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Diskussion / VERSCHOBEN: Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Fil am Heute um 17:33:35 »
Dieses Thema wurde verschoben nach Weltanschauungen .

https://vinsalt.flippah.de/index.php?topic=18.0

Zerschneiden muss man derzeit wahrscheinlich nicht großartig. Aber da die Diskussion knietief im weltanschaulichen Bereich angelangt ist, denke ich das es im entsprechenden Forum besser passt.
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Fido Tatzeltöter am Heute um 15:55:25 »
Muss man drittklassiges Journalistengesülze, das über einen Boulevardkanal kommt, wirklich als tüchtigen Welterklärungsversuch verwenden?
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Dajin am Heute um 15:02:28 »
Zitat
Aber die Darstellung des Rastullah-Glaubens sticht schon deutlich hervor: Der Glaube hat per definitionem Unrecht. Seine Gläubigen konnten bislang keine Wunder wirken. Die Anhänger sind quasi alle radikal bis fanatisch (oder verrückt im Falle der Schule von Selem). Sie verbreiten ihren Glauben mit Gewalt (Waldmenschen werden dagegen nur mal von "rührigen Traviageweihten" missioniert, der Zwölfgötterglaube ist also friedlicher).

Also in den 90ern dachte ich nicht wirklich, dass es sich beim Novadi-Glauben um eine nichtigkeitserklärung des Islams handelte. Für mich war das eher ein "Das, was wir kennen - also Monotheismus - gibts in Aventurien nicht. Ich sah da genau so das Christentum drin. Tatsächlich ist hier ne menge Interpretationsspielraum. 

Zitat
Sie transportieren frauenverachtende Klischees (Pferd ist mehr wert, als die Frau).

Historisch aber richtig. Auch Novadis lebten bei DSA im 12ten Jahrhundert.

Zitat
Jetzt ist nur die Frage: Von welcher real existierenden, monotheistischen Religion, die sich irdisch aus einem Land mit vielen Wüsten heraus ausbreitete, etc. pp., ist der Rastullahkult wohl inspiriert?

Dem Film Laurence von Arabien. Gewann sieben Oscars, u.a. in "Bester Film." Nr. 7 der "Besten Filme Amerikas" herausgegeben von der Movie Academy 2007. So wie in den 80ern und 90ern auch alles andere von Filmen geklaut war. Warum sollte damals auch jemand sagen "wir dissen den Islam und erstellen die Novadis?" Damals - wie ich ja schon erklärte - was das kein Zeitthema. und seitdem ist in Sachen novadi ja wirklich was passiert, newa? ;)

Zitat
Wenn man schon Waldmenschen haben will, wäre es auch möglich gewesen, ihnen Raum für eine ernsthafte Kultur zu geben. Statt sie als dumme Wilde und reine Opfer weißer und orientalischer Sklavenjäger darzustellen.

Ey, Mohas konnten als einzige Hruruzat! Die waren voll geil zu spielen für einen 15-jährigen. und wieder... schaut man sich den Entwicklungsstatus von karibischen Indianern im 11ten bis 15ten Jahrhundert ansieht... dann ist das schon ein wenig authentisch. Später haben sie ja Kemi dazu bekommen. und auch die Tocamujac auf ihren Schildkröten waren schon ziemlich cool. Und was die hinterwäldler-Stämme betrifft... wieder war die Vorlage in wirklichkeit die Filmwelt. Seit Filmen wie Indiana Jones 1 oder Quatermain, bzw. auch die Jagt nach dem roten Rubin mit Michael Douglas waren Indigene Völker modern. Abenteuerfilme waren etwas Zeitgemäßes und auch DSA brauchte sowas einfach, um mit der Zeit zu gehen.

Zitat
Aber hauptsächlich kritisiere ich, dass das Bild auch 2019 noch durchgezogen wird. Man hätte ja aus 30+ Jahren lernen können.

Das sehe ich halt irgendwie gar nicht. sie haben Rastullah eingeführt, sie haben Kemi eingeführt und nicht wieder eingestampft, Uthuria ist eine ehemalige Hochkultur nach der anderen... In den 80ern hätte das anders ausgesehen.

Zitat
Stattdessen findet man es eine gute Idee, Utulus Boni beim Auswürfeln der Penislänge zu geben

Das stimmt allerdings, das dürfte man als schwarze Stunde bezeichnen dürfen. Wobei solche Böcke nicht Sinnbild für das ganze System ist. In den 90ern hatte DSA immerhin urplötzlich ein Atomkraftwerk (Auch so eine Zeitzeugen-Geschichte). und wie gesagt - Sylvanas Befreiung.

