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Nachrichten - Dajin

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 28.11.2019, 08:40:16 »
Einwurf im Zeichen der N?tzlichkeit: "Die Schatzinsel" von Robert Louis Stevenson bietet viele Ideen.

Die Ideen daraus sind im GOT-Abenteuer Dragonhoard schon komplett ?bernommen worden. ^^ Da kamen also schon andere vorher drauf. ^^

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 27.11.2019, 07:42:37 »
Hm... mal am Rande gefragt, seht ihr auch alle urpl?tzlich keine Umlaute mehr? ?, ? und ? sind gerade kein Vergn?gen...


und davon abgesehen... come on! DSA jetzt zum Sci-Fi zu erkl?ren, weil im 90er Jahre Abenteuer Borbarads Fluch ein Raumschiff vorkommt, kann echt nicht euer ernst sein. ;) Nat?rlich ist DSA KEINE Sci-Fi-welt. Die dortige Zivilisation hat ja nicht mal das Schie?pulver f?r sich entdeckt. Habt ihr alle nie Civilisation gespielt? ;)

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 26.11.2019, 10:36:42 »



Zitat
Wenn es darum ginge, soziale Themen zu thematisieren, dann h?tte das seinen Platz im Mittelreich gehabt, denn dort spielen die meisten Gruppen. Wenn ich dazu in die Khom muss, ist das recht nutzlos.

Hm, wir bewegen uns gerade in den bereich der pers?nlichen Spielphilosophie, oder? Ob "die meisten" Gruppen im Mittelreich spielen, kann ich nicht festlegen, ich bezweifle, dass es dar?ber empirische Studien gibt. Ich kann nur von meinem pers?nlichen Spiel sprechen, was in dieser Diskussion dann nat?rlich nicht viel beitr?gt, was ich aber dennoch nicht unerw?hnt lassen will. So spiele ich z.b. sehr ungern im Mittelreich, da mir die fehlende Exotik etwas zu langweilig ist. Wenn es geht, versuche ich mein Spiel im Horasreich statt finden zu lassen, aber auch die Runde rund um die Gauklertruppe der Bey Zitty Roller in Aranien hat ?u?erst viel Spa? gemacht. Soll hei?en - f?r mich ist Aventurien EIN Kontinent, den ich komplett bespielen kann. Dass die meisten Spielrunden im Mittelreich sind, wird vermutlich daran liegen, dass dort die meisten Abenteuer spielen. Und das wiederum ist dem Metaplot geschuldet. Da spielt im Grunde sogar das Briefspiel mit rein, da eben jene Region auch schon als Spielziel eine solch immense Detailtiefe erhalten hat, dass z.b. Regionen wie Zhandukistan, die Ashub-ebene, das Shadif oder Arratistan so gar nicht in der Lage sind, dem Spieler da die gleichen Impulse zu liefern.  Letztendlich spielt man da, wo der Spielleiter einen haben will. Und wenn der die Wahl hat, sich ein Abenteuer entweder im Sultanat Arratistan zu erstellen, wo er nicht viel mehr wei? wie dass es ein Savannenland ist und sein Sultan Nazir BEN Yussuf (Kein Witz) hei?t und dort unter anderem Messing hergestellt wird; und auf der anderen Seite z.B. ein Abenteuer in Efferdas abhalten will, wo mit wenig Recherche jede Kneipe einschlie?lich Kneipenbesitzer und Verwandtschaft beschrieben ist... wo gehen die meisten da wohl hin?

Und jetzt will ich ein Abenteuer in Arratistan. Menno ^^

Zitat
Und ich kann nicht wirklich nachvollziehen, dass die Unterdr?ckung von Frauen bei den Novadis/Muslimen der Wesenskern der Gesellschaft sein soll, den man nicht streichen kann, im Mittelreich/Kerneuropa das dagegen verzichtbar sein soll. Denn diese Gesellschaft war ebenfalls von absoluter Ungleichheit gepr?gt. Zu recht nimmst du an, dass man da aber gut drauf verzichten kann und trotzdem sofort mit dem DSA-F?ntelalter vcrtraut ist. Aber das w?rde auch bei Novadis gelten, die M?nner und Frauen gleichbehandeln.
Es bleibt ein Feigenblatt.

W?rden Muslime ihre Frauen wie Vieh behandeln, w?re das wohl wirklich etwas, worauf man verzichten sollte. Sowas wie Saudi-Arabien braucht kein Rollenspiel. Hat nach meinem Empfinden DSA aber auch nicht. Die Novadis sind ein Patriarchaies Volk, ohne Zweifel. Eine klare Anlehnung an den Islam. DSA hatte aber auch kein Problem damit, in Aranien ein Matriarchaies Volk gegenzustellen, die ebenfalls arabische Charakteristika haben. Novadis sind verschiedene St?mme, die alle mehr oder minder extremistisch sind. Die meisten eher weniger. Vor allem ihr Kalif ist schon sehr sehr liberal unterwegs, wie ich finde. Auf der Gegenseite, niemand hat ein interesse daran, einen Kasemiten zu spielen, ausser vielleicht f?r einen Kasemiten-Oneshot, einfach um sich st?ndig selbst ins Bein zu schie?en.

