Autor Thema: Crowdfunding DSA  (Gelesen 34579 mal)

Fido Tatzelt?ter

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #60 am: 14.11.2019, 09:48:16 »

Zitat
Erlich gesagt glaube ich eher, das die Feministinen (...)

Feminismen, nicht Feministinnen.

Dennoch zu letzteren:

Man sagt, die Katholische Kirche neige exzentrischen Tief- und Obergl?ubigen zu und f?rdere sie, wenn ihr die Masse davonlaufe. Das sei ein Fehler und habe wesentlichen Anteil an ihrer Krise.

In entfernter Entsprechung d?rfte es ein Fehler sein, ein Produkt am Willen von Randgruppen auszurichten. Und nat?rlich wird eine normale Frau irgendwelchen Genderoberspezialit?ten nichts abgewinnen. Und das b?rgerliche Jugendzimmer, in dem DSA 1990 platziert war, hat auch nichts mit Nerdtum zu tun.

Dajin

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #61 am: 14.11.2019, 10:03:14 »
Ich finde ja ?brigens, dass DSA auch die Rechte und Interessen von Veganern viel zu wenig beachtet und w?rde verlangen wollen, dass absofort jegliche Erw?hnung von Fleischprodukten in DSA-produkten eine gleichzeitige vegane Alternative zur Folge hat. ^^ Nat?rlich fordere ich das ausschlie?lich hier in den Vinsalter Foren. ^^
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Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #62 am: 14.11.2019, 13:21:22 »
Zitat
Da gibt es einiges zu kompensieren,

Was soll den da zu kompensieren sein m?ssen ?

Der Mangel dessen, was ich beschrieb?

Warum sollten sie das tun?
Bisher lief es doch ganz gut, WH40K hat doch wegen seiner nicht korrekte EInstellung viele Fans. Wenn das nun weichgep?lt wird besteht die Gefahr Fans zu verlieren, die Frage ist welche gewinnt man dazu und reicht das aus.



Kuanor

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #63 am: 14.11.2019, 17:03:02 »
Weil f?r den Zustand einer Unterrpr?sentation eines der Geschlechter sehr wenig spricht und f?r seine ?nderung schon eher was.
Dein Fehler ist, das sofort als ein feindliches Konstrukt abzulehnen.
Denn seien wir mal realistisch:
Vieles im Fantasy-Bereich wurde ersonnen von m?nnlichen Nerds, die recht unkritisch patriarchale Konzepte mit reinflie?en lie?en. Wo also der Mann der Standardfall ist und die Frau die Kuriosit?t. Es gibt einen religi?sen Orden und einen Eldar-Kriegeraspekt ?f?r Weiber?, einen SM-Orden ?f?r Neger? und der Rest der Welt besteht aus ?normalen? Menschen und Aliens. Das ist r?ckst?ndig, dumm, und eine Projektion von sich als Autor zusammen mit einer historischen Realit?t (vor Erfindung der Pille) auf eine Welt, wo es f?r solche Missst?nde eigentlich keinen Anlass gibt.
Deswegen Korrektur.

Honak

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #64 am: 14.11.2019, 17:33:20 »


Zitat
Feminismen m?ssen in R?cksicht auf potentielle 50% der K?uferschaft sein.

Erlich gesagt glaube ich eher, das die Feministinen viel reden aber am Ende nicht kaufen. Also ver?ndern wollen aber das Ge?nderte auch nicht unterst?tzen sondern sich auf das N?chste zu ?ndernde st?rzen.

Da kennst du aber meine Frau nicht. Die gibt j?hrlich mindestens ein Monatsgehalt f?r Rollenspielmaterial aus.
Ich bin als Deutscher mit DSA aufgewachsen,
mich l?sst Aventurien nicht fort.
Ich bin wie ein Baum mit der Spielwelt verwachsen,
der im Zweifel mit dem Systeme verdorrt.
(Alrik K?stner)

Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #65 am: 14.11.2019, 18:40:19 »
Dann sei froh das du die Ausnahme gefunden hast, inklusive einer Portion Neid meinerseits.

