Autor Thema: Crowdfunding DSA  (Gelesen 5268 mal)

Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #90 am: 18.11.2019, 13:14:40 »
Nur die Ruhe Dajin. W?ren jetzt Wahlen h?tten wir die Gr?nen vorne, sind aber nicht also bleibt es Kristallkugel lesen.

Im Osten hatten wir aber drei Wahlen und da haben die Gr?nen schlecht abgeschnitten im Vergleich zu den Ank?ndigungen und die AfD stetzt sich bei 20 - 25% fest und dort sogar deutlich st?rker bei den J?ngeren.

Zitat
Warum ich das auff?hre? Weil der durchschnittliche Rollenspieler ein eher westdeutscher Student ist. Und damit exakt die Zielgruppe, die eine AFD niemals w?hlen w?rde. Wo kommt also dieser irre Vergleich her?

Vorsicht mit der Behauptung von niemals w?hlen, nicht jeder ist Genderstudent oder Sozialp?dagoge.
Also dann sollte Diversit?t, Feminismus und der ganze Zirkus doch gar kein Problem sein, ja sogar mit Fanfaren begr?st werden. Ist es doch gerade diese Gruppe die das am meisten bef?rwortet. Warum  gibt es dann ?berhaupt Widerstand bzw. warum wird der nicht einfach auf die Seite gefegt?

K?nnte nat?rlich dran liegen, dass inzwischen viele alte wei?e M?nner spielen, so Typen die in den 80er angefangen haben. Da kommt der Spruch von den alten wei?en M?nner die alles verhindern und ?berhaupt am Elend der Welt schuld sind, immer super gut an.

Zitat
Meinen 10-j?hrigen Neffen k?nnte ich derzeit mit keinem Rollenspiel der Welt von seiner Konsole weg locken.
Ist ein Problem aber ?berwindbar. Ich habe die Kinder mit Hero Kids und jetzt mit Legenden von Andor gek?dert. Funktioniert gut, ist nat?rlich ein Spiel mit nur wei?en Helden und wie immer an die europ?ische Vorstellung der Fantasy Welt angelehnt. Damit sind die Kleinen wohl schon die Nazis von Morgen aber was solls, besser als den ganzen Tag an der Konsole rumzuh?ngen.

Zitat
Puh, so eine Antwort auf so einen Satz zu schreiben, setzt eine Art zu denken voraus, die ich gar nicht nachvollziehen will.

Weil das jede Kritik oder abweichende Meinung per se in eine bestimmte Ecke stellt und automatisch diskreditiert. Mann kann nur zustimmen oder ist der b?se Nazi, Homophobe, lslamhasser etc., such dir was aus.

Zitat
Das wirkt auf mich reichlich paranoid, zumal du ja bis jetzt nicht in der Lage warst, uns zu erz?hlen, was du verlierst.
Warum bedarf es extra Erw?hnungen in Regelb?cher, wie einer sexuell gestrickt ist oder ne Frau ist? Das h?rt sich nach: "Ich bin eine Minderheit/Frau, sei nett zu mir, gib mir am Besten noch einen Vorteil den du nicht hast, weil ich bin ja voll diskriminiert." usw.
Das sehe ich nicht ein, das ich mich an jemanden anpassen soll der von der Mehrheit abweicht aber die umgekehrte Vorderung sich gef?lligst an die Mehrheit anzupassen als irgendwie b?sartig dargestellt wird.

Ist wie mit dem Klima zu Zeit. Wenn man da nicht mitziehen will, wird man behandelt als wolle man die Fakel an den Planeten legen. Vollkommen resisten gegen rationale Argumente.
Das ist dann aber genau das Gro?st?dische Klientel, dass die Gr?nen bef?rdert aber nicht mit den Konsequenzen leben muss, die d?rfen dann andere Idioten tragen.







« Letzte Änderung: 18.11.2019, 13:23:30 von Rahnaya »

Honak

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #91 am: 18.11.2019, 14:57:05 »
Zitat
Das wirkt auf mich reichlich paranoid, zumal du ja bis jetzt nicht in der Lage warst, uns zu erz?hlen, was du verlierst.
Warum bedarf es extra Erw?hnungen in Regelb?cher, wie einer sexuell gestrickt ist oder ne Frau ist? Das h?rt sich nach: "Ich bin eine Minderheit/Frau, sei nett zu mir, gib mir am Besten noch einen Vorteil den du nicht hast, weil ich bin ja voll diskriminiert." usw.
Das sehe ich nicht ein, das ich mich an jemanden anpassen soll der von der Mehrheit abweicht aber die umgekehrte Vorderung sich gef?lligst an die Mehrheit anzupassen als irgendwie b?sartig dargestellt wird.

Mittlerweile gewinne ich den Eindruck, dass du es vermutlich nicht mal merken w?rdest, wenn die Anregungen umgesetzt w?rden und keiner gro? dr?ber spricht. Wenn ichdeine Meinungen hier lese, gewinne ich den Eindruck, dass dich vor allem st?rt, dass diese Anregungen in einem dezidiert linken Setting ge?u?ert werden. Denn das ist es, was du best?ndig kritisierst (auch unter Aufbau von Strohm?nnern), nicht den tats?chlichen Inhalt.
Ich bin als Deutscher mit DSA aufgewachsen,
mich l?sst Aventurien nicht fort.
Ich bin wie ein Baum mit der Spielwelt verwachsen,
der im Zweifel mit dem Systeme verdorrt.
(Alrik K?stner)

Nimmgalf

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #92 am: 18.11.2019, 15:28:33 »
Zur Gender-Diskussion: ich hab bislang echt nicht feststellen k?nnen, dass Frauen in DSA wieder zur?ckgestellt werden, ich kenne mich aber auch mit DSA 5 nur sehr sporadisch aus. Ich kaufe mir davon nichts mehr, das liegt aber nur am f?r mich unausgegorenen Regelsystem und an der unversch?mten Ver?ffentlichungspolitik von Ulisses und nicht am Setting - das finde ich nach wie vor sehr gelungen.

Gibt es aussagekr?ftige Beispiele, warum sich die immer stark betonte Gleichstellung von Mann und Frau in Aventurien ge?ndert haben soll? (Stichwort: Fuhrfrau, Tagel?hnerin, Kaiserin Rohaja, etc,) Nur anhand einiger ungew?hnlicher Cover w?rde ich solche R?ckschl?sse f?r arg weit hergeholt werten.

"Es gibt keine Answinisten mehr in Garetien!"

Baron Nimmgalf vor dem versammelten Reichskongress 1028 BF kurz nach der Schlacht der Drei Kaiser

Dajin

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #93 am: 18.11.2019, 15:46:30 »
So - und wie erw?hnt... weiter gehts. Weil hier alles so fix geht vor der Antwort auf Nazirs post nochmal eine kurze Antwort auf das hier:

Zitat
Vorsicht mit der Behauptung von niemals w?hlen, nicht jeder ist Genderstudent oder Sozialp?dagoge.
Also dann sollte Diversit?t, Feminismus und der ganze Zirkus doch gar kein Problem sein, ja sogar mit Fanfaren begr?st werden. Ist es doch gerade diese Gruppe die das am meisten bef?rwortet. Warum  gibt es dann ?berhaupt Widerstand bzw. warum wird der nicht einfach auf die Seite gefegt?