Wie auch immer, die Low Fantasy spielt mit Klischees. getreu dem Motto "Bringe Sachen, die man kennt". Dass das Reich der Franken oder das heilige r?mische Reich deutscher Nation nicht minder Patriarchaisch war als der Islam, steht ausser Frage. Doch die erste assoziation mit der Epoche sind Ritterturniere, K?nige, Schwertk?mpfer. Der sch?ndliche Umgang mit Frauen ist in der romantischen Verkl?rung dieser Zeit nicht eingegangen. Stellt man dem jedoch die Geschichten aus dem Abendland entgegen, hat man dort sehr prominent das Klischee der Harems und der polygamen Vielfrauenheirat. Auch hier hat nat?rlich das Hollywood der 60er Jahre seinen Teil dazu beigetragen, ob es jetzt die Sindbad-Filme waren oder welche mit Omar Sharif. Genau so die Karl May-Romane, in denen st?ndig jemand aus dem Harem gerettet werden muss. Seit jeher, seit Rudolph Valentino den Scheich gab, bedient die Beschreibung des Orients vor allem erotische Tr?ume. Nat?rlich ist es v?llig unm?glich, auf diesen Part zu verzichten, wenn man die Region beschreibt. Und ?brigens, auch dass die Abbildung eben jenen Orientreiches heutzutage hinterfragt wird, ist eine Entwicklung der Filmbranche. Gerade w?hrend George W. Bushs Filmegide ?nderte sich die propagandistische Darstellung des Orientes, hin zu den fiesen Bombenlegern, die sie grunds?tzlich nat?rlich genau so wenig sind wie durchgehend frauenverachtende Machos. Das ist ein Trend, den DSA sehr wohl NICHT mitgemacht hat.

Wie auch immer, diese cineastische und literarische Pr?gung unterscheidet die beiden Kulturen eben genau in diesem Puncto. Und da DSA in seiner Regionalbeschreibung ja eine gewisse Glaubw?rdigkeit liefern muss, f?hrte an den Harems, aus denen man die Frauen in N?ten befreien kann leider ?berhaupt kein Weg vorbei. Ich sagte ja bereits, gerade als Neuspieler muss man in der Low Fantasy gucken, was man kennt und was man sich vorstellen kann. In zwar politisch v?llig korrekte, aber ohne Vorlage beschriebene V?lker wird er sich nicht so einfach rein denken k?nnen. Und gerade beim Mainstream muss man eben ein Produkt liefern, dass den Mainstream bedient. Das sind eben vor allem diejenigen, die intuitiv an so etwas ran gehen und erstmal das nehmen, was ihnen ihr Umfeld als Glaubw?rdig suggeriert. Und das liefert eben Hollywood. Da kann DSA nicht gegen an. Man konnte nur so etwas wie Aranien entgegen stellen. Und das haben sie getan.

Dahingehend empfehle ich diesen sehr interessanten Link. https://www.zeit.de/zeit-geschichte/2017/04/orientalismus-kino-hollywood-georg-seesslen


Zitat
F?r den Anfang magst du recht haben. Ich habe auch nicht gesagt, dass das negative Islambild nun absichtlich entstanden w?re. Eher im Gegenteil. Und ja, beim Weltenbau bedient man sich nat?rlich woanders und reproduziert oft die dortigen Klischees. Es wurde danach dann aber 30 Jahre nicht besser.

Siehe oben. Bis September 2001 gab es gar keinen Grund, es zu "verbessern." Mehr noch, zum Gl?ck wurden viele Gelegenheiten ausgelassen, es zu verschlechtern. es w?re in dieser Zeit auch sehr einfach gewesen, den Novadi als neues Feindbild aufzubauen, den es zu bekriegen gilt. Darauf wurde verzichtet, vermutlich weil man mit DSA 4 den Novadi ganz frisch neu Spielbar gemacht hatte. Seitdem fand ja sogar bei Orks eine "Humanisierung" statt, um sie spielbar zu machen.

Zitat
(War das ?berhaupt eine offizielle Publikation? Wo stand das nochmal drin, ich hab irgendwas im Kopf, dass das ne Fanart war...)
Es war Wege der Vereinigung. Ein Crowdfunding, du siehst den Threadbezug? ;)

Jap, i see ;) Ulisses hat also einfach eher nur Geld kassiert und es dann vermutlich ungelesen gedruckt? ;) Wie gesagt, ich w?rde diese Sache nicht zu hoch bewerten. ich habe aus den 90ern die Engasal-Spielhilfe im Schrank, ein brachial infantiles Werk, f?r dessen Inhalt ich mich heute noch sch?me... aber ich war halt auch mal ein Teenager. ^^ Dagegen stinkt die Penisl?nge-W?rfeltabelle ziemlich ab. Und schon die Engasal-spielhilfe hat Rollenspieler nicht wirklich zu schlechteren Menschen gemacht. Zumindest nicht mich und all die, die ich kenne, die dieses Werk auch besitzen. ^^ Da reicht das genervte Augenrollen als Reaktion meiner Meinung nach v?llig aus. Das ist wie ein Pups-Witz. Es mag eine Zielgruppe f?r solche Sachen geben, aber sie ist klein und wir geh?ren eben nicht dazu. Zum Gl?ck. Aber lassen wir denen, die das toll finden den Spa?. Uns bricht kein Zacken aus der Krone, wenn wir auch diese Sorte Spieler ihren Spa? lassen.