Zitat
Aber im Großen und Ganzen leider dennoch enttäuschend.

Und das ist eben subjektive Wahrnehmung. Da hat jeder seine persönlichen Geschmäcker. Und DSA ist Mainstream, also dazu da, es der größtmöglichen masse an Spielern irgendwie recht zu machen.

Zitat
Klar. Das kann aber den Produzenten nicht seinerseits von aller Verantwortung befreien.

Das nicht, aber dem Maß an Verantwortung, dass sie haben, kommen sie nach. Denn den Stempel "Volksverhetzend" hat noch kein DSA-Produkt auf sich stehen gehabt. Nicht mal ansatzweise.

Zitat
Doch. Denn du scheinst tatsächlich der Meinung zu sein, dass rassistische Diskriminierung jedenfalls dann nicht so schlimm ist, wenn es um Nischen und Nebensachen geht, die man nicht unbedingt braucht. Es macht aber keinen Unterschied, ob an Schwarze nicht vermietet wird, an sie kein Smartphone verkauft wird, sie in diesem Restaurant keinen Platz bekommen, sie in diesem Fußballverein nichts zu suchen haben oder sie in diesem RPG rassistisch diskriminiert werden. Entscheidend ist, ob und wie schwerwiegend die Diskriminierung ist (ja, insoweit ist eine rassistische Darstellung Schwarzer Völker in einem RPG weniger schlimm, als die Vorenthaltung von Wohnraum) - egal ist aber, in welchem Kontext es passiert.

Nein, ich bin der Meinung, dass rassistische Diskriminierung und schlechte, klischeebehaftete Recherche deutliche Unterschiede sind. Immerhin siehst du selbst ein, dass es ein unterschied ist, wie schwerwiegend der Grad der Diskriminierung ist. Diese radikale Ansicht von dir gefällt mir dahingehend auch gar nicht. Denn eben jener Grad der Diskriminierung benötigt als Antwort einen gleichermaßen angemessenen Grad der Zurechtweisung. Wenn du glaubst, dass der rassistische Restaurantbesitzer im gleichen Zuge zu Maßregeln wäre wie der DSA-Autor, der den Phallusscherz brachte, dann macht mir die Ansicht die Sorge. Beim DSA-Redakteur weiß ich, dass ich genervt über den Infantilen Witz mit den Augen rolle, dieser aber keinen Schaden anrichten wird, weil JEDER das so denken wird. Beim Restaurant würde ich jedem empfehlen, das Restaurant nie wieder zu besuchen, weil die Form der Ablehnung und Abgrenzung so plakativ und unmoralisch ist, dass sie damit eine viel größere mediale Aufmerksamkeit hat. Weil das Fehlhandeln viel tiefer im Rassisten verankert ist. Weil es bewusster Rassismus wäre. Und nicht nur Schlampigkeit. 

Zitat
Sagen wir mal so: Türken, Syrer und Afghanen gibt es in Deutschland mehr als 2 Millionen (ca. 2,5%). Wie viele davon siehst du denn so auf RPG-Conventions?

ich bin 40, du glaubst doch nicht allen ernstes, dass ich noch auf P&P-Cons gehe ^^ Aber auch da. Wie viele Türken, Syrer und Afghanen kennst du denn, die stattdessen Rollenspiele spielen, die politisch korrekt sind? Das sind doch genau so wenige. Ist dir mal der Gedanke gekommen, dass es da vielleicht auch kulturelle Unterschiede gibt, die das Rollenspiel als Hobby für solche weniger interessant macht? Die ganze Fantasy basiert ja wie schon gesagt hauptsächlich auf Hollywoodfilme, bedient sich weiterhin einer mitteleuropäischen Mittelalterwelt. Der Wunsch, einen Ritter zu spielen, einen Magier oder einen Söldner, der mit dem Schwert oder dem Bogen seine Gegner nieder metzelt, ist von der Erzählweise für ein West/Mitteleuropäisches, wohlständiges Publikum. Wen du in Syrien und Afghanistan 13 bist, kommst du nun mal nicht mittags um 13 Uhr von der Schule und kannst den Würfel schwingen. Dem Kulturkreis fehlt die komplette Basis, um mit Rollenspiel als Hobby überhaupt in Kontakt zu kommen. Dass der Prozentuale Anteil dieses Kulturkreises auf P&P-cons nicht entsprechend vorhanden sind, ist da doch nur logisch.