K?nnte nat?rlich dran liegen, dass inzwischen viele alte wei?e M?nner spielen, so Typen die in den 80er angefangen haben. Da kommt der Spruch von den alten wei?en M?nner die alles verhindern und ?berhaupt am Elend der Welt schuld sind, immer super gut an.

Zitat

    Meinen 10-j?hrigen Neffen k?nnte ich derzeit mit keinem Rollenspiel der Welt von seiner Konsole weg locken.

Ist ein Problem aber ?berwindbar. Ich habe die Kinder mit Hero Kids und jetzt mit Legenden von Andor gek?dert. Funktioniert gut, ist nat?rlich ein Spiel mit nur wei?en Helden und wie immer an die europ?ische Vorstellung der Fantasy Welt angelehnt. Damit sind die Kleinen wohl schon die Nazis von Morgen aber was solls, besser als den ganzen Tag an der Konsole rumzuh?ngen.

Du bist noch ein klein wenig im Whataboutismus drin glaube ich. Was ich eigentlich so witzig finde, ist, dass du beim Thema "Rollenspiel verliert Konsumenten, weil sie mit dem Produkt unzufrieden sind" das ganze als Bild mit der unzufriedenen W?hlerschaft der AFD gleich setzt. Das Beispiel passt aber nicht. Wie viele Menschen unzufrieden geworden sind und deswegen AFD w?hlten, ist statistisch greifbar. Und mit 12,9 % nach letztem offiziellen Stand ein deutliches Bild des "l?ndlichen, ostdeutschen Arbeiters zwischen 49 und 60 Jahren." Wie viele der st?dtischen, westdeutschen Studenten zwischen 18 und 29 Jahren hingegen mit dem Rollenspiel unzufrieden sind und deswegen abwandern ist statistisch nicht wirklich bekannt. Und w?rde man sch?tzen, dass die Entwicklung der Unzufriedenheit proportional zur bereitschaft liegt, eine AFD zu w?hlen, dann w?re diese Unzufriedenheit eben bei maximal 5 %... was statistisch gesehen ein "Fliegenschiss" ist. oder detailierter zu sagen nicht bedrohlich, da es durch zugewinne anderer Bereiche kompensiert werden k?nnte. Am?sant ist also dieses Beispiel, da es bei genauerer Betrachtung ein ziemliches Eigentor ist. und auch, weil es nat?rlich anders gemeint war, aber dann am Ende doch wieder mal nur so ein Schreckengespenst ist, die den Leser glauben machen soll, dass doch alles schlecht ist und alles den Bach runter geht, weil man ja nicht auf den Konsumenten h?ren w?rde. Sprich eine bodenlose ?bertreibung, die nur dazu dient, eine Sache aufzuspielen. Fakt ist - eine Studie ?ber die Gr?nde des R?ckgangs der Spielerschaft in der RPG-Szene gibt es nicht. Vermutlich nicht mal genaue Zahlen, wie sehr die Spielerschaft schrumpft, Schlicht weil es Rollenspielsysteme heute nun auch mal als PDF gibt und Downloadzahlen kaum noch nachvollziehbar sind. Somit ist jegliche Diskussion ?ber die Gr?nde dar?ber spekulation und ein Vergleich mit der W?hlerschaft der AFD v?llig an der Sache vorbei. Ich wei?, du hast es nicht immer einfach, hier mit uns deine Meinung auszutauschen... aber come on, gibt dir trotzdem etwas mehr m?he als das. zu jeder guten Diskussion geh?rt es auch dazu, sich selbst ein wenig mit zu hinterfragen.

Und bei meinem Neffen w?rde ich es wohl genau so versuchen, wie es damals bei mir funktioniert hat. Hero Quest. Aber der kleine wohnt nun mal 800 km von mir entfernt. Jeglicher Einfluss ist da wirklich schwer. ;)

Und wenn du nicht willst, dass deine Kinder die Nazis von morgen werden, kannst du eine der Figuren ja schnell noch schwarz anmalen. Oder ihnen mal sagen, dass es sogar noch besser gewesen w?re, wenn einer der spielbaren Charaktere ein Afrikaner gewesen w?re. Weil dies zum Alltagsleben dazu geh?rt. Und dann noch erkl?ren, dass es v?llig nat?rlich ist, wenn jemand eine andere Hautfarbe hat und ihn dies nicht zu einem anderen Menschen macht. es g?be ja schlie?lich auch ganz viele unterschiedlich aussehende Hunde und dennoch w?ren sie alle Hund und h?tten kein Problem damit, sich gegenseitig zu beschn?ffeln. Und wenn du noch viel mehr mit deinen Kindern dar?ber redest, dann werden sie auch garantiert keine Nazis. Die Angst kann ich dir nehmen. :D


jetzt aber wirklich zu Nazir.


Zitat
Nein, hat er nicht. Und falls er am Rande doch ein Argument gestreift haben sollte, dann mit den falschen Worten. R. geh?rt aber seit den letzten Diskussionen auch zu einer Gruppe von Personen, denen ich solche Argumentationen nicht durchgehen lassen m?chte. Um seine Ansichten nicht salonf?hig und normal werden zu lassen.

Oh, dass man hier nicht jedes Gedankengut unkommentiert auf neutrale Leute abf?rben lassen will, ist eine gute Sache und so wie ich die j?ngsten Diskussionen verfolgt habe auch absolut notwendig. Da will ich nicht mal wirklich drauf hinaus. Es geht tats?chlich um den Fall, dass hier vielleicht wirklich versehentlich mal ein Argument gestreift wurde, dass dann in falsche Worte gepackt wurde und eben von der falschen Person falsch wieder gegeben wurde. Aber das dann sofort runter zu watschen, nur weil es von einer bestimmten Person kommt, macht es wiederum den neutralen Lesern schwer, die tats?chlich das Thema vielleicht von einer anderen Ansichtsseite aus angehen wollen... es dann aber nicht k?nnen, weil der Blickwinkel bereits wieder fest mit einer Person verbunden wurde. Das macht es dem Neutralen Leser nicht immer einfach. Denn auch er will nat?rlich "salonf?hig" bleiben.

Zitat
Sorry, das ist einfach falsch. Wir reden ?ber die 1980er, nicht die 1880er. Das Bild von den Mohas und Novadis war damals schon Mist und nicht erst, weil wir jetzt schlauer geworden w?ren. Ein erwachsener, vern?nftig denkender Mensch konnte das schon damals als islamfeindlich und rassistisch erkennen.
Aber da h?rt es ja auch nicht auf. Denn die Idee mag in den 80/90ern entstanden sein, aber sie wird mit jeder Settingpublikation re-aktualisiert. Also mit Publikationen aus den 2000ern, die das Bild nicht verbessert haben. Oder mit dem zurecht kritisierten Wege der Vereinigung, das nicht nur nichts verbessert hat, sondern sogar neue rassistische Stereotypen eingebracht hat. Und dessen Illustrationen von der Verteilung der dargestellten Personen nichtmal auf dem Stand der 80er war...