Zitat
Heutzutage gibt es Uthuria, Schwarze Menschen w?ren also gar nicht n?tig gewesen auf dem Kontinent Aventurien. Aber man braucht sie dann doch.

na komm, Uthuria ist nun wirklich noch sehr neu. Als die Utulus ins Spiel gebracht wurden, gab es noch niemanden, der das Konstrukt Uthuria entwerfen wollte. Da die Utulus meines Wissens nach mit der 94er Al'Anfa-Spielhilfe ins Spiel gebracht wurden, w?rde ich nicht mal ausschlie?en wollen, dass manche derjenigen, die Utuhria entworfen haben bei der erstnennung des Utulus noch nicht einmal geboren waren. ;)

Zitat
Also: Aventurien. Welchen Platz nehmen auf der Karte die Kulturkreise abseits Mitteleuropa ein, die dort vertreten sind - der osteurop?ische (Bornland), der nordische (Thorwal, Gjalsker, Nivesen), Orient (Tulamidenlande), Afrika/S?damerika (Waldmenschen/Utulus)? Man sieht also schon auf den ersten Blick, wie sehr s?mtliche anderen Kulturen an den Rand gedr?ngt wurden. Wie schlimm das ist, ist die andere Frage. Aber es sind zwei verschiedene Dinge, dieses krasse Ungleichgewicht zu sehen und auf der anderen Seite "alle Kulturen gleicherma?en" anzusprechen..

Ich bin gerade nicht sicher, ob du das Geografisch meinst. Wenn ich auf meine DSA-Karte gucke, f?llt mir ziemlich zentral diese riesige Khom auf. Und auch, dass das Mittelreich als Vorlage f?r MITTELeuropa dann in der Mitte liegt, ist auch nicht verwunderlich. Mehr noch ist es vom Mittelreich die gleiche Strecke, egal ob in den Schnee oder in die W?ste. Damit sind alle Regionen gleicherma?en erreichbar. Und *h?stel* also Xorlosch und der Kosch als Heimat der Zwerge sowie der arg elfische Reichsforst um Burg Silz sind auf meiner Karte schon sehr sehr mittig. ;) DSA zu unterstellen, unterschwellig rassistisch zu sein weil alle fremden Kulturen symbolisch an den Rand gedr?ngt wurden halte ich f?r ?hnlich plausibel wie dass Krankenkassen wollen, dass Menschen Krank werden, weil sie dann zur Apotheke m?ssen und die Kassen so mehr Geld erhalten. Sowas zu behaupten ist einfach nur zynistisch und diskreditiv.

Zitat
Wer tut das nicht? Unterschied: Der wei?e Deutsche wird von DSA aus seiner Komfortzone abgeholt. Alle anderen nicht. Es w?re was anderes, wenn man diesen Leuten sagen k?nnte, dass das Spiel perfekt auch etwas f?r Leute wie sie w?re, weil das eigene kulturelle Umfeld dort akzeptiert ist, genauso (!) wie das des "deutschen".

Vorsicht, Henne und Ei. Damit DSA nicht-deutsche aus der Komfortzone abholen kann, braucht es Spieler, die eben solche Notwendigkeiten beschreiben. Das wird jedoch schwer, wenn niemand das Know-How mitbringt. Solange die nicht wei?en nicht deutschen also nicht anfangen, DSA zu spielen, wird es niemanden geben, der das Werk f?r nicht wei?e nicht deutsche Interessanter zu machen. Die Verantwortung, DSA f?r nicht wei?e, nicht deutsche ansprechender zu machen liegt also tats?chlich an den Spielern, die dazu nicht wei?e nicht Deutsche integrieren m?ssen. Der rest kommt dann von alleine.

Zitat
Eben! Und das ist der Punkt. Den typischen Deutschen dort abzuholen, wo er steht, und f?rs RPG zu begeistern, ist (relativ...) einfach. Wie sollte ich DSA denn Bekannten schmackhaft machen, die Schwarz sind? Ja, DSA f?r einen t?rkischst?mmigen Menschen ist noch vergleichsweise ok. Aber die H?rden steigen. ;)

Wer sagt, dass der Schwarze nicht auch mal einen wei?en spielen will? Hier geht es doch um Schauspielerei. ;) Aber nein, die Argumentation im Zuge der bisherigen Diskussion w?re ja bl?dsinn. Aber tats?chlich kann man unabh?ngig seiner Hautfarbe alles spielen, was man will. in DSA 4 konnte man bereits eine passende Rasse ausw?hlen, war danach in Kultur und Profession also offen. Den schwarzh?utigen Garether Schmied zu spielen war ?berhaupt kein Problem. Das sollte also doch eigentlich keine H?rde sein. Ich werfe die Frage mal zur?ck, hast du denn je versucht, einen Spieler mit anderer Herkunft und Hautfarbe in deine DSA-Runde zu integrieren? Meinte die Person, dass das ein Problem sei?

