigene Meinung als die unverrueckbare Wahrheit definiert wird und sei einfach weil sie die richtige,gute und menschlichste ist.

Nein, weil sie auf Fakten basiert. Im Gegensatz zu irgendwelchen Propaganal?gen, die l?ngst wiederlegt sind.

Das ist die Masche der Rechtsextremisten genauso wie der Putinisten:

Solange L?gen verbreiten, bis die Leute glauben, die Wahrheit sei in der Mitte, oder man k?nne nicht mehr sagen, was genau stimmt.

Bl?dsinn:

Wenn es nachweisbare Fakten sind, dann gibt es vielleicht unterschiedliche Ansichten ?ber deren Interpretation. Aber die Fakten sind wie sie sind.
Und es gibt bei den Interpretationen abwegige und sinnvolle.

Und wenn jemand sein Weltbild auf L?gen und abwegigen Interpretationen aufbaut, dann bekommt er eben gesagt: du irrst.

Lebe damit.

Drusus

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #46 am: 26.07.2018, 16:32:10 »
Es gibt bekannte Effekte (Sensibilisierung f?r Themen durch Medienberichte - j?ngst gerade bei Gewaltverbrechen), die den Anteil von F?llen senken, die nicht gemeldet werden - und damit die Fallzahl in der Statistik steigern, selbst wenn die Fallzahl im Feld nicht steigt.

Daf?r hat man Profis.

Und diese sagen, dass eben die Kriminalit?t der Ausl?nder (oder von Leuten, die f?r solche gehalten werden) daher statistisch h?her erscheint, weil die Wahrscheinlichkeit der Anzeigeerstattung deutlich h?her ist als bei Leuten, die nach 0815-Deutschen aussehen.
Sprich: dass das exakte Gegenteil von dem stimmt, was die AfD behauptet, n?mlich dass Straftaten von Ausl?ndern aktiv unter den Teppich gekehrt werden.

Dazu sollte man noch wissen, da? unter den Fl?chtlingen ?berproportional viele junge M?nner sind, weltweit die Gruppe mit der h?chsten Verbrechensrate ?berhaupt. Wenn also 1000 Migranten im Mittel mehr Straftaten begehen als 1000 Einheimische, dann liegt das (auch) erstmal an dieser "unnormalen" Zusammensetzung. W?ren die mit Kind, Kegel und der Oma gekommen, s?he das auch wieder anders aus.

Was nun die Sicherheitsorgane und ihre gef?hlte Wahrnehmung angeht: die m?ssen sich tagt?glich mit diesen Kandidaten rum?rgern und unser eher humanes Justizsystem, das nicht gleich alle in der Keller wegsperrt, ist vielleicht nicht immer geeignet entsprechend abschreckend zu wirken. Schon gar nicht wenn man von Polizisten h?ren mu?, da? sie bestimmte Vorf?lle erst gar nicht mehr verfolgen, da wegen ?berlastung des Systems das Verfahren eingestellt w?rde wegen zu langer Dauer. Da? die Beamten an der "Front" desillusioniert werden sollte auch nicht verwundern.

Letzten Endes wollen die meisten, die hier her kommen, ja arbeiten und nicht klauen oder dealen, ob nun asylberechtigt oder auch nicht. Aber unsere lustige Gesetzgebung erlaubt ja noch nicht mal, da? die als 1 Euro Job ihre eigene Unterkunft in Schu? halten d?rfen, bevor der Antrag nicht genehmigt ist. Viele Dinge w?ren wesentlich einfacher, wenn mal die Gesetze und Vorschriften entr?mpelt w?rden ...

Drusus

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #47 am: 26.07.2018, 16:38:09 »
Eine kurze Anmerkung vom gelernten Sozialwissenschaftler: das stimmt. Die Polizeistatistik gibt nicht 1:1 jede Missetat wieder. Sie ist in verschiedenen Teilbereichen verschieden stark zutreffend (Morde: nahe an 100 Prozent. Steuerflucht und Schwarzarbeit: die Spitze des Eisbergs.). Wenn man sich mit der Materie befasst, kann man das aber ganz gut einsch?tzen.