Oh Nazir, d?nnes Eis. ^^ Soweit ich mich erinnere, hast du die Jahre 1980 bis 1989 nicht sehr aufmerksam miterleben k?nnen. ^^ Ich schon. Ich bin auch kein St?dter, ich bin vom Land. Das erste mal, dass ich zum Beispiel ?berhaupt einen echten Muslimen kennen gelernt habe, da war ich 14 und lernte gerade von einem Kumpel aus dem Tischtennisverein, dass er gerade Ramadan hat. Das war mitte der 90er. Als ich meinen ersten D?ner a?, war ich mit der Schule fast schon fertig. Die erste Moschee sah ich mit eigenen Augen 2011 bei einem Trip nach K?ln-Ehrenfeld, wo ich anl?sslich des ESCs in D?sseldorf bei Quendan ?bernachtet habe. Und selbst da sah ich die Moschee nicht von innen.  Soll hei?en, ich hatte sogar in den 90ern, geschweige denn in den 80ern so wenig Gelegenheit, die arabische Kultur kennen zu lernen, dass mir die Missst?nde im Rollenspiel bez?glich der Novadis garantiert nicht aufgefallen w?ren. Wir hatten bei uns nicht mal die Gelegenheit, die evangelische Kultur richtig kennen zu lernen.  Und mit den Mohas war es genau so. Die einzigen Farbigen Menschen, die ich in meiner Jugendphase je getroffen habe, waren franz?sische Besatzungssoldaten. Und Fu?ballspieler. Und in beiden F?llen wussten wir als Kinder dann auch nur zwei Dinge "von den Franzosen halte dich fern, die suchen Streit" und "Hast du so einen in deinem Fu?ballteam, gewinnst du immer..." Und das war in den 90ern schon mehr als man von den 80ern behaupten konnte. Wenn ich das so in der retrospektive Betrachte muss ich sagen, dass ich heute erstaunlich bewusst bin ob des Themas, bedenkt man, wo ich her komme und in welcher Zeit ich aufgewachsen bin. Ich HABE das damals nicht erkannt

Was ich damit eigentlich sagen will - hier werden die Zielgruppen und auch die sozialen Themen der jeweiligen zeit vermischt, wo man sie nicht vermischen sollte. Ein Rollenspiel-Neueinsteiger in den 80ern und mitte der 90er genoss in dieser Zeit einen anderen Erziehungsschwerpunkt. Er war zwischen 13 und 16 Jahre alt, an politischem oder weltglobalen Geschehen kaum interessiert, Die Themen der damaligen Zeit waren "nehmt keine Drogen" oder "werdet bitte nichts rechtsradikal." Auch Sexualit?t war ein Thema und jeder kennt noch den Skandal um Sylvanas Befreiung. Ein Verst?ndnis f?r fremde Kulturen war bei weitem nicht so ausgepr?gt, da es auch nahezu unm?glich war, sich entsprechendes Wissen ?ber andere L?nder anzueignen. Es brauchte ja schon einen Pass, um nur nach Frankreich oder Belgien zu gelangen, sie alle hatten eine eigene W?hrung, k?rzeste Fl?ge kosteten 1000 Mark aufw?rts und es gab kein Internet. Man musste damals noch in die Bibliothek, um irgendwie an Wissen ?ber andere Kulturen zu gelangen. und als 13-j?hriger lieh man sich da dann doch lieber ein Was-ist-Was Buch ?ber Dinosaurier oder den neusten Asterix-comic aus. Ganz toll war auch die Knoff-Hoff-Show. In dieser Zeit war das auch all das, was man zum Rollenspiel ben?tigte. Es gab gef?hlt gar nicht die Notwendigkeit, sich als 13-j?hriger politisch korrekt im Rollenspiel zu geben. Nat?rlich, Menschen, die unsere heutige Bildung und moralische Werteerziehung schon damals genossen haben (und dazu deutlich mehr Zeit und Aufwand investieren mussten) h?tten schon an den Texten der damaligen zeit ne Menge zum kritisieren gefunden. Aber diese Leute waren seltene G?ste der Gesellschaft. Die combi "globaler kosmopolit, moralisch einwandfrei und DSA-Spieler" war in der damaligen zeit kaum zu finden. Die Sache, die der Beschreibung bei uns noch am n?hesten kam, war meistens der katholische Priester. Nur dass die garantiert kein DSA spielten.

Jetzt, im Jahr 2019 hat sich das Bewusstsein ge?ndert. Wir leben in einer Grenzenlosen Welt, kulturelle R?cksicht ist ein wichtiges Thema der Zeit... und gleichzeitig ist DSA ein System, dass den Spagath zwischen "Die Spieler wollen eine Kanonische Welt, in der seit dem ersten Tag alles rein passt" und "Eben jene kanonische Welt passt mit seinen Elementen aus den 80ern nicht mehr in die heutige Welt" hin bekommen soll. Was heutzutage so raus kommt, ist politisch eben deutlich aufgekl?rter als damals. Aber w?rden sie die alten Quellen f?r nichtig erkl?ren, weil sie gesellschaftlich nicht mehr haltbar sind, w?rde ihnen entweder die gleiche Fanbase oder eine andere Fanbase, die der Nostalgiker und Romantiker daf?r den Hals umdrehen. Das ganze dann auch noch kombiniert mit der Simulationsklienltel, die sehr wohl wissen, wie sie mit anderen Kulturen umgehen m?ssen, von einem Rollenspiel aber erwarten, dass es den Umgang mit anderen V?lkern im dunklen mittelalter simuliert. Keine dieser interessensgruppen ?brigens ist die der 13. - bis 16 j?hrigen. Die wollen in der Regel einfach nur irgend einen Gegner aufmischen, sich dabei stark f?hlen und im Spotlight stehen. Kulturelle R?cksicht ist denen egal, die wollen ins Bordell. Ich bin mir dahingehend sehr sicher, dass sich das seit den 90ern NICHT ge?ndert hat.

Und dass die j?ngsten Publikationen von DSA dahingehend nun ein R?ckschritt sein soll, kann genau so eine subjektive Wahrnehmung sein. Weder wissen wir, wie viel "Kritik" bei Ulisses eingegangen ist, was das gendering oder nicht-gendering betrifft, es ist auch durchaus denkbar, dass dieser Qualit?tsverfall auf Grund ge?nderter Verlagsphilosophien notwendig geworden ist. Wir alle wissen doch, wie wenig gestaltende Spieler noch f?r Ulisses arbeiten, im Vergleich zu fr?her. Jeglicher Redakteur, der noch auf sowas wie Kontinuit?t h?tte achten k?nnen, wurde doch l?ngst weg rationalisiert. Die haben heutzutage doch nur noch die Kapazit?t f?r das notwendigste. In eben jenen 90ern haben sich all diese Spielhilfen doch von selbst geschrieben.

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Dajin

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #94 am: 18.11.2019, 15:46:59 »
Zitat
Du gehst du ihm schon voll auf den Leim. Deswegen brauchen Personen wie er scharfen Widerspruch. Wo um alles in der Welt war das eine Holzhammermethode? Kuanor, was W40k angeht, hat angemerkt, dass Frauen unterrepr?sentiert seien. Er hat gar nichts davon gesagt, dass alles kacke w?re oder umgehend um 180? ge?ndert werden m?sste. Er hat nur eine bessere Repr?sentation gefordert. Das ist kein Holzhammer, egal wie die Leute in der selbstgew?hlten Opferrolle das behaupten.