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Und deswegen passiert das auch woanders nicht? Weil du (!) es im Vinsalt-Forum (!) bislang nicht mitbekommen hast? Die Ausrufezeichen markieren zwei jeweils gewaltige Einschr?nkungen deiner Aussage gegen?ber der Welt insgesamt. Glaubst du denn, dass es sowas gegen?ber Frauen gibt? Oder trifft es dich im Durchschnitt genauso oft, dass dir die Kompetenz in Sachen Fu?ball abgesprochen wird, wie einer Frau?

Klar wird es sowas geben. Offensichtlich ja auch in den Bereichen, wo Honaks Frau zugegen war. Deswegen ist aber nicht alles schlecht auf dieser Welt. Die Anzahl derjenigen, die sich im Internet benehmen k?nnen, sollte DEUTLICH h?her sein als die der Gehirnakrobaten. Die Trottel sind nur lauter. Und auch hier gilt - was k?mmert es die Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt.


Zitat
Aber du solltest meinen Beitrag auch nicht aus dem Zusammenhang rei?en. Es geht darum, ob gewisse Kritik berechtigt ist. Wenn Rana das anzweifelt, weil er meint, dass DSA sein wei?es, europ?isches Happyland bleiben soll und es auch gar keine Probleme gibt, dann ist mein Ziel nat?rlich, die Probleme aufzuzeigen. Denn es gibt welche. Dadurch kann auf der anderen Seite leicht der Eindruck entstehen, dass alles Mist ist und ich nur meckere. Das ist aber dem Thread geschuldigt und dem Akteur, dem ich widerspreche. Erst danach haben wir ja unsere Diskussion angefangen.

Wir kommen tats?chlich zur Ausgangssituation unserer Diskussion zur?ck. ^^ Wie ich sagte, es ist schon etwas riskant, von einem gro?en Missstand auszugehen, nur weil Rana etwas gef?llt. Da wollte ich ja drauf hinaus. jetzt wo wir beide dar?ber geredet haben, bin ich n?mlich immer noch nicht davon ?berzeugt, dass das ganze angesprochene Problem wirklich existiert, bzw. ob die Verantwortung ob dessen wirklich beim Herausgeber liegt. ;) Manchmal ist es vielleicht besser, nur dann den Missstand aufzuzeigen, wenn er wirklich merkbarer einzusch?tzen ist. Sonst wird die Kritik n?mlich inflation?r und am Ende setzt sich der Gedanke durch, dass "ja eh nur gemeckert werden will." Dann kann die Kritik noch so richtig sein, niemand will sie noch h?ren. Oder kurz "dont feed the troll" ;)

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Daneben ist es dann halt so, dass ich glaube, man darf und muss auch Missst?nde ansprechen, wenn es "im Gro?en und Ganzen ok" ist. Denn es kann nicht unser Anspruch sein, bei ok stehen zu bleiben. Dann k?nnen wir den Laden gleich dicht machen. Ja, Ausl?nder werden hierzulande selten auf der Stra?e verpr?gelt, Frauen nicht von jedem f?r unf?hig in Sachen Fu?ball gehalten und wir bem?hen uns um die Integration von Behinderten. Schwule d?rfen sogar Au?enminister werden! Aber das hei?t doch nicht, dass alles tipp topp ist in unserer Gesellschaft, und dass wir uns zur?cklehnen k?nnten, weil es ja ok ist. Das gleiche gilt f?r DSA. Es ist im Gro?en und Ganzen ok, aber wenn da noch so viel Luft nach oben ist, wollen wir wirklich im tristen Mittelma? h?ngen bleiben?

Absolut richtig so. Oder wie ich da immer sage "nur weil etwas gut ist, hei?t das nicht, dass man es nicht sehr gut machen kann" Wenn man dann noch in der Lage ist, die Kritik so anzubringen, dass sie verh?ltnism??ig zum kritisierten Problem ist - um so besser.

Zitat
Zuletzt: Ich freue mich, mit dir zu diskutieren! :) Es tut gut, mit einem Menschen zu diskutieren, der grundlegende Werte teilt, aber vor allem auch aufgeschlossen ist und seinen Standpunkt sachlich vertritt. Das ist so viel besser, als immer seine Zeit an die rechten Fl?gelst?rmer zu verschwenden. Von daher - danke f?r die Zeit, die du in deine Antworten gesteckt hast! :)

Danke f?r die Blumen. Aber ich bef?rchte, wir haben so langsam jeden Aspekt dieser Diskussion durch. ^^ Viel neuer Inhalt kann da glaube ich nicht mehr kommen, oder?

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 22.11.2019, 09:30:31 »
Weil Freitag ist... ;)

Zitat
Das ist ein Feigenblatt. Historisch "richtig" ist irrelevant, wenn in der Fantasywelt (da klingt schon an, dass historische Korrektheit zweitrangig ist) alle anderen Kulturen die Gleichberechtigung der Geschlechter kennen. Nur die Musl... Rastullahanh?nger, die sind so r?ckst?ndig, die verachten Frauen! Historisch korrekt w?re, wenn das niemandem auffallen w?rde, weil man es genauso h?lt.