Zitat
Aber das Beispiel ist eben auch dadurch so gut, dass es zeigt: Dir und mir wäre sowas nicht passiert. Das ist eines der Privilegien, die man als Mann hat, ohne sie wirklich zu merken. Denn das Privileg geht ja nicht dahin, dass dir irgendwer was positives gibt. Es geht dahin, dass dir bestimmter Mist nicht passiert. Aber das ist ungleich schwerer zu bemerken... (*)

:D Du musst mehr mit Frauen reden glaube ich. ;) Ich kenne auch viele Frauen, denen das nicht passiert wäre. und hatte auch als Mann mit genügend Flachpfeifen zu tun. Immerhin hab ich mich lange Zeit in Fußballfan-Foren rum getrieben. ^^


Zitat
Natürlich. Du hast durchaus recht, dass man da als Kritik Übender auch aufpassen muss. Genauso richtig ist aber, dass es Leuten wie Rhanaya nicht darum geht. Der ist aus Prinzip dagegen, weil das alles linksgrünversiffte Propaganda ist.

Das seh ich tatsächlich auch so. Aber vielleicht ändert sich das ja jetzt, wo er weiß, was passive Aggressivität ist. ^^


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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Fido Tatzeltöter am Heute um 11:31:04 »
Dem ganzen Diskurs scheint die Unterscheidung zu fehlen, ob die Spielwelt als Utopia aufgesucht oder ob die Spielwelt inszeniert wird.

Ein Held ist ja auch nicht oder zumindest weniger mein Alter Ego als vielmehr eine Art Marionettenfigur. Und die kann auch Räuber Hotzenplotz sein, ohne dass ich Hotzenplotz wäre.
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Gesellschafts- & Computerspiele / Antw:Panzer Ho!
« Letzter Beitrag von Nimmgalf am Heute um 11:27:34 »
Gestern war mal wider so n Tag zum Abgewöhnen. Hatte ne Win-Rate von <30%, war fast immer nur Low-Tier und meistens im Deppen-Team gelandet. Irgendwann ist man dann genervt und macht dann auch noch selber dumme Fehler, dann macht man am besten aus.

Der einzige Panzer, mit dem es einigermaßen gut lief (einmal eine (1) geholt mit über 5k Schaden kombiniert) war das Object 705, ein schwerer 9er Russe, der sowohl gut austeilen, als auch gut einstecken kann. Für mich jetzt schon (im Stock-Zustand) einer der besten 9er Heavies. Nur auf Entfernung taugt der nix wegen langer Einzielzeit und ungenauer Kanone. Aber im Nahkampf ist der echt brutal gut und kann auch locker gegen Xer antreten.
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Nimmgalf am Heute um 10:41:26 »
Aber das war halt so...! ist auch nicht so ein dolles Argument, finde ich.
Ja, natürlich sind mittelreichische Barone eher weiß. Dass entsprechende Illustrationen Schwarze zeigen sollen, hat aber wieder keiner gefordert.
Andererseits: Halbdrachen als Kaiser sind ok, dunkelhäutige Barone eher nicht. Dabei wohnen die Horasier gefühlt 30 km von den ersten Waldmenschenstämmen entfernt. :D Wenn man das bedenkt, gibt es deutlich zu wenig Barone mit Waldmenschenblut im HR und tulamidischer/aranischer Abstammung in Garetien. Bekannt sind mir schonmal keine im Horasreich.

Meine Frau spielt z.B. in unserer Uthuria-Kampagne eine schwarze Utulu-Kriegerin, vereint damit gleich mehrere Minderheiten (Frau, schwarz, Kriegerin) und bedient sich dabei natürlich auch typischer Klischees (Sprachprobleme, barbarische Sitten, krude Moralvorstellungen, etc).
Die Klischees hat sie sich aber auch nicht alle ausgedacht, die hat das Setting ja auch vorgegeben. Mohas und Utulus haben nämlich alle barbarische Sitten - weil es ja Wilde sind. Da sorgt die Beschreibung dafür, dass die SC in ein - rassistisches! - Muster hineingedrängt werden. Das ist natürlich nicht schuld der Spieler, die den SC dann der Beschreibung entsprechend spielen.