Ich denke nicht, dass ich das tue. Denn voraus ging etwas, was auch ich als Leser als "Beschwerde" aufgefasst habe, noch bevor er sich dazu ?berhaupt ge?u?ert hatte. Man sagt wohl heutzutage "das schwang beim Lesen irgendwie mit"... und auch das ist ein soziales Problem der heutigen Zeit rund um das Thema "?berempfindlichkeit". Die Anzahl der passiv agressiv get?tigten Meinungen ist in dieser Zeit so zahlreich, dass man bei jeder ach noch so kleinen meinung sehr schnell etwas mehr rein interpretiert als damit vielleicht gemeint war. Und so schaukelt sich das hoch. Man wei? gar nicht mehr, was man noch sagen kann und was nicht, weil jeder mitlesende sofort etwas radikaleres rein interpretiert. ja, das ist ganz sicher auch der aktuellen, toxischen AFD-Sprache zu verdanken. Da gebe ich dir Recht. Aber leider auch irgendwie den dadurch provozierten Antworten. Und erfunden haben die das auch nicht. ?hnlich hitzige Diskussionen konnte man schon fr?her mit Greenpeace, Alice Schwarzer und militanten Veganern f?hren. Auch da mit Leuten, die in der Sache vermutlich sogar das richtige wollten, daf?r aber oftmals nicht die beste Aussprache genutzt haben. Das allseits bekannte Problem mit Radikalit?t. Wirklich, nicht meine Welt... 


Zitat
Lies das Buch und folge den Literaturhinweisen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diskriminierende Darstellungen von Minderheiten in den Medien zur Vertiefung der Vorurteile und damit zur Verfestigung der Diskriminierung f?hrt. Das d?rfte bei den Novadis naheliegen: Ihr Bild ist ?u?erst negativ, gleichzeitig ist die Parallele zum Islam im Wortsinn f?r jedes Kind offensichtlich.

Subjektive Wahrnehmung. ich fand Novadis immer schon spannend, weil ich schon damals Geschichten aus 1001er Nacht gut fand. Fliegende Teppiche? Saucool. Und das ganze Novadikonzept war ja eher auf die Beduinen denn wirklich auf den Islam gem?nzt. Wie erw?hnt, ich hatte als Kind nie Kontakt mit Muslimen. Ich fand Novadis aber sehr cool. Ich kam aber auch nie auf den Gedanken, dass die Welt des Islams so sein k?nnte wie bei den Novadis. Und selbst wenn, war es sehr einfach, diese Missverst?ndnisse aus der Welt zu schaffen. Bei der ganzen Debatte wird auch vergessen, dass wir damit den Konsumenten entm?ndigen. Die Verantwortung dar?ber, zwischen DSA-Fiktion und Realit?t trennen zu k?nnen, geb?hrt nicht nur DSA. Dazu geh?ren auch Eltern und Mitspieler. ?brigens, meinen Eltern war immer schon sehr egal, was ich da bei DSA bespiele. und meine Mitspieler machten damals auch nicht den Eindruck, als h?tten sie Sklavenhandel in den USA nun cooler gefunden, nur weil sie mit der Kultur der Mohas in kontakt kamen. genauer gesagt war es sogar so, dass die Message "Sklavenh?ndler sind das aller letzte gesocks" durchaus eine Wirkung zeigte, die ich heute nicht missen wollte.
Zitat
Das ist unlogisch und sollte ge?ndert werden.

Und DAS ist eine Forderung. ;)



Zitat
Wenn das so w?re, dann w?re auch folgendes kein Problem: "In unserem Betrieb wollen wir keine T?rken, Behinderte und Frauen und in unserem Haus wird nicht an Schwarze und Homosexuelle vermietet.  Die k?nnen aber gerne woanders wohnen und arbeiten!"

Wie um alles in der Welt kommst du nur auf den Gedanken, dass nur weil ein Rollenspiel vor 30 Jahren die Themen der heutigen zeit nicht ausreichend getroffen hat dies gleichbedeutend w?re, dass auch die Nicht-Vermietung an Schwarze und Homosexuelle in Ordnung w?re??? Das sind doch zwei v?llig verschiedene Sachen!! Beim einen geht es um Wohnrechte, die Menschen vor der Obdachlosigkeit sch?tzen sollen, das andere um ein Nieschenprodukt-Gesellschaftsspiel??? Nat?rlich w?re das ein Problem! Eins, dass mit dem von DSa gar nicht zu vergleichen w?re. Du stellst diese beiden Punkte doch nicht wirklich auf eine Stufe?

Zitat
Es hat ja Gr?nde, warum die RPG-Community so wei? ist. Andere f?hlen sich nicht angesprochen, nicht akzeptiert, nicht einbezogen oder gleich abgewiesen.


Dass ein hoher Prozentsatz der Menschen in Deutschland "wei?" ist, hat damit also nichts zu tun? Betrifft dieses Problem der Hautfarbe eigentlich auch farbige DnD-Spieler in den USA? Gibts dazu Statistiken? Gibts die ?berhaupt in Deutschland? Oder haben wir es hier wieder nur mit "subjektiven Empfindungen" zu tun?

Zitat
Das hat Honak eindrucksvoll am Beispiel seiner Frau geschildet. Das Beispiel hatte seine Gr?nde in der Community, nicht im Setting. Das Setting sagt aber dunkelh?utigen Leuten, dass sie keine dunkelh?utigen spielen sollten, obwohl das Setting welche kennt. Aber eben nur als tier?hnliche Wilde oder Sklaven. In "zivilisierten" Regionen ist der Moha ein begafftes Zirkustier und das Regelbuch warnt davor, solche "Exoten" spielen zu wollen. Sorry, so weit kann sogar ich als wei?er Mensch mich einf?hlen. Darauf hat ein Schwarzer garantiert keinen Bock. Ergo h?lt er von so einer Community lieber gro?en Abstand.

Wo sagt DSA denn "wenn sie farbig sind, spielen sie keinen Moha?" - Mohas sind doch eh eher Indianer, bis auf die Utulus vielleicht. Ich hab das Beispiel von Honaks Frau auch gelesen. Und an der Stelle kam mir auch der Gedanke "wieso ist es f?r sie wichtig, was andere denken, wenn es darum geht, sich in einem Spiel wohl zu f?hlen oder nicht?" Da draussen sind in jedem Genre ein paar v?llige Gehirnakrobaten unterwegs, da kann das System doch nix f?r. Solche Gehirnakrobaten gibt es ?berall, ich wette, dass es da draussen sogar Leute geben w?rde, die dich im Internet anonym ankacken, wenn du dir ne bestimmte Lock f?r ne M?rklin H0 zulegen willst. Ich bin mal daf?r angemacht worden, weil ich mir ne M?llermilch im Supermarkt gekauft habe.

Dass da nun ein Redakteur ins gleiche Horn wie die Dummuser geblasen haben soll, ist dann nat?rlich auch so ne Sache, wo man mal den Wortlaut br?uchte. Grunds?tzlich glaube ich das erstmal und finde es unsch?n. Aber auch hier - dann ist doch die Community das Problem und nicht das System. Und jetzt Hand aufs Herz... wir beide haben gemeinsam gen?gend Rollenspieler kennen gelernt, wir wissen, dass das Gros davon ziemlich in Ordnung ist und wir wissen auch, dass es m?glich ist, sich zum Rollenspiel nur mit den Leuten zu umgeben, von denen man wei?, dass sie einem gut tun. Oder hast du jemals einen Menschen getroffen, der dir unsympathischer wurde, nur weil er ein bestimmtes Rollenspiel... ah... moment... doch... Vampire... :D (*scherz*)



Zitat
Utopisch. Nicht jeder Konsument (wie du ja richtig feststellst) hat Einfluss auf das Produkt. Und ein Abenteuer, das vom ?bergeordneten Setting abweicht, ?ndert nichts am Novadibild in den K?pfen der Leute.