Ich stimme hier nicht komplett ?berein. Du hast in so weit recht, dass es vielleicht eine gewisse Inkonsequenz darstellt, dass die historische Vorlage auf der einen Seite Gleichbef?higung ausschreibt, auf der anderen Seite dann aber "beim Islam-Klon" darauf verzichtet wird. Auf der anderen Seite ist DSA per eigener Definition ein Low-Fantasy-Produkt. Es soll dem Spieler von der ersten Minute an eine Welt bieten, die eine Form von "Vertrautheit" bietet. Etwas, was er kennt und womit er sich identifizieren kann. Dass ihn auch inspirieren kann und ihm die M?glichkeit gibt, ein Abenteuer zu entwerfen, dass solche soziale Themen thematisieren und simulieren kann. Und das Bild des Beduinenvolkes zeigt beim Umgang mit ihren Frauen eben eine art "historisches Alleinstellungsmerkmal", dass einen so hohen Wiedererkennungswert hat, dass es nicht m?glich ist, darauf zu verzichten. Von daher ist "historisch richtig" alles andere als Irrelevant. Wer will, dass die Spielerschaft das Modell eines Beduinenvolkes annimmt, muss das es so beschreiben, wie die gro?e Menge der Spieler sich Beduinen vorstellt. Bei anderen V?lkern war man einfach in der Lage, diesen historischen, sexistischen Aspekt der Geschlechtertrennung nicht mit in die Kultur aufzunehmen, da sie f?r die Vorstellungskraft der Spieler eh nicht relevant sein durfte. Es macht keinen Unterschied, ob Thorwaler jetzt Machos gewesen w?ren oder v?llig gleichberechtigt. Thorwaler w?ren Wikinger gewesen. Und an der stelle w?re hier gerade mal erw?hnt: Man kann dem Wikinger auch nicht die Axt, Schild und Langboote weg nehmen, weil im Jahr 2020 Vandalismus und Pl?ndern nicht mehr opportun ist und damit ja ein schlechtes Beispiel w?re. Thorwaler pl?ndern nun mal. Eine zweifelhafte Rolle der Frau kann man zudem auch in Andergast und Nostria beobachten. (Von den Orks, deren Wort f?r Frau soviel hei?t wie "Tier, das Orks geb?rt" rede ich jetzt gar nicht...). Es ist also nicht so, als h?tte man auf das mitteleurop?ische Frauenbild komplett verzichtet.


Und dann noch ne Randbemerkung, die du nat?rlich auch selbst wei?t: die Novadis hassen ihre Frauen nicht. Sie zu umgarnen und wie einen Schatz zu behandeln, ist bei Novadis wie Beduinen ein hohes Gut. Auch hat DSA seine starken Novadi-Frauen.
Das vergisst man immer ein wenig, auch Frauen sind damals wie heute ?berzeugte Moslems gewesen, trotz der wenig westeurop?ischen Zust?nde. Und auch bei DSA sind Frauen aus eigenem Willen Rastullah-Gl?ubig. Ich denke, der Aspekt dieser Kultur ist dem Mitteleurop?er immer noch sehr fremd. Nur als Beispiel, ich kann bis heute nicht einsch?tzen, ob muslimische Frauen wirklich alle aus eigenen St?cken heraus Kopftuch/Burka tragen wollen. Mich m?sste man zu sowas zwingen m?ssen und ich denke, mit der Meinung l?ge ich nicht allein. Mir fehlt f?r so eine Verh?llung g?nzlich das Verst?ndnis. Der Gedanke, dass Millionen muslimischer Frauen erfolgreich zum tragen von Kopfbedeckungen gezwungen werden, erscheint mir aber genau so unrealistisch. Das l?sst mich durchaus ratlos zur?ck.


Zitat
Zitat
Jetzt ist nur die Frage: Von welcher (...) Religion (...) ist der Rastullahkult wohl inspiriert?
Dem Film Laurence von Arabien.
?hm, ja... Religion, genau. Und ja, den kennt die heutige Generation bestimmt.

Wenn nicht, keine Sorge, den machen die neu. mit Ryan Gosling als T.E. Lawrence. ;) Und warum ich diese seltsame Antwort gegeben habe? Bewusst. Ich bin mir sicher, dass auch der Rastullahglauben erst als kleines Element startete, ?ber die keiner nachgedacht hat. Als DSA entworfen wurde, wird der Gedanke nicht gewesen sein "Wir brauchen noch einen Islam-Klon, damit wir denen den Spiegel ihrer R?ckst?ndigkeit vorhalten k?nnen." Der Gedanke wird gewesen sein: "Wir wollen sowas wie Laurence von Arabien. Der Film war geil." Alles, was danach kam, war eine Weiterentwicklung, die wegen ihrem Kanongedanken immer auf eben Lawrence von Arabien zur?ck fiel.

Zitat
Das nicht, aber dem Ma? an Verantwortung, dass sie haben, kommen sie nach.
Wodurch? Mit dem Weitertragen der alten Klischeedarstellungen oder mit der Verbesserung durch Penisboni?

Der Begriff "Polemik" ist dir bekannt? ;) Offensichtlich ja. ^^


Zitat
Versuch vielleicht lieber noch mal, mir zu erkl?ren, was genau du mit der radikalen Ansicht meinst. Dass ich in der Lage bin, zwischen verschiedenen Dingen zu differenzieren?