Meint man zu k?nnen ...

Zitat
Daf?r hat man Profis.

Also ich habe versucht Leute minimale Statistik einzubleuen ... die Zahl derer die was damit anfangen k?nnen ist verdammt d?nn. Und selbst wenn die Statistik ordentlich erhoben wurde ... interpretiert wird sie von Leuten, die haupts?chlich wiedergew?hlt werden wollen ...


Xandila

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #48 am: 26.07.2018, 18:59:06 »
Weil zu 99,9 % seltsamerweise von mir erwartet wird meine Meinung zu wechseln. Waehrend die eigene Meinung als die unverrueckbare Wahrheit definiert wird und sei einfach weil sie die richtige,gute und menschlichste ist.
Hast du gelesen, was ich geschrieben habe?
Ich erwarte nicht, da? jemand, mit dem ich diskutiere, seine Meinung ?ndert. Ich erwarte aber eine generelle Bereitschaft, anderen Argumenten zuzuh?ren und sie ggf auch anzunehmen. Also eine theoretisch m?gliche Meinungs?nderung.
Und mit derselben Einstellung gehe ich auch in eine Diskussion.
Sonst bringt das ja nichts und ist keine Diskussion sondern ein sich gegenseitig Ansichten vor den Latz knallen. Und dazu habe ich keine Lust, das bringt keinem was. Eine respektvolle Diskussion kann dagegen schon beiden Seiten was bringen, auch wenn man am Ende sich darauf einigen mag, sich in dem Punkt eben nicht zu einigen.

Bist du bereit f?r eine solche Diskussion?

Rahnaya

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #49 am: 26.07.2018, 19:07:17 »
Ich habe kein Problem mit Diskussion, macht aber auch erst ab naechster Woche Sinn wenn ich wieder in D bin.

Nazir ibn Yussuf

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #50 am: 27.07.2018, 00:10:14 »
Weil zu 99,9 % seltsamerweise von mir erwartet wird meine Meinung zu wechseln.
Belege, hier aus dem Thread?

und sei einfach weil sie die richtige,gute und menschlichste ist.
Richtig, gut und menschlich klingt nach ner guten Handlungsmaxime. Was hast du zu bieten? Bauchgef?hl, Hass, Angst?
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Was f?r mich bedeutet DSA wurde von Links-Gr?nen bunten Spinnern gekapert (...). Ich sehe das als Kampf um die Seele von DSA, die nun mal Wei?, Europ?ische Pr?gung (...) ist.

Nazir ibn Yussuf

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #51 am: 27.07.2018, 00:12:01 »
Bingo!
nach Ansicht der Linken haette ich auch am Bahnhof stehen muessen und jubeln um zu den Guten zu gehoeren.
Jetzt hab ich auch endlich

Bingo!


Ich warte seit ca. 30 Beitr?gen auf "Umvolkung", und dann kommt "Bahnhofsklatscher"! Hatte nicht mehr damit gerechnet, dass das noch jemand benutzt in 2018. Aber Bingo ist Bingo.
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Hartsteen

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #52 am: 27.07.2018, 11:53:09 »
Also ich habe versucht Leute minimale Statistik einzubleuen ... die Zahl derer die was damit anfangen k?nnen ist verdammt d?nn. Und selbst wenn die Statistik ordentlich erhoben wurde ... interpretiert wird sie von Leuten, die haupts?chlich wiedergew?hlt werden wollen ...

Erkl?r den Leuten bitte nicht, Drusus, dass ihre selbstzugeschriebenen Kompetenzen gr?sstenteils fiktiv sind. Vor allem, wenn sie ihr Selbstwertgef?hl und Berufsethos daraus ziehen. Ich erinnere mich gut daran, dass die Sozialwissenschaftler hier im Forum (also im alten Forum) sehr unwirsch darauf reagiert haben.