Ein Bild, von dem ich weiterhin ?berzeugt bin, dass es nicht existiert. Und ich freue mich schon auf den Gegenbeweis.

Zitat
Wer schon mal nach Mallorca geflogen ist, darf nicht f?rs Klima demonstrieren, weil er ja auch... Das ist bullshit, und zwar gewaltiger.

Ohja, das stimmt allerdings. ;)

Zitat
Jeder von uns hat Vorurteile und jeder hat schonmal Fehler gemacht und zu Diskriminierung beigetragen. Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht trotzdem auf Missst?nde hinweisen darf.

Womit wir wieder bei der Ausgangsdiskussion sind. Nat?rlich darf und soll man auf Missst?nde hinweisen. und zwar... jetzt kommts... im richtigen Ton. Der passiv agressive Holzhammer kann nicht funktionieren. Hier kommen wir n?mlich in den Bereich der Gespr?chspsychologie. Es gibt zwei Arten der Gespr?chsform. Entweder die Alpham?nnchen-diskussion, wo man eigentlich nur raus stellen will, dass man ja im Recht ist und damit das Sagen hat (uncool) und die Konsensdiskussion, in der man mit dem gegen?ber auf Augenh?he diskutiert mit der Absicht, einen Kompromiss zu erzielen, der beide Parteien zufrieden stellt. Wer in solch einer Diskussion auf ein Status Quo aus ist, sollte versuchen, mit dem Gegen?ber immer auf Augenh?he zu diskutieren, ihm das Gef?hl geben, dass er und seine Meinung ernst genommen und respektiert wird. je mehr ich ihm ins Wort falle, subjektive bemerkungen mache, passiv agressiv oder gar aktiv agressiv entgegen trete, um so mehr dr?ngt dies den Gegen?ber in die Ecke. Und da ger?t der Gegen?ber in die Instinktebene und versucht einen Gegenangriff. Das ist wie die Katze, die in die Enge getrieben wurde. Dann schl?gt sie zu. Und meistens schl?gt der Gegen?ber dann zur?ck und es wird nur ein Schlagabtausch ohne dass eine L?sung m?glich w?re. Ein gutes Gespr?ch aber ist wie eine Waage. Und wer etwas mit seinem Gespr?ch erreichen will, der sollte stets bem?ht sein, diese Waage im Gleichgewicht zu halten. Wer sich nicht bedroht f?hlt, ist meist auch deutlich bereiter, sich dem gegen?ber anzupassen. Weil man dann ja an einem Strang zieht hin zur pers?nlichen Zufriedenheit. Dann ist es meist auch kein Problem, den Hinweis auf Sexismus oder kulturelle Borniertheit aufzunehmen und an sich zu arbeiten.

Und jetzt genug Text ;)
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Honak

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #95 am: 18.11.2019, 16:47:31 »
Dass da nun ein Redakteur ins gleiche Horn wie die Dummuser geblasen haben soll, ist dann nat?rlich auch so ne Sache, wo man mal den Wortlaut br?uchte. Grunds?tzlich glaube ich das erstmal und finde es unsch?n.

Der wurde leider gel?scht und ich bereue bis heute, keinen Screenshot gemacht zu haben.


Edit: Und um eine Sache zu verdeutlichen: Es geht in der Illustrationen-Diskussion nicht darum, dass die Gleichberechtigung in Aventurien aufgehoben w?rde (auch wenn ein paar vage Statements der Redaktion da vor einer sehr deutlichen Erkl?rung diesbez?gliche Bef?rchtungen geweckt hatten), sondern dass die Abbildungen immer h?ufiger nicht bodenst?ndige aventurische Frauen in allen m?glichen Professionen zeigen (wie man das noch von Wege der Helden gewohnt war), sondern sehr viele Frauen-Darstellungen unn?tigerweise "auf sexy" gemacht wurden. Das war das, was meine Frau damals kritisiert hat. Man kann da ja gerne anderer Meinung sein, aber ihr zu sagen, dass ihre Meinung diesbez?glich weniger relevant als die von m?nnlichen Rollenspielern sei, war der entscheidende Aufreger.
« Letzte Änderung: 18.11.2019, 18:56:11 von Honak »
Ich bin als Deutscher mit DSA aufgewachsen,
mich l?sst Aventurien nicht fort.
Ich bin wie ein Baum mit der Spielwelt verwachsen,
der im Zweifel mit dem Systeme verdorrt.
(Alrik K?stner)

Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #96 am: 18.11.2019, 19:30:52 »
Zitat
passiv agressiv

Was zum Geier ist das ?

Zitat
Thema "Rollenspiel verliert Konsumenten, weil sie mit dem Produkt unzufrieden sind" das ganze als Bild mit der unzufriedenen W?hlerschaft der AFD gleich setzt.

Ich setze beide nicht gleich sehr wohl aber den Mechanismus.
Im RPG wird mir was aufgezwungen und meine Meinung ignoriert oder als gesselschaftssch?dlich ge?chtet was dazu f?hrt das mich das Spiel mal hinten rum kann.
Das was Honaks Frau pasiert ist.

Im realen Leben wird mir politisch etwas aufgezwungen meine Meinung ignoriert oder als gesselschaftlich ge?chtet verkauft ergo k?nnen mich mal die Parteien die das Vertreten und ich wende mich einer Alternativen zu.

F?r das Spiel habe ich noch Hoffnung da Waldems hoffentlich nicht so dumm wie die CDU ist.

Zitat
ich fand Novadis immer schon spannend, weil ich schon damals Geschichten aus 1001er Nacht gut fand. Fliegende Teppiche? Saucool.
Ja, aus der 1001 Nacht sind sie aber durch die Ereignisse im realen Leben raus bef?rdert worden und sind nun deutlich zu nahe an ihren Vorbildern.

Was auch so eine Sache ist, ihr beschwert euch ?ber dies und das und Islamophobie fehlenden Feminismus aber das die Novadis ein total r?ckst?ndiges Frauenbild haben ist euch egal ? Die ganze Kultur m?sste umgeschrieben werden um sie politisch korrekt spielen zu k?nnen, gleiches f?r Al'Anfa oder ist Sklaverei ok ? Nicht zu vergessen den Matriachismus in Aranien und die nicht Gleichberechtigung in Andergast und es findet sich bestimmt noch der ein oder andere Ork/Goblin Liebhaber.

Im Namen der PC m?sste also masiv umgeschrieben werden. Im Grunde ganz DSA. Sobald man einmal die PC T?te aufmacht ist es ein endloser Vorderungskatalog der in einem Spiel endet das ich bestimmt nicht mehr spiele.

Zitat
Mittlerweile gewinne ich den Eindruck, dass du es vermutlich nicht mal merken w?rdest, wenn die Anregungen umgesetzt w?rden und keiner gro? dr?ber spricht.

Dar?ber reden bevor man umsetzt w?re besser und auch die Bereitschaft nicht umzusetzten, wenn es zuviel Wind macht.