Zitat
Weil f?r den Zustand einer Unterrpr?sentation eines der Geschlechter sehr wenig spricht und f?r seine ?nderung schon eher was.
Deswegen Korrektur.

Da spricht der Feminist der mit dem Holzhammer arbeiten will anstelle das System anzunehmen und in seinen Grenzenzu arbeiten.

Frauen kommen in WH40K gar nicht schlecht weg nur anders.
Space Marines sind reine M?nnersache ihr Gegenst?ck die Sororitas, w?rden wir beide mischen weil Gleichberechtigung dann w?rden beide ihre Einzigartigkeit verlieren.
Inquisitoren wuren schon oft als Frauen dargestellt.
Wenn Dark Eldar auftauchen verbreiten meist die Witch Kulte Angst und Schrecken und die sind Frauen dominiert.

Es ist einfach diese Holzhammer Methode die mir sauer au?st??t, dieses mit aller Gewalt seine Klientel in der Vordergrund schieben zu m?ssen und den etablierten Lore zwangshaft ?ndern zu wollen.

Es gibt nicht genug Schwarze in WH, und ? Es steht jedem frei einen zu spielen oder ein Spiel zu spielen in dem nur Schwarze rumrennen oder spiel ein RPG wo nur M?dchen Panzer fahren d?rfen. Die Auswahl ist rie?ig und f?r jeden seine Nische, seltsamerweise wird aber immer die Spielecke der Wei?en mit allen m?glichen Schimpfw?rtern und ?nderungsw?nschen belegt.






Nazir ibn Yussuf

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« Antwort #66 am: 14.11.2019, 23:45:35 »
Zitat
Weil f?r den Zustand einer Unterrpr?sentation eines der Geschlechter sehr wenig spricht und f?r seine ?nderung schon eher was.
Deswegen Korrektur.
Da spricht der Feminist der mit dem Holzhammer arbeiten will
Eigentlich braucht es kaum mehr Auseinandersetzung mit dir als das. Wenn du aus Kuanors Post liest, das sei die Ansicht eines Holzhammer-Feministen, dann zeigt das nur, wie schwarz-wei?, undifferenziert, unterkomplex und schablonenhaft deine Weltsicht ist. Du hast dich ernsthaft verrannt in deinem Hass auf vermeintliche "Gutmenschen". Das tut mir ziemlich leid - du tust mir ziemlich leid.

Wenn ichs mir ?berlege... Antworten auf deinen restlichen Sermon lohnen sich tats?chlich nicht. Die sachliche Arbeit hat Kuanor getan. Deine Verblendetheit sieht man an deinem Austausch mit Honak (es gibt solche Frauen nicht! - doch, meine Frau - dann ist das die einzige auf der Welt!!!!!!!111einseinself). Und das Buch gelesen hast du nicht, wie du selbst sagst. Am Ende w?rde ich gerne behaupten, dass meine Nennung des Buches ein absichtlicher Trigger f?r dich war, aber das stimmt nicht. Ich hatte schon vergessen, dass du hier ?berhaupt noch aktiv bist.
Vinsalts Foren-PRAios

Was f?r mich bedeutet DSA wurde von Links-Gr?nen bunten Spinnern gekapert (...). Ich sehe das als Kampf um die Seele von DSA, die nun mal Wei?, Europ?ische Pr?gung (...) ist.

Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #67 am: 15.11.2019, 08:33:07 »
Autsch, na egal. Ist wie immer der didaktische ?berlegenheitsgestus des Philosophistudenten. Bedauerlich das ich beim Wortgefecht der sch?nen Worte nicht mithalten kann, daher bevorzuge ich eben direkte klare Sprache.

Aber lasst uns lieber wieder ?ber CF ranten.
Wer hat den Gotwaal an Land gezogen? Ich gestehe mit Bauchschmerzen, ich habe zugeschlagen obwohl ich diesmal auf die Ver?ffentlichung warten wollte. Am Ende des Tages wird eh alles zum Kauf im F-Shop angeboten und es ist gar nicht CF exklusiv.