Mich wundert ja das grosse Vertrauen in "die Fakten", die sich nat?rlich von "der Propaganda" so glasklar unterscheiden. Ich w?rde mir auf beiden Seiten eine viel gr?ssere Skepsis gegen?ber allen Aussagen w?nschen. Das f?hrt zu so absurden Ausw?chsen, dass genau diejenigen Leute, die Boris Johnson als notorischen L?gner bezeichnen (und damit wohl nicht ganz falsch liegen), in dem Moment, wenn er ?ber die Hintergr?nde eines vermuteten Anschlags mit biologischen Kampfstoffen in Salisbury fabuliert - selbst wenn ihm sp?ter von fachlicher Seite widersprochen wird - sofort Glauben schenken. Dann passen die "Fakten" halt gut ins Weltbild, und nat?rlich ist das keine "Verschw?rungstheorie".

Es gibt einen wichtigen Aspekt aus der Weltsicht der erzkonservativen Reaktion?re (denn das sind sie ja in erster Linie: keine Nazis, keine gehirnamputierten Idioten oder "Korb der Bedauerlichen"), den ich begr?ssenswert finde. Das ist das Misstrauen gegen die Aufrichtigkeit der Verantwortlichen in der Regierung. Ich w?rde mir nur w?nschen, dass sie das gleiche Misstrauen Leuten entgegenbringen, die Hundekrawatten tragen.

Drusus

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #53 am: 27.07.2018, 13:20:49 »
Und deswegen w?re es ja grade so wichtig den Leuten, grade auch denen die sp?ter mal Entscheidungstr?ger werden (wollen), ordentliche Statistik in den Kopf zu pr?geln, bzw. die Grundlagen zu vermitteln, damit sie sp?ter kritisch hinterfragen k?nnen, was man ihnen vorlegt. Aber das ist wohl genau so hoffnungslos wie den Leuten andere MINT-Grundlagen zu vermitteln. Grade als Journalist darf man sich ja heute nicht von naturwissenschaftlichen Fakten von der ideologischen Linie ablenken lassen, sondern mu? das Hipster-Weltbild seiner Leser bedienen.  ::)

Hartsteen

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #54 am: 27.07.2018, 14:20:36 »
Ich halte generell den tats?chlichen Aussagewert von Statisken f?r ?bersch?tzt. Das ist so ein Fetisch aus dem Wissenschaftsbereich, der durch eine Zahlenangabe vorgaukelt, einen tats?chlichen Erkenntnisgewinn ?ber die Welt gewonnen zu haben. Anstatt die Leute sinnlos zu "minten", sollte man den MINTlern mal diesen dogmatischen Glauben an Statistiken austreiben. Ich habe gen?gend N- und T-Leute (und Mediziner) kennengelernt, die so richtig gar keine Ahnung davon haben, was sie eigentlich mit ihren p-Werten, ANOVAS und wie der ganze Schrott auch heissen mag eigentlich tats?chlich aussagen.

Nat?rlich hat der durchschnittliche Journalist keinen blassen Schimmer von Statistken und ist viel mehr daran interessiert, aus irgendwelchen Schrottpapern der "publish-or-perish"-Tretm?hlendenker reisserische ?berschriften zu erzeugen. Aber die Ursacher der Grundlage seiner ?berschriften sind ja das viel gr?ssere Problem.

?brigens, bevor die SoWis hier wieder Beschwerde einlegen, ich halte die ?konomen f?r ein noch viel schlimmeres ?bel. Bei Sozialwissenschaftlern werden meist nur bl?de ?berschriften ?ber Pseudo-Erkenntnissen erzeugt, die ?konomen dagegen zerst?ren ganze Volkswirtschaften.