Nun, in Garetien gibt es das recht einflussreiche Haus Aimar-Gor, welches ursprünglich aus dem Aranischen stammt. Ihr Blut ist inzwischen jedoch so sehr verwässert, dass sich die Mitglieder äußerlich kaum noch von "normalen" Garetiern unterscheiden. Aber es gibt sie! Und auch andere kleinere Familien haben tulamidische Einschläge, das ist jetzt nicht allzu ungewöhnlich. Mir ist allerdings auch kein Fall bekannt, dass ein Baron seinen Moha-Bastard zum legitimen Nachfolger benannt hat - das wäre vielleicht mal ein interessantes Setting. Kategorisch ausschließen würde ich das jedenfalls nicht (und wäre wohl noch deutlich wahrscheinlicher, als dass man einen "Wilden" aufgrund seiner Verdienste zum Baron ernennt - wie es zu Zeiten der ersten und zweiten Lehensvergabe noch möglich war...)

Zum von der Redax vorgegebenen Setting zu den Mohas: hier würde ich nicht den Begriff "rassistisch" verwenden, sondern eher "rassentypisch". Ersteres klingt immer gleich so abwertend. Und nirgendwo wird den Spielern verboten einen rassenuntypischen Charakter zu spielen. Es kann doch auch recht interessant sein, den Klischees, denen man aufgrund seiner Rasse und Kultur immer wieder begegnet, auf verblüffende Weise zu widersprechen. Man muss es einfach nur wollen.
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Fido Tatzeltöter am Heute um 08:54:54 »
(Zu diesem Larp-Link)

In der Fürstenspiegelliteratur - die ja in dem Punkt normativ wäre - steht nirgends, dass ein guter Fürst sein Gesinde schlägt. Eher ist er der Schutzherr und Garant des Friedens.

Religiösen Fanatikern ist nicht jeder hinterhergerannt. Da ist doch der Mönch, der von vulgären Gestalten für seine Gläubigkeit verhöhnt wird ...

Usw.

(Es zeigt sich schon an den Beispielen, dass ein Theorie-Praxis-Gefälle ins Spiel kommt)
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Nazir ibn Yussuf am Heute um 08:43:16 »
Warum spielt ihr eigentlich noch DSA wenn es so unglaublich rasisstisch und sonst was ist?
Ist das deine Antwort auf die hier erwähnte Frage?
Deswegen wirst du hier wiederholt gefragt, was du verlierst durch eine geänderte Darstellung.

Warum sollte ich also auf deine Fragen antworten?
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Fido Tatzeltöter am Heute um 08:37:13 »
Und woher wollen ausgerechnet solche Futzis wissen, wie sich die moderne Moral von der früheren unterscheidet?
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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« Letzter Beitrag von Dajin am Heute um 08:21:17 »
Zitat
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passiv agressiv

Was zum Geier ist das ?

Hui! Ist die Frage ernst gemeint? Dann könnte das Wissen ne menge Erklären. ^^

Passive Aggressivität beschreibt subtiles, unterschwelliges Verhalten in Stress- oder Streitsituationen. Statt wütend oder flüchtend reagiert man auf solche Situationen mit zynischen, doppeldeutigen, meist negativen Bemerkungen. Sprich der passiv aggressive sagt etwas, hat dazu aber eine falsche Körpersprache. Ein klassiker der passiven Aggression ist dieses "Kann ich heute ohne dich in die Kneipe?" "Ja klar... geh nur... lass mich hier zurück..."... DANGER. ;)

Hier sind noch so ein paar Beispiele für passive Aggressivität... beschreibt mich erschreckend gut, wie ich gerade feststelle... ^^  Aber das wusste ich zum Glück auch vorher. https://www.businessinsider.de/10-subtile-anzeichen-dafuer-dass-sich-jemand-passiv-aggressiv-euch-gegenueber-verhaelt-2018-9

Passive Aggressivität hat eben auf den Gegenüber auch die Wirkung, dass das Gespräch unzufriedenstellend läuft, man ist verwirrt und hat probleme, in dem Thema der Person zu trauen. Was dann meist eine intensivierung der Diskussion zur Folge hat. Man versucht weiter den passiv aggressiven von seiner Meinung zu überzeugen, obwohl er diese vielleicht längst akzeptiert/verstanden hat. Deswegen ist das passiv aggressive Verhalten für Argumente so problematisch. Eine vorgeschlagene Lösung kann noch so gut klingen, wenn man sie nicht glauben kann...
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