Ich habe nicht das Gef?hl, als w?rst du in der Lage, besonders gut zu differenzieren. Oder sagen wir eher, ich denke du kannst im Grunde differenzieren, entscheidest dich aber bewusst daf?r, es nicht zu tun. ^^ Ich kenn dich ja lange genug und wei? mit deiner Art der Argumentation ja auch umzugehen, von daher ist das ok so. Aber wenn du ein Beispiel brauchst, nehme nur die Polemisierung im Zitat zuvor. Du wei?t genau, dass DSA sehr viel daf?r tut, Aventurien als moderne, faire und gesellschaftlich liberale Welt darzustellen. Die Beispiele sind manigfaltig. (Siehe z.B. Gleichbef?higung). Die Welt ist so fair und modern, dass Rana sie als gr?n-links-verxxxt bezeichnen w?rde. ;) Du bel?sst es aber auf den Penisbonis, weil es in deine Argumentation passt. ein wunderbares Totschlagargument, dass so, ungefiltert, suggeriert, dass diese Sache Sinnbildlich f?r das ganze Produkt w?re. Das wird einem solch riesigen Datenpool wie der DSA-Welt aber nicht gerecht. Und so ist es eben gerne in deinen Argumentationen. Sie sind gerne mal emotional aufgeladen statt rational, gerne mal polemisch oder zotisch statt objektiv. Vor allem aber bist du gerne mal grundlegend unzufrieden. ^^ Da ist eine Grauzone oder die akzeptanz von Missst?nden auf dem Weg zu einem besseren Gro?en und Ganzen oftmals keine Option. Das bezeichne ich als "radikale Ansicht". Aber keine Sorge, st?ren tut mich das nicht. Sonst w?rde ich ja auch nicht mit solch einer Vorfreude darauf antworten wollen.


Zitat
Beim DSA-Redakteur wei? ich, dass ich genervt ?ber den Infantilen Witz mit den Augen rolle, dieser aber keinen Schaden anrichten wird, weil JEDER das so denken wird.
1. Macht es das dann ok? Darf das dann gerne beim n?chsten Mal wiederholt werden? Darf man es kritisieren?
2. Ich glaube dennoch, dass es Schaden anrichtet. Auch, weil es relativ unterschwellig ist. Aber es verbreitet ein definitiv rassistisches Klischee ?ber Schwarze (welches unzutreffend ist, siehe Links) und macht dieses salonf?hig. Dabei m?sste man versuchen, solche Klischees loszuwerden. Wenn dann die Redaktion das Gegenteil macht, halte ich das jedenfalls f?r kritikw?rdig. Wichtig: Das macht den Autoren nicht zum Rassisten, und seinen Rauswurf fordern hielte ich f?r eine ?berreaktion. Aber nichts sagen?


Wenn es so klingt, klingt es auch nicht radikal. :D Da stimme ich dir n?mlich v?llig zu. Nat?rlich muss man das kritisieren. ich bin mir recht sicher, dass die Kritik auch ge?u?ert wurde und ihr Ziel nicht verfehlt hat. (War das ?berhaupt eine offizielle Publikation? Wo stand das nochmal drin, ich hab irgendwas im Kopf, dass das ne Fanart war...) Ob es jetzt sch?dlich war... da muss man jetzt das Wort "Sch?dlich" in dem Zusammenhang definieren. Aber das w?rde an der Stelle glaube ich zu weit f?hren. Das Thema ist eigentlich Crowdfunding DSA, da muss man jetzt nicht in die Meta-Ebene gehen. ^^

Zitat
Nicht ?bel, du hast das Problem ziemlich genau dargestellt. Und - ist das gut so? Wenn in den allermeisten Fantasy-RPGs diese Kulturhintergr?nde keinerlei Rolle spielen, haben diese Leute auch keine Motivation, es auszuprobieren. Man k?nnte sagen, es schlie?t andere Kulturen ziemlich effektiv aus. Und nat?rlich geht es nicht darum, einen Syrer in Syrien zum RPG zu bringen. Sondern die Leute hier, die hier leben, die deutsch sprechen (also an einer sch?nen deutschen, wei?en Runde teilnehmen k?nnen) und in mehreren Millionen F?llen ja auch Deutsche sind, nur mit anderem kulturellen Hintergrund. Auch hier ist DSA nicht mal das schlechteste. Die Tulamidenlande sind zwar so klein, dass man die marginalisierung schon an der Landkarte sieht (wie auch bei allen anderen nicht mitteleurop?ischen Kulturen), aber es gibt sie zumindest.