Kuanor

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #55 am: 05.08.2018, 04:49:56 »
Mich wundert ja das grosse Vertrauen in "die Fakten", die sich nat?rlich von "der Propaganda" so glasklar unterscheiden. Ich w?rde mir auf beiden Seiten eine viel gr?ssere Skepsis gegen?ber allen Aussagen w?nschen.
Na du hast es doch gelesen:
Damit spielt man nur den Rechtextremisten und den Putinisten in die H?nde, die wollen, dass man gar nicht sagen kann, was stimmt.
Dabei kann man doch Fakten ganz einfach daran erkennen, dass sie ins eigene Weltbild passen.
Ist man etwa Putinist, wei? man genau, wie viel von der Vergiftungs-Geschichte da letztens in England zu halten.
Hat man Putinisten als Gegner ausgemacht, sogar so weit, sie in themenfremden Diskussionen wiederholt aufzuf?hren, wei? man das erst recht.

Dabei ist die Beobachtung im Kern ja richtig:
Die Vermutung, die Wahrheit l?ge in der Mitte, ist ein psychologischer Impuls, der bei einer unvollst?ndigen ?bersicht ?ber die Gesamtlage entsteht. Er wird von allen Seiten auszunutzen versucht, von kommerziellen und politischen.
Im Umkehrschluss bedeutet eine extreme Position, dass man sich eine solche ?bersicht zumindest einbildet und notwendiger Weise die Daten daf?r passend zum Weltbild legt.
Dass man, wie Rhanaya jetzt, sagt, man w?rde gar nicht mehr so richtig faktenbasiert argumentieren, weil sich eh nicht lohne, und trotzdem bei einer solchen Position bleibt, ist schon gewisserma?en eine Besonderheit. Ich bin mir z.B. sicher, so manch anderer h?tte eine Sammlung total wahrer Fakten, etwa zum oben erw?hnten Giftanschlag.
Dabei sollte man es doch w?rdigen, faktenbasiert zu argumentieren ?berhaupt zu versuchen. Aber das hat ja auch Rhanaya getan, bis der Urlaub die Priorit?ten etwas weg von der Politik verschob.

Was es mit der Diskussion hier zu tun hat:
Keine Ahnung. Aber ich hatte mir nun schon die M?he gemacht, die 4 Seiten durchzulesen, und die paar Sachen waren mir aufgefallen und lagen auf der Zunge.

Rahnaya

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #56 am: 05.08.2018, 17:40:49 »
Da bin ich wieder, nur wei? ich jetzt gar nicht mehr wo wir anfangen sollen?

Nazir ibn Yussuf

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #57 am: 06.08.2018, 00:11:08 »
Aufh?ren, wenn es am sch?nsten ist? Eigentlich gibts nichts mehr zu sagen, und du solltest dir nicht die Urlaubserholung kaputtmachen.
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Rahnaya

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #58 am: 06.08.2018, 19:52:46 »
Hmm, auch ne gute Idee.

Kuanor

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Antw:Rahnayas Ansicht
« Antwort #59 am: 06.08.2018, 20:30:16 »
Wir k?nnen alternativ auch darauf zu verzichten versuchen, eklig zueinander zu sein. :)

Wir hatten bei Tabletopwelt auch solche Ansichten, dort allerdings in mehrfacher Ausf?hrung vertreten. Das hat sich dann zu einem braunen Klumpen verkn?llt und dieser den Offtopic-Bereich verstopft, sodass sich dort ein brauner Su Stammtisch bildete.
Nachdem es ?ber Jahre sich nur festigte, wurde das O-T-Forum dort deswegen k?rzlich komplett geschlossen und archiviert, was schade ist. (Ich unterst?tze trotz allem diese Entscheidung auch nicht.)
Ich finde es insofern wichtig, sich ?ber Politik au?erhalb seiner Blase austauschen zu k?nnen, und wir sollten die Gelegenheiten sch?tzen, die wir dazu haben.