Autor Thema: Naturrechtliche Grundlage unseres Staatsdenkens  (Gelesen 77 mal)

Fido Tatzelt?ter

  • Vinsalter
  • *
  • Beiträge: 136
    • Profil anzeigen
Naturrechtliche Grundlage unseres Staatsdenkens
« am: 26.07.2020, 15:54:21 »
Hallo,

neulich wurde unser Staatsdenken thematisch angeschnitten.

Nazir erklaerte,  es sei nicht unbedingt so, dass vom Naturzustand aus das Individuum, urspruenglich fuer sich selbst ueber alle Gewalten verfuegend, einen Teil der Gewalt dem republikanischen Gemeinwesen und dem demokratischen bzw. sozialisierenden Prinzip ueberlasse - und in jeder anderen Hinsicht frei sei.

Wie nun kommt man zu anderer Auffassung? Man muesste dann ja annehmen, die Republik stehe als juristische Person in der Rechtsnachfolge des Koenigtums und uebe dessen Hausherrschaft ueber ... blosse Untertanen ... aus. Der Staat waere dann eine modifiziert-privatrechtliche Einrichtung. Individuelle Freiheitsrechte waeren lediglich ueberlassen, nicht urspruenglich eigen.


Moeglichkeit 3: Die Formulierung des Staatszwecks in Art. 1 ist als unabaenderlich festgesetzt und der demokratischen Entscheidung entzogen. Somit haben die Vaeter und Muetter des GG gleichsam das Ius Divinum postuliert - und alles andere Recht leitet sich lediglich ab. Damit waere es so aehnlich wie die Moeglichkeit 2, dabei aber ins Transzendente emporgehoben: Die Quelle des Staates steht ueber seinen Individuen und ist durch sie nicht mitbeeinflusst.

Gruesse

Fido
« Letzte Änderung: 27.07.2020, 03:18:37 von Fido Tatzelt?ter »

Fido Tatzelt?ter

  • Vinsalter
  • *
  • Beiträge: 136
    • Profil anzeigen
Antw:Naturrechtliche Grundlage unseres Staatsdenkens
« Antwort #1 am: 27.07.2020, 20:48:00 »
P.S.: Oder wie waer's mit einer Zusammenfuehrung von Moeglichkeit 1 und Moeglichkeit 3:

Das Individuum, vernunftbegabt und somit ein Mensch, erkennt durch die Vernunft hindurch, durch Gottesschau, das Sittliche. Im naechsten Schritt ist fuer die Summe der Individuen durch die Vernunftbegabung bzw. Teilhaftigkeit Gottes hindurch determiniert, dass der Staatszweck als sittlich festgesetzt zu sein hat.

Dann sind beide Konzepte sozusagen umklammert.