Zitat
Du gehst du ihm schon voll auf den Leim. Deswegen brauchen Personen wie er scharfen Widerspruch.

?hem, immerhin rede ich ja noch mit euch. Wenn es auch gef?hlt 1 vs 10 ist. Ich glaube auch nicht, das mir einer auf den "Leim" geht, das funktioniert ja nur bei ostdeutschen Landeiern  :P

Wieviel die AfD wo holt ist hier eigentlich egal, wir werden es in der n?chsten Wahl sehen. Denoch hege ich Schadenfreude ?ber die Schocks die die Ergebnisse im Osten ausgel?st haben und mal sehen ob sich was davon in den Westen importieren l?sst.

Ich habe ?brigens mal einen Mod angeschrieben diesen ganzen Kram auszuschneiden und in "meinen" Tread zu transferieren. Ich wei? gar nicht mehr wer von euch den angelegt hat.









« Letzte Änderung: 18.11.2019, 19:34:23 von Rahnaya »

Nazir ibn Yussuf

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #97 am: 18.11.2019, 21:12:33 »
Zitat
Das wirkt auf mich reichlich paranoid, zumal du ja bis jetzt nicht in der Lage warst, uns zu erz?hlen, was du verlierst.
Warum bedarf es extra Erw?hnungen in Regelb?cher, wie einer sexuell gestrickt ist oder ne Frau ist? Das h?rt sich nach: "Ich bin eine Minderheit/Frau, sei nett zu mir, gib mir am Besten noch einen Vorteil den du nicht hast, weil ich bin ja voll diskriminiert." usw.
Das sehe ich nicht ein, das ich mich an jemanden anpassen soll der von der Mehrheit abweicht aber die umgekehrte Vorderung sich gef?lligst an die Mehrheit anzupassen als irgendwie b?sartig dargestellt wird.
Niemand hat die Forderung aufgestellt, du sollst dich "anpassen" an Leute, die "von der Mehrheit abweichen". Zumal das schwer wird: Die Abweichung von der Mehrheit besteht ja darin, als Frau geboren worden zu sein (oder sich als Frau zu definieren), eine dunklere Hautfarbe als der durchschnittliche Deutsche zu haben oder ?hnliches. Wie du dich daran anpassen k?nnen sollst, wei? ich nicht - will aber auch keiner.

Deswegen wirst du hier wiederholt gefragt, was du verlierst durch eine ge?nderte Darstellung.

Nur das. Der Frage weichst du aus. Aber um mehr geht es nicht. Niemand muss sich anpassen.
Aber deine Frage, warum Dinge extra erw?hnt werden m?ssen, ist schon vor dem falschen Hintergrund gestellt. Nat?rlich m?sste niemand explizit schreiben, wie Figuren sexuell orientiert sind. Die Sache ist aber, dass es ja bereits passiert. W?rde es nie erw?hnt, w?re das ja auch ok. Es wird aber erw?hnt und f?llt dann in das ?bliche Muster, das Homosexuelle klischeehaft und andere Orientierungen gar nicht darstellt. Und bei Illustrationen ist es nunmal unm?glich, den Figuren kein Geschlecht und keine Hautfarbe zu geben, also ist es dann relevant, wie sich das verteilt. Das Shadowrun 5 GRW beispielweise schafft es, in den Illustrationen keine*n einzige*n Schwarze*n darzustellen! In einem RPG, das vom Setting her standardm??ig in Seattle spielt. Es finden sich Native Americans/First Nations, Asiaten, Latinos, aber genau 0 Schwarze. Und das umfasst explizit nicht nur die (zahlreichen) Archetypen, sondern alle Abbildungen. Vielleicht habe ich einen ?bersehen, aber ich denke nicht. Das nur als Beispiel.
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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #98 am: 18.11.2019, 21:20:46 »
Fr?her gab es doch im AB die "Elfe des Monats", und es war ein Gag.

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #99 am: 18.11.2019, 21:56:14 »
Hier wird gerade ne Menge durcheinander geworfen. Was genau soll sich bei DSA jetzt ?ndern: sollen Frauen (bzw. weibliche Charaktere) weniger "auf sexy" gezeichnet werden? Sollen auf Bildern generell mehr farbige Charaktere gezeigt werden?
Ersteres wird sich wohl kaum ?ndern - die Regel "Sex sells" gilt nun mal auch im Rollenspiel, und attraktive Produkte finden nun mal eher den Weg zum K?ufer als triste Sachen.
Beim zweiten Punkt hat man tats?chlich das Problem, dass dies etwas dem Setting zuwider laufen w?rde. Es gab zwar in Almada sogar mal zwei Moha-Barone, die waren aber Relikte des "Halschen Neuadels" (langj?hrige Briefspieler wissen was ich meine), daher ist der typische mittelreichische B?rger bzw.  Adlige doch eher ein Wei?er. Soll nicht hei?en, dass es da gar keine zivilisierten Dunkelh?utigen gibt, aber die sind schon so selten, dass es in jedem  Fall eine ausgefallene Hintergrundgeschichte verdienen w?rde.
Meine Frau spielt z.B. in unserer Uthuria-Kampagne eine schwarze Utulu-Kriegerin, vereint damit gleich mehrere Minderheiten (Frau, schwarz, Kriegerin) und bedient sich dabei nat?rlich auch typischer Klischees (Sprachprobleme, barbarische Sitten, krude Moralvorstellungen, etc). Das ist aber immer eine Bereicherung eines jeden Spielabends, weil Rollenspiel eben genau von so was lebt. Da aus Gr?nden der vielzitierten political correctness irgendwelche Gos und No-Gos reinschreiben zu m?ssen, w?re hier v?llig fehl am Platze. Rollenspiel lebt von den vielen Klischees in unseren K?pfen, denn die erleichtern die Immersion ganz gewaltig. Und wenn ich nen fundamentalistischen Novadi spielen will, dann orientiere ich mich doch eher an den Sarazenen aus Robin Hood, als an den IS Terroristen der Neuzeit. Der Vergleich mit dem heutigen Islam hinkt da also auch ziemlich. Es w?rde ja auch keiner Baron Nimmgalf mit einem Prinz Ernst-August von Hannover vergleichen (auch wenn sich beide in Punkto Arroganz recht ?hnlich sind).  :P
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Baron Nimmgalf vor dem versammelten Reichskongress 1028 BF kurz nach der Schlacht der Drei Kaiser