Dajin

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #68 am: 15.11.2019, 08:52:22 »
Hmtja, Nazir, das mit der schwarz-wei?-Meinung k?nnte aber nu auf dich zur?ck fallen. Ich wei? ja auch, von wem das Argument kommt, aber inhaltlich finde ich hat er da einen Punkt und der ist in der Sache sehr wohl eine Diskussion und vor allem eine kontr?re Meinung wert. Und ja, die ist gar nicht mal so einfach in Worte zu fassen.

Es ist derzeit auch in meinen Augen sehr wohl ein Gesellschaftliches Problem, dass man in vielerlei Hinsicht etwas... sagen wir mal ?berempfindlich geworden ist. Da ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, dass diese grunds?tzliche Problematik irgendwann auch im Thema Rollenspiel aufpoppt. Es mag an meinem fortgeschrittenen Alter liegen, aber immer wieder frage ich mich in manchen Diskussionen schon, wie ich eigentlich die 80er Jahre ?berleben konnte. ;) Grunds?tzlich ist es nat?rlich gut und richtig, auf soziale Missst?nde hinzuweisen. Es zeigt ein verantwortungsvolles Verhalten gegen?ber den Mitmenschen, auch wenn diese dann die Helfer gerne als Oberlehrerhafte Gutmenschen bezeichnen. Na Danke. Aber die Welt ist seit den 80ern eben nicht stehen geblieben, sondern hat sich weiter entwickelt. Wir haben nun (fast) die Zwanziger und es ist eben ein anderes Zeitalter, ein Zeitalter der Toleranz, des freien Willens und der Globalisierung. Dinge wie das Internet und damit weltweite, grenzenlose Kommunikation wird man nicht mehr abstellen. All diese Ver?nderungen m?ssen den Menschen nat?rlich nahe gebracht werden, damit sie nicht in ihrer Entwicklung stehen bleiben und irgendwann, als ewig gestrige abgestempelt, sich in ihrem Umfeld nicht mehr zurecht finden. Der Fortschritt ist rasant und die W?hlerzahlen zeigen derzeit, dass er f?r viele zu rasant ist, denn zum Beispiel ist die Mehrzahl der Deutschen derzeit in ihrer W?hlergunst eher Konservativ. 

Um wieder langsam den Bogen zum Topic zu finden, wie gesagt, nat?rlich geht diese Entwicklung der sozialen Revolution auch nicht am Rollenspiel vorbei. Die Welt war eine andere, als DSA oder Warhammer40k gegr?ndet wurde. Dinge, die damals bei Erstellung noch modern und gesellschaftskritisch waren, sind in der heutigen Zeit schon konservativ und veraltet. Und Dinge, die damals noch gar kein Thema waren, sind heute eben aktuell und dazu geh?rt Feminismus genau wie Gleichgeschlechtlichkeit oder kulturelle Diversit?t. Und jetzt komme ich zum Punkt, wo ich Rahnayas Punkt sehrwohl verstehen kann. So richtig die soziale Revolution auch ist, nicht jede Methode zur Umsetzung ist zielf?hrend. Und dazu geh?rt die Radikale Holzhammermethode.

Es f?ngt schon damit an, dass die Argumente bez?glich der veralteten, Klischeebehafteten Darstellung des Rastullahglaubens in DSA nicht von einem Moslem angetragen wurde, sondern einfach so angema?t wurde. Ich glaube, die Feminismusdebatte kam auch nicht von einer Frau hier. Der Kritiker hat also vermutlich erstmal aus eigenem Empfinden heraus das Thema ?berhaupt zur Sprache gebracht, weil es in seinem pers?nlichen Empfinden einen Missstand darstellt. Nat?rlich stellt sich da die Frage, ob der ?nderung fordernde ?berhaupt die Kompetenz hat, den Missstand korrekt zu erfassen. Es l?sst aber auch aus, ob mehr Diversit?t im Rollenspiel ?berhaupt einen Zweck erf?llt. Letztendlich wird hier ein riesen Fass aufgemacht mit dem Ziel eines ansprechenden, modernen Kultur-Utopias. Aber soll Rollenspiel ?berhaupt ein Element der Diversit?t sein? Gibt es da draussen Leute, die ihr Verhalten gegen?ber andersdenkender ?ndern, weil in DSA der Novadi als sozial fair geretconnt wurde?