Sch?ne Frage. Wie m?sste so ein Kultur?bergreifendes Rollenspiel, dass weltweit alle Kulturen gleicherma?en anspricht aussehen? Und die Frage w?re auch "was hindert Deutsche mit anderem Kulturhintergrund, die Begeisterung f?r Rollenspiele zu entwickeln?" Ist es das System selbst oder sind es die Erwartungen, die die "sch?ne, deutsche, wei?e Runde" in das Spiel setzt und vom Verlag einfach nur erf?llt wird? Es klingt paradox, aber ich denke, es k?nnte nicht auszuschlie?en sein, dass manch ein in Deutschland lebender Muslim mit Rollenspiel nichts anfangen kann, gerade WEIL die Rolle der Frau darin nicht seinem Kulturverst?ndnis entspricht. Und solange sich der "wei?e, deutsche" dann heraus nimmt, diese Ansichtsweise als R?ckst?ndig zu betrachten, weil sie eben seinem eigenen Kulturverst?ndnis nicht entspricht, wird die Situation nicht besser.

Die ganze Diskussion ist eh schwierig einzusch?tzen, denn letztendlich wei? niemand, ob Deutsche mit anderem Kulturhintergrund ?berhaupt eine eigene Zielgruppe sind. Vielleicht gibt es mehr Spieler als wir denken? Vielleicht h?tten die mit Rollenspiel auch gar kein Problem, finden aber gar nicht den Einstieg, weil sie sich in bevorzgt in ihrem eigenen, kulturellen Umfeld aufhalten. Ich glaube zumindest nicht, dass der durschschnittliche, wei?e Rollenspieler ein Problem damit h?tte, einen deutschen mit anderem kulturellem Hintergrund in seine Gruppe aufzunehmen. Der Einstieg ins Spiel geht zu gro?en Teilen halt immernoch ?ber Freunde. Aber er muss dazu ja auch erst einmal in Kontakt geraten. Wie gesagt, als Thema durchaus spannend, aber eigentlich auch unm?glich zu beantworten. Genau wie die Frage, ob das Problem vom Rollenspielsystem ausgeht oder eben doch eher von der Spielerschaft.
Zitat

Ich kenne auch viele Frauen, denen das nicht passiert w?re. und hatte auch als Mann mit gen?gend Flachpfeifen zu tun. Immerhin hab ich mich lange Zeit in Fu?ballfan-Foren rum getrieben. ^^
1. Ja, und wie viele der Flachpfeifen haben dir die Kompetenz abgesprochen, ?ber Fu?ball zu reden, weil (!) du ein Mann bist?

Falsche Frage. Mir haben die Flachpfeifen die Kompetenz abgesprochen, weil ich Optimismus gewagt habe. Aber in diesem Forum gab es (vereinzelt) auch Frauen. Und nicht ein einziges mal habe ich es erlebt, dass auch nur ein Mann im Scherz gesagt h?tte "du bist halt ne Frau, du hast keine Ahnung von Fu?ball." Da tummelten sich die letzten Dumpfbacken herum, aber selbst die waren nicht sexistisch genug, um Frauen wegen ihres Geschlechtes die Fu?ballkenntnis abzusprechen. ^^


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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 22.11.2019, 00:09:05 »

Im Ernst, ich denke Wasserstoff w?re die bessere L?sung aleine weil man das Tankstellennetz weiter nutzen k?nnte (nach Umbau).  Ich will gar nicht an die Urlaubsschlangen vor einer E-Tankstelle denken.
E-Strom zur Herstellung von Wasserstoff nutzen und damit speicherbar machen. W?rde man da soviel Hirnschmalz reichstecken wie in das n?chste I-Fon w?ren wir viel weiter.

Ja, Wasserstoff w?re echt nett. Das dumme ist, dass sie noch nicht ganz wissen, wie sie die Nebenwirkungen von Wasserstoff in den Griff bekommen. Als da zum Beispiel die hohe Explosionsgefahr zu nennen w?re...

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 22.11.2019, 00:07:30 »
W?rdet Ihr den Fiat 124 Spider eigentlich empfehlen?

Jemand sagte, es sei ein Werkstattauto, zuverl?ssig sei weit eher der Mazda MX5. Aber laut Wikipedia ist der Fiat fast identisch, hat praktisch nur eine andere Verkleidung ...

Meine Eltern sind Jahrelang Fiat gefahren, ich selbst einen Fiat Panda 1000ie. Es ist ein Sommerauto. Solange es warm ist, hat man darin seinen Spa?, wenngleich ich bis heute nicht glaube, dass der Punto wirklich den Elchtest bestanden hat. Das ist wirklich ne Rentnerkarre. Blo? nicht schneller als 80 in die Kurve. Im Winter hingegen werden die Gesellen sehr gerne mal unzuverl?ssig. Ich w?rde da eher zum Mazda 3 tendieren. ;)

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 22.11.2019, 00:05:06 »
Dann w?re die Forderung nichts machen zu wollen, bzw. sogar mehr Gaskraftwerke bauen zu wollen, geauso legitim.

Was dann meistens direkt den Klimaleugner Vorwurf nach sich zieht.

Wenn ich die Strompreise sehe frage ich mich wo die ganzen Versprechen hin sind, das mit viel regenerativer Energie der Strom billiger wird? Inzwischen haben wir den teuersten Strom in der EU, so bekommt man andere nicht dazu mitzumachen.

Das liegt vor allem mal daran, dass die CDU/CSU-Regierung Windparks reglementiert und verhindert, wo es nur geht. Das gleiche gilt f?r NorGer, die Strompipeline, mit der die norwegische Wasserkraft direkt nach Deutschland k?nnte, was aber ausschlie?lich an einem deutschen Patentstreit scheitert. Du wunderst dich ?ber fehlenden "Gr?nen Strom"? Dein Dank sollte an die Lobbyisten der Stromkonzerte gehen, in dessen Arsch die CDU-K?pfe tief tief drin stecken. Dass die Strompreise dabei auch noch erh?ht werden mit der Argumentation, dass man ja die Kohle- und Atomkraftwerke schlie?en m?sse... (Nicht, dass das bisher geschehen w?re) ist dabei noch der gr??te Treppenwitz. RWE und Konsorten verarschen uns nach Strich und Faden. Aber dar?ber redet nat?rlich keiner.

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 20.11.2019, 08:00:39 »
Zitat
Vor allem da wie im realen Leben die Augen vor echten Diskriminierungen verschlossen werden und als rechtes Hirngespinst abgetan wird.
So wie Dajin den Islam nicht erkennt wo er ihn anspringt und den Apologeten gibt.

Ich bin ein Vertreter einer Reihe griechischer, f?r das Christentum eintretender Schriftsteller aus dem 2. Jahrhundert? What? :D

Falls du denjenigen meint, der leidenschaftlich seine Ansichten vertritt, ich habe den Islam als 13-j?hriger Junge aus den 90ern ohne Internetanschluss nicht erkannt. ^^ Der 40-j?hrige Dajin aus dem Jahr 2019 erkennt ihn nat?rlich. ^^

Und der 40-j?hrige Dajin aus dem Jahr 2019 hat jetzt auch ganz doll Mitleid mit dir. Wegen dem Satz:

Zitat
Wo liegt also mein Problem?

Ganz einfach, in dem Moment in dem ich nachgebe und die propagierte neue bunte Welt annehme, muss ich auch die politische Agenda die dahinter steckt annehmen.
Was f?r mich bedeutet DSA wurde von Links-Gr?nen bunten Spinnern gekapert, siehe die Diskussion die wir letztes Jahr hatten.
Ich sehe das als Kampf um die Seele von DSA, die nun mal Wei?, Europ?ische Pr?gung und mit lustigen Abziehbildern der griechischen G?ttern versehen ist.

Du glaubst allen ernstes, dass die Welt von DSA damals von Uli Kiesow als politisches Statement entworfen wurde? Du glaubst allen ernstes, dass Uli Kiesow so etwas wie die Gleichbef?higung von Frauen oder Thesia von Ilmenstein (welche meines Wissens nach sogar sein eigener Char war) in ein System eingebaut h?tte, weil er die Welt einer wei?en, europ?ischen Pr?gung erstellen wurde? Du glaubst allen ernstes, Uli Kiesow h?tte heute AFD gew?hlt? Und du glaubst allen ernstes, dass DSA von Sozialdemokraten und Gr?nen bewusst beeinflusst wurde, um es f?r ihre Zwecke zu instrumentalisieren und zu politisieren? Dein Verschw?rungstheorie getriebenes Hirn wurde wirklich bereits so sehr vergiftet, dass du das glaubst? Dir kommt wirklich nicht der Gedanke, dass DSA nicht mehr sein will und soll, als ein Gesellschaftsspiel, welches Leuten Spa? bereiten soll?

Ich wei? grad echt nicht, ob ich beim Lesen solcher Zeichen eher nur entsetzt bin oder eben doch tiefstes Mitleid versp?re. Dabei h?tte dein Post inhaltlich fast wieder einen Punkt treffen k?nnen. Aber dein verborter radikalismus macht das echt v?llig zu nichte. Dir w?rde nach meinem Gef?hl die Akzeptanz einiger Grauzonen ganz gut tun.... aber ich werde anma?end. Sorry. Du hast dir deine Lebensphilosophie ja selbst ausgesucht.

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 19.11.2019, 15:02:28 »
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Aber die Darstellung des Rastullah-Glaubens sticht schon deutlich hervor: Der Glaube hat per definitionem Unrecht. Seine Gl?ubigen konnten bislang keine Wunder wirken. Die Anh?nger sind quasi alle radikal bis fanatisch (oder verr?ckt im Falle der Schule von Selem). Sie verbreiten ihren Glauben mit Gewalt (Waldmenschen werden dagegen nur mal von "r?hrigen Traviageweihten" missioniert, der Zw?lfg?tterglaube ist also friedlicher).

Also in den 90ern dachte ich nicht wirklich, dass es sich beim Novadi-Glauben um eine nichtigkeitserkl?rung des Islams handelte. F?r mich war das eher ein "Das, was wir kennen - also Monotheismus - gibts in Aventurien nicht. Ich sah da genau so das Christentum drin. Tats?chlich ist hier ne menge Interpretationsspielraum. 

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Sie transportieren frauenverachtende Klischees (Pferd ist mehr wert, als die Frau).

Historisch aber richtig. Auch Novadis lebten bei DSA im 12ten Jahrhundert.

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Jetzt ist nur die Frage: Von welcher real existierenden, monotheistischen Religion, die sich irdisch aus einem Land mit vielen W?sten heraus ausbreitete, etc. pp., ist der Rastullahkult wohl inspiriert?