Nazir ibn Yussuf

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #100 am: 18.11.2019, 22:33:46 »
Zitat
Lies das Buch und folge den Literaturhinweisen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diskriminierende Darstellungen von Minderheiten in den Medien zur Vertiefung der Vorurteile und damit zur Verfestigung der Diskriminierung f?hrt. Das d?rfte bei den Novadis naheliegen: Ihr Bild ist ?u?erst negativ, gleichzeitig ist die Parallele zum Islam im Wortsinn f?r jedes Kind offensichtlich.
Subjektive Wahrnehmung. ich fand Novadis immer schon spannend, weil ich schon damals Geschichten aus 1001er Nacht gut fand. Fliegende Teppiche? Saucool. Und das ganze Novadikonzept war ja eher auf die Beduinen denn wirklich auf den Islam gem?nzt. Wie erw?hnt, ich hatte als Kind nie Kontakt mit Muslimen. Ich fand Novadis aber sehr cool. Ich kam aber auch nie auf den Gedanken, dass die Welt des Islams so sein k?nnte wie bei den Novadis. Und selbst wenn, war es sehr einfach, diese Missverst?ndnisse aus der Welt zu schaffen.
Die kulturelle Darstellung ist ja recht unterschiedlich: Beduinen, Oasenbewohner, in den Tulamidenlanden Perser, Inder, Kurden, Turkv?lker... und die Darstellung ist auch gro?teils gar nicht negativ. Aber die Darstellung des Rastullah-Glaubens sticht schon deutlich hervor: Der Glaube hat per definitionem Unrecht. Seine Gl?ubigen konnten bislang keine Wunder wirken. Die Anh?nger sind quasi alle radikal bis fanatisch (oder verr?ckt im Falle der Schule von Selem). Sie verbreiten ihren Glauben mit Gewalt (Waldmenschen werden dagegen nur mal von "r?hrigen Traviageweihten" missioniert, der Zw?lfg?tterglaube ist also friedlicher). Sie transportieren frauenverachtende Klischees (Pferd ist mehr wert, als die Frau). Die Glaubensgebote sind widerspr?chlich, albern und dumm - darauf wird st?ndig herumgehackt. Die Liste lie?e sich fortsetzen. Sorry, das ist kein nettes Bild.
Jetzt ist nur die Frage: Von welcher real existierenden, monotheistischen Religion, die sich irdisch aus einem Land mit vielen W?sten heraus ausbreitete, etc. pp., ist der Rastullahkult wohl inspiriert?

Und nochmal: Meine Kritik richtet sich auch nicht prim?r gegen die Darstellung aus den 80ern. Ja, damals war alles etwas anders, aber auch damals w?re das anders m?glich gewesen, wenn man sich die M?he gemacht h?tte. Wenn man schon Waldmenschen haben will, w?re es auch m?glich gewesen, ihnen Raum f?r eine ernsthafte Kultur zu geben. Statt sie als dumme Wilde und reine Opfer wei?er und orientalischer Sklavenj?ger darzustellen.
Aber haupts?chlich kritisiere ich, dass das Bild auch 2019 noch durchgezogen wird. Man h?tte ja aus 30+ Jahren lernen k?nnen. Stattdessen findet man es eine gute Idee, Utulus Boni beim Ausw?rfeln der Penisl?nge zu geben (hierzu nur: https://en.wikipedia.org/wiki/Stereotypes_of_African_Americans#Mandingo und https://en.wikipedia.org/wiki/Human_penis_size#Size_and_race).
Dabei gibt es gute Ans?tze: Die Entscheidung, Orks nicht als blo?es Schwerfutter zu behalten, sondern zu einer uralten, kulturschaffenden und dann auch noch SC-Rasse zu machen, war gro?artig. Und die Dunklen Zeiten mit dem Reich der Wudu ebenfalls.
Aber im Gro?en und Ganzen leider dennoch entt?uschend.

Bei der ganzen Debatte wird auch vergessen, dass wir damit den Konsumenten entm?ndigen. Die Verantwortung dar?ber, zwischen DSA-Fiktion und Realit?t trennen zu k?nnen, geb?hrt nicht nur DSA.
Klar. Das kann aber den Produzenten nicht seinerseits von aller Verantwortung befreien.

Wie um alles in der Welt kommst du nur auf den Gedanken, dass nur weil ein Rollenspiel vor 30 Jahren die Themen der heutigen zeit nicht ausreichend getroffen hat dies gleichbedeutend w?re, dass auch die Nicht-Vermietung an Schwarze und Homosexuelle in Ordnung w?re??? Das sind doch zwei v?llig verschiedene Sachen!! Beim einen geht es um Wohnrechte, die Menschen vor der Obdachlosigkeit sch?tzen sollen, das andere um ein Nieschenprodukt-Gesellschaftsspiel??? Nat?rlich w?re das ein Problem! Eins, dass mit dem von DSa gar nicht zu vergleichen w?re. Du stellst diese beiden Punkte doch nicht wirklich auf eine Stufe?
Doch. Denn du scheinst tats?chlich der Meinung zu sein, dass rassistische Diskriminierung jedenfalls dann nicht so schlimm ist, wenn es um Nischen und Nebensachen geht, die man nicht unbedingt braucht. Es macht aber keinen Unterschied, ob an Schwarze nicht vermietet wird, an sie kein Smartphone verkauft wird, sie in diesem Restaurant keinen Platz bekommen, sie in diesem Fu?ballverein nichts zu suchen haben oder sie in diesem RPG rassistisch diskriminiert werden. Entscheidend ist, ob und wie schwerwiegend die Diskriminierung ist (ja, insoweit ist eine rassistische Darstellung Schwarzer V?lker in einem RPG weniger schlimm, als die Vorenthaltung von Wohnraum) - egal ist aber, in welchem Kontext es passiert.

Dass ein hoher Prozentsatz der Menschen in Deutschland "wei?" ist, hat damit also nichts zu tun? Betrifft dieses Problem der Hautfarbe eigentlich auch farbige DnD-Spieler in den USA? Gibts dazu Statistiken? Gibts die ?berhaupt in Deutschland? Oder haben wir es hier wieder nur mit "subjektiven Empfindungen" zu tun?
Sagen wir mal so: T?rken, Syrer und Afghanen gibt es in Deutschland mehr als 2 Millionen (ca. 2,5%). Wie viele davon siehst du denn so auf RPG-Conventions?
Und nat?rlich ist auch die US-Szene wei?. (https://www.tor.com/2014/08/13/gamings-race-problem-gen-con-and-beyond/, vgl. auch https://blacknerdproblems.com/why-i-didnt-play-dungeons-and-dragons-and-why-i-started/)

Wo sagt DSA denn "wenn sie farbig sind, spielen sie keinen Moha?"
Es sagt generell, man solle besser keine Mohas spielen. Dass das an Schwarze gerichtet w?re, habe ich nicht behauptet. Es d?rfte auf diese aber eine entsprechende Wirkung haben.

- Mohas sind doch eh eher Indianer, bis auf die Utulus vielleicht. Ich hab das Beispiel von Honaks Frau auch gelesen. Und an der Stelle kam mir auch der Gedanke "wieso ist es f?r sie wichtig, was andere denken, wenn es darum geht, sich in einem Spiel wohl zu f?hlen oder nicht?"
Tja, das ist es ja. Man m?chte von der Community akzeptiert werden, als gleichberechtigt (OT-Aspekt, dazu kommt der IT-Aspekt, dass man auch vom Setting gerne akzeptiert werden m?chte, ohne per default in eine marginalisierte Rolle gedr?ngt zu werden). Ich kann mir vorstellen, dass das eine miese Erfahrung war. Du hast zwar recht, man kann sich das immer denken. Irgendein Idiot. Aber anscheinend kam ja von den anderen Beteiligten auch keine Unterst?tzung gegen den Idioten. Und wenn dann sogar die Offiziellen nicht auf ihrer Seite sind, wirds richtig mies.
Aber das Beispiel ist eben auch dadurch so gut, dass es zeigt: Dir und mir w?re sowas nicht passiert. Das ist eines der Privilegien, die man als Mann hat, ohne sie wirklich zu merken. Denn das Privileg geht ja nicht dahin, dass dir irgendwer was positives gibt. Es geht dahin, dass dir bestimmter Mist nicht passiert. Aber das ist ungleich schwerer zu bemerken... (*)

Ein Bild, von dem ich weiterhin ?berzeugt bin, dass es nicht existiert. Und ich freue mich schon auf den Gegenbeweis.
Sagst du. Fakt ist, dass ein Konsument oder auch Abenteuerschreiber es nicht in der Hand hat, ein Bild (welches auch immer) zu ?ndern.

Womit wir wieder bei der Ausgangsdiskussion sind. Nat?rlich darf und soll man auf Missst?nde hinweisen. und zwar... jetzt kommts... im richtigen Ton. Der passiv agressive Holzhammer kann nicht funktionieren.
Nat?rlich. Du hast durchaus recht, dass man da als Kritik ?bender auch aufpassen muss. Genauso richtig ist aber, dass es Leuten wie Rhanaya nicht darum geht. Der ist aus Prinzip dagegen, weil das alles linksgr?nversiffte Propaganda ist.
Wenn du mir aber konkret sagst, Nazir, deine Formulierung in dem Post x ist mir zu holzhammerartig, dann werde ich mir das jederzeit anschauen und entweder erkl?ren, warum ich es f?r ok halte, oder es ?ndern.
Da ist der Unterschied. Von jemandem wie Rhanaya w?rde ich das eher nicht annehmen, weil der bereits 15 mal zu oft gezeigt hat, wes Geistes Kind er ist. Ich bin auch nicht an Vladimir Putins Meinung zu Demokratie interessiert, weil der dazu nichts relevantes zu sagen hat. Er hat sich selbst delegitimiert.


(*) Exkurs zu diesem Thema: So ist es ja mit vielen Diskriminierungen. Gender pay gap hei?t ja nicht, dass M?nner so geil bezahlt w?rden, dass sie denken, meine G?te, hab ichs gut als Mann. Sondern auch ein Mann hat ja nicht selten grade mal genug oder viel zu wenig Geld. Da ist es umso schwerer zu sehen, dass man es dennoch besser hat - weils andere noch h?rter trifft. Interessanterweise funktioniert Ungleichheit grade dann gut, wenn es allen nicht gut geht - denn dann kann man leichter ablenkende Neiddiskussionen und Existenz?ngste bei den Privilegierten sch?ren. Und wer in einer Gro?stadt schonmal eine Wohnung gesucht hat, hat mutma?lich negative Erfahrungen gemacht, weil das echt schwer ist. Da ist es dann nicht so leicht vorstellbar, dass das f?r Leute mit Nachnamen ?zt?rk nochmal ne Ecke schwieriger ist. Denn auch Herr Meyer hat schon dutzende Wohnungsbesichtigungen gemacht und hat es - ganz objektiv - nicht leicht, eine Wohnung zu finden...
« Letzte Änderung: 18.11.2019, 22:54:05 von Nazir ibn Yussuf »
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Nazir ibn Yussuf

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #101 am: 18.11.2019, 22:42:23 »
Beim zweiten Punkt hat man tats?chlich das Problem, dass dies etwas dem Setting zuwider laufen w?rde. Es gab zwar in Almada sogar mal zwei Moha-Barone, die waren aber Relikte des "Halschen Neuadels" (...), daher ist der typische mittelreichische B?rger bzw.  Adlige doch eher ein Wei?er.
Aber das war halt so...! ist auch nicht so ein dolles Argument, finde ich.
Ja, nat?rlich sind mittelreichische Barone eher wei?. Dass entsprechende Illustrationen Schwarze zeigen sollen, hat aber wieder keiner gefordert.
Andererseits: Halbdrachen als Kaiser sind ok, dunkelh?utige Barone eher nicht. Dabei wohnen die Horasier gef?hlt 30 km von den ersten Waldmenschenst?mmen entfernt. :D Wenn man das bedenkt, gibt es deutlich zu wenig Barone mit Waldmenschenblut im HR und tulamidischer/aranischer Abstammung in Garetien. Bekannt sind mir schonmal keine im Horasreich.

Meine Frau spielt z.B. in unserer Uthuria-Kampagne eine schwarze Utulu-Kriegerin, vereint damit gleich mehrere Minderheiten (Frau, schwarz, Kriegerin) und bedient sich dabei nat?rlich auch typischer Klischees (Sprachprobleme, barbarische Sitten, krude Moralvorstellungen, etc).
Die Klischees hat sie sich aber auch nicht alle ausgedacht, die hat das Setting ja auch vorgegeben. Mohas und Utulus haben n?mlich alle barbarische Sitten - weil es ja Wilde sind. Da sorgt die Beschreibung daf?r, dass die SC in ein - rassistisches! - Muster hineingedr?ngt werden. Das ist nat?rlich nicht schuld der Spieler, die den SC dann der Beschreibung entsprechend spielen.
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Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #102 am: 19.11.2019, 01:53:19 »
Warum spielt ihr eigentlich noch DSA wenn es so unglaublich rasisstisch und sonst was ist?

Bei den Teilzeithelden war ein sch?ner Bericht, bezieht sich zwar auf LARP ist aber auf RPG anwendbar.

https://www.teilzeithelden.de/2017/12/05/au-revoir-aufklaerung-diskrepanzen-moderner-moral-im-larp/


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« Antwort #103 am: 19.11.2019, 08:21:17 »
Zitat
Zitat
passiv agressiv

Was zum Geier ist das ?

Hui! Ist die Frage ernst gemeint? Dann k?nnte das Wissen ne menge Erkl?ren. ^^

Passive Aggressivit?t beschreibt subtiles, unterschwelliges Verhalten in Stress- oder Streitsituationen. Statt w?tend oder fl?chtend reagiert man auf solche Situationen mit zynischen, doppeldeutigen, meist negativen Bemerkungen. Sprich der passiv aggressive sagt etwas, hat dazu aber eine falsche K?rpersprache. Ein klassiker der passiven Aggression ist dieses "Kann ich heute ohne dich in die Kneipe?" "Ja klar... geh nur... lass mich hier zur?ck..."... DANGER. ;)

Hier sind noch so ein paar Beispiele f?r passive Aggressivit?t... beschreibt mich erschreckend gut, wie ich gerade feststelle... ^^  Aber das wusste ich zum Gl?ck auch vorher. https://www.businessinsider.de/10-subtile-anzeichen-dafuer-dass-sich-jemand-passiv-aggressiv-euch-gegenueber-verhaelt-2018-9

Passive Aggressivit?t hat eben auf den Gegen?ber auch die Wirkung, dass das Gespr?ch unzufriedenstellend l?uft, man ist verwirrt und hat probleme, in dem Thema der Person zu trauen. Was dann meist eine intensivierung der Diskussion zur Folge hat. Man versucht weiter den passiv aggressiven von seiner Meinung zu ?berzeugen, obwohl er diese vielleicht l?ngst akzeptiert/verstanden hat. Deswegen ist das passiv aggressive Verhalten f?r Argumente so problematisch. Eine vorgeschlagene L?sung kann noch so gut klingen, wenn man sie nicht glauben kann...
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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #104 am: 19.11.2019, 08:37:13 »
Und woher wollen ausgerechnet solche Futzis wissen, wie sich die moderne Moral von der fr?heren unterscheidet?