Die Frage, was echte, nachhaltige ?nderung von Missst?nden ist, ist sehr wohl eben eine der Fragen unserer Zeit. Auch ein Rollenspielsystem ist kein Feld, dass in der Lage w?re, eine 100 Prozentige Diversit?tsabdeckung zu erm?glichen. Das w?re v?llig utopisch. Vor allem, weil es da draussen niemanden gibt, der bestimmen k?nnte, was 100-Prozentig fair w?re. Sp?testens, wenn Diversit?t dazu f?hren soll, dass auch AFD-W?hler genau so viel Spa? an DSA haben sollen wie muslimische Frauen, dann wird irgendwer auf der Strecke bleiben m?ssen. Hundertprozentige Tolleranz schlie?t beide Gruppen ein.

Es braucht einen Status Quo. Und Rahna hat recht, wenn er sagt, dass derjenigen, der mit dem Grad der Diversit?t z.b. in DSA nicht zurfrieden ist es offen steht, ein System zu spielen, bei dem er sich dahingehend wohler f?hlt. Stattdessen mit dem Fu? aufstampfen und sagen "das Spiel muss sich ?ndern, damit ich mich in meinem pers?nlichen Umfeld besser f?hle" hat etwas vom Berg, der zum Propheten kommen soll. So funktioniert das nicht. Es funktioniert auch nicht, wenn man sich in seiner Meinung "in einer Mehrheit" w?hnt. Am Ende bleibt: Wenn jemand einen Missstand entdeckt, dann ist es auch an ihm, ihn zu ?ndern. Bis dahin ist die Person einfach nur ein Konsument und sollte sich dessen auch bewusst sein. Die Person will eine andere Darstellung der Novadis in DSA? Es steht ihm offen, ein Abenteuer zu entwerfen, in dem genau das geschieht. Aber einfach nur den Empfindlichen geben  und sagen "Tut was, Ulisses"... das ist wie der m?kelnde Harz IV-empf?nger, der der Meinung ist, dass an seinem Lebensstatus ausschlie?lich die Merkel schuld w?re. Und ja, eine solche Einstellung geht so manchen so richtig auf den Sack.

Und ich will es nochmal sagen. Auf Missst?nde in sachen Diversit?t und Toleranz hinzuweisen ist richtig und gut. Es braucht diesen Ansatz auch, um das Hobby Rollenspiel aktuell zu halten. So sind sie eben, die Zwanziger. Aber die Art der Ausdrucksweise muss eben stimmen. Einfach nur beleidigt sein und anderen einen Spiegel vorzuhalten, wird nicht zielf?hrend sein. Schon in der Bibel stand, wer ohne S?nde ist, der werfe den ersten Stein. Das hat sich bis heute nicht ge?ndert. Auch wenn viele glauben, ohne S?nde zu sein, nur weil sie das Bild der Frauen in Warhammer 40k ?ndern wollen....

(Hoffentlich h?lt mich jetzt keiner f?r ein verbortes, intolerantes Arschloch ^^ Das bin ich nicht. :) ).
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Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #69 am: 15.11.2019, 10:11:33 »
Oh, diesem Post schlie?e ich mich mit 100% an.

Ach ja, so gerne ich mich mit euch streite und eure Meinung kritisiere und angreife m?chte ich erw?hnen, dass ich es durchaus als positiv empfinde.
Ich w?nschte nur ich k?nnte alle in sch?ne Worte packen.

Sollte sich also einer pers?nlich angegriffen f?hlen, tut mir leid.
Eure Meinung kotz mich an aber das muss ja nicht f?r den Menschen dahinter gelten.
Mit meinem RPG Kumpel streite ich mich auch nach Herzenslust, inzwischen bedaure ich ihn, der arme Kerl ist SPD Mitglied und trotzdem spielen wir seit ?ber 10 Jahren in derselben Runde.

Was die Entwicklung angeht habe ich zur Zeit das Gef?hl, dass sich tats?chlich das Rad etwas zur?ck dreht und konservativ wieder am kommen ist.
In D weniger offensichtlich aber in Europa im Allgemeinen schon sehr stark.

Fido Tatzelt?ter

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #70 am: 15.11.2019, 11:55:49 »
Keine Sorge: Es hat mit der Person nichts zu tun ...

"Aventurien als inneres Urlaubsland" entspricht ja einem Standpunkt der Realit?tsflucht.
« Letzte Änderung: 15.11.2019, 11:57:38 von Fido Tatzelt?ter »

Honak

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #71 am: 16.11.2019, 00:14:51 »
Um mal mehr meinen Senf hinzuzugeben, als nur mit meiner, zugegebenerma?en ziemlich gro?artigen, Frau anzugeben:

Ich halte Inklusivit?t von Rollenspiel als lebensnotwendig f?r das Hobby, selbst wenn man politisch-moralische Erw?gungen au?er Acht l?sst. Pen and Paper-Rollenspiel leidet schon seit l?ngerem an Spielerschwund, ich denke, da sind wir uns einig. Und da w?re es f?r mich die nat?rliche Reaktion, daf?r zu sorgen, dass sich nicht nur der wei?e, m?nnliche, heterosexuelle Alrik Normalnerd im Hobby wohl f?hlt, sondern auch Alrike Nerdine, Serkan Muslimnerd und Wulfbrand LGTBQnerd. Rollenspiel ist - zumindest f?r mich - auch deswegen immer ein tolles Hobby gewesen, weil alle mitmachen d?rfen und sich in der Community willkommen f?hlen sollen. Ich glaube nicht, dass es sich das Hobby leisten kann, irgendeine Bev?lkerungsgruppe als Zielgruppe auszuschlie?en.
Ich kenne jetzt Roll Inclusive (w?r die Diskussion dar?ber vielleicht nen eigenen Thread wert?) leider noch nicht (steht auf der Weihnachtswunschliste, das Crowdfunding hatten wir verpasst), aber so wie ich Judith C. Vogt und Lena Richter im Genderswapped-Podcast (empfehle ich jedem hier au?er Rahnaya) geht es in dem Buch genau darum, Ans?tze und Verbesserungsvorschl?ge daf?r aufzuzeigen (@Nazir, kannst du da N?heres sagen?). Da sehe ich dann aber durchaus auch, dass DSA als gr??tem deutschen Rollenspielsystem eine gewisse Vorbildfunktion zukommt - bei den Zw?lfen, selbst die hippen Influencer von den RockenBeans haben sich DSA zum Vorbild genommen!
Die Notwendigkeit f?r mehr Inklusivit?t im Rollenspiel sehe ich deutlich st?rker, seit den Erfahrungen, die meine Frau gemacht hat, als die Wege-der-Vereinigungen-Diskussion hochgekocht ist. Sie und auch unsere anderen Mitspielerinnen (ja, Plural) geben alle an, von DSA auch (teilweise: vor allem) durch die in Regelsystem und Weltbeschreibung verankerte Geschlechtergleichheit ?berzeugt worden zu sein, die sich - zumindest zu DSA 4-Zeiten - auch in den Illustrationen niederschlug: Genannt wurden hier von meien Gew?hrsfrauen z.B. die Professions-Bilder in Wege der Helden (Highlight z.B.: die Fuhrfrau) oder auch die Praios-Geweihte auf dem Poster aus "G?tter und D?monen". Bilder halt, bei denen die Profession der abgebildeten Person im Vordergrund stand. Als sich das gegen Ende zu DSA 4.1 und v.a. mit DSA5 ?nderte, ist das meinen Mitspielerinnen, unter anderem eben meiner Frau, sehr negativ aufgesto?en. Und als sich meine Frau dann im Internet in einer einschl?gigen Facebook-Gruppe ?u?erte, wurde ihr von ein paar selbsternannten Gralsh?tern des Rollenspielernerdtums auf recht r?de Art und Weise gesagt, dass ihre Meinung irrelevant f?r DSA sei, da sie als Frau nicht zur Zielgruppe geh?re. Das ganze unter den Augen von niemand anderem als Alex Spohr, der indirekt zugestimmt hat. Das hat meine Frau in eine tiefe, mehrere Monate andauerende, existentielle Krise gest?rzt, weil DSA eben auch f?r sie das "innere Urlaubsland"war, in das sie sich fliehen konnte, wenn die Realit?t schei?e zu ihr war. Und jetzt war, so f?hlte sie es, DSA schei?e zu ihr und sie hatte kein "inneres Urlaubsland" mehr. Heute jedenfalls kauft sie keine Ulisses-Produkte mehr. Wir spielen zwar noch DSA, aber unsere Begeisterung f?r DSA, vor allem f?r das neuere DSA, hat merklich nachgelassen. Meine Frau hatte vorher ?berlegt, was f?r's Scriptorium zu schreiben. Hat sie dann nicht gemacht. Hat stattdessen an einem Splittermond-Schreib-Wettbewerb teilgenommen - und gewonnen.
Meine Schlussfolgerung daraus?
1.) Leuten das Gef?hl zu geben, sie seien im Hobby nicht repr?sentiert, schadet. Nicht nur diesen Leuten, sondern auch dem Hobby. Und wir sind echt nicht so viele, dass wir uns das leisten k?nnten.
2.) Seid vorsichtig mit Aussagen wie "wenn's dir hier nicht passt, dann geh doch r?ber!", wenn jemand seine Meinung ?u?ert. Da bitte ich halt einfach um Empathie. Ich hab miterlebt, was das anrichten kann. Das war nicht sch?n und wenn ich an die Leute denke, die das gemacht haben, bin ich nahe am Blakharaz-Pakt.
Die Novadi-Darstellung verdient eigentlich auch einen eigentlichen Thread, deswegen ?u?ere ich mich hier nicht dazu, damit meine Hauptaussage nicht untergeht.
Ich bin als Deutscher mit DSA aufgewachsen,
mich l?sst Aventurien nicht fort.
Ich bin wie ein Baum mit der Spielwelt verwachsen,
der im Zweifel mit dem Systeme verdorrt.
(Alrik K?stner)

Rahnaya

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #72 am: 16.11.2019, 07:28:20 »
Zitat
Dann sei froh das du die Ausnahme gefunden hast, inklusive einer Portion Neid meinerseits.

Ich hoffe du hast den zweiten Teil meiner Aussage auch richtig verstanden.


Zitat
verdient eigentlich auch einen eigentlichen Thread

Nicht reden machen, dieses Forum kann etwas Aufregung vertragen.

Zitat
Da sehe ich dann aber durchaus auch, dass DSA als gr??tem deutschen Rollenspielsystem eine gewisse Vorbildfunktion zukommt

?h Nein, es ist ein Spiel und keine Blaupause f?r das soziale miteinander im realen Leben. Das letzte was es braucht, ist das die politischen Gefechte der BRD nach Aventurien eingeschleppt werden.

Zitat
Und als sich meine Frau dann im Internet in einer einschl?gigen Facebook-Gruppe ?u?erte, wurde ihr von ein paar selbsternannten Gralsh?tern des Rollenspielernerdtums auf recht r?de Art und Weise gesagt, dass ihre Meinung irrelevant f?r DSA sei, da sie als Frau nicht zur Zielgruppe geh?re. Das ganze unter den Augen von niemand anderem als Alex Spohr, der indirekt zugestimmt hat. Das hat meine Frau in eine tiefe, mehrere Monate andauerende, existentielle Krise gest?rzt, weil DSA eben auch f?r sie das "innere Urlaubsland"war, in das sie sich fliehen konnte, wenn die Realit?t schei?e zu ihr war. Und jetzt war, so f?hlte sie es, DSA schei?e zu ihr und sie hatte kein "inneres Urlaubsland" mehr.

Ernsthaft ? Wie soll man darauf antworten ohne als Arschloch dazustehen, da bleibt ja nur ein zustimmendes Nicken und ein Schulterklopfen mit einem "Ach du Arme".
Was nat?rlich Unsinn ist, wenn es ihr so wertvoll ist, hilft nur dagegenhalten und nicht wegrennen. Mal davon abgesehen, das sich DSA zum Thema Geleichberechtigung nicht ge?ndert hat. Evtl. haben die Illustratoren andere Vorlieben, das wurde in WdV schon ?belst ausgewalzt. Die Illustratorin fand weibliche K?rper sch?ner hat entsprechend mehr gezeichnet und wurde daf?r angefeindet.
Man muss im Leben schon was aushalten k?nnen, deine Frau hat doch in Splittermond ein neues Urlaubsland gefunden, wobei das jetzt auch nicht viel anders r?berkommt. Viel Wei? und Europa Mittelalter. Warum ? Na weil Aische und Osman in der Regel eben solche Spiele nicht spielen oder kaufen.
W?rde ich ein PnP spielen, dass an den Orient angelehnt ist ? Eher nicht.



Honak

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Antw:Crowdfunding DSA
« Antwort #73 am: 16.11.2019, 12:13:10 »
[
Zitat
Und als sich meine Frau dann im Internet in einer einschl?gigen Facebook-Gruppe ?u?erte, wurde ihr von ein paar selbsternannten Gralsh?tern des Rollenspielernerdtums auf recht r?de Art und Weise gesagt, dass ihre Meinung irrelevant f?r DSA sei, da sie als Frau nicht zur Zielgruppe geh?re. Das ganze unter den Augen von niemand anderem als Alex Spohr, der indirekt zugestimmt hat. Das hat meine Frau in eine tiefe, mehrere Monate andauerende, existentielle Krise gest?rzt, weil DSA eben auch f?r sie das "innere Urlaubsland"war, in das sie sich fliehen konnte, wenn die Realit?t schei?e zu ihr war. Und jetzt war, so f?hlte sie es, DSA schei?e zu ihr und sie hatte kein "inneres Urlaubsland" mehr.

Ernsthaft ? Wie soll man darauf antworten ohne als Arschloch dazustehen, da bleibt ja nur ein zustimmendes Nicken und ein Schulterklopfen mit einem "Ach du Arme".
Was nat?rlich Unsinn ist, wenn es ihr so wertvoll ist, hilft nur dagegenhalten und nicht wegrennen.

Danke, dass du trotzdem versuchst, als Arschloch dazustehen. Geiles victim blaming, meine besten ironischen Danksagungen daf?r. Es geht nich darum, was meine frau h?tte tun m?ssen. Es geht darum, dass sich niemand  wie Arschl?cher benehmen sollte, weil das dem Hobby schadet. Ist das denn so schwer?
Ich bin als Deutscher mit DSA aufgewachsen,
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(Alrik K?stner)

Rahnaya

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« Antwort #74 am: 16.11.2019, 13:53:14 »
Zitat
auf recht r?de Art und Weise gesagt, dass ihre Meinung irrelevant f?r DSA sei, da sie als Frau nicht zur Zielgruppe geh?re.

"Victim Blaming" auch wieder so hohes Wort das missbraucht wird. Deine Frau wurde nicht vergewaltigt und dann beschuldigt selber schuld zu sein, weil sie einen Minirock an hatte.
Sie wurde Opfer von Unh?flichkeit und sollte als Erwachsene sich entsprechend wehren k?nnen oder wenn nicht, die Gruppe l?schen.

Sie l?sst sich doch wohl hoffentlich nicht von ner verschissenen Facebook Seite runterziehen. Ehrlich, die sozialen Medien sind alles andere als sozial, selbst in einem Alt-Herren Forum wie hier geht es ja ab und an rau zu.

Ist so als w?rde man in den L?wenk?fig springen und sich dann beschweren das einen die L?wen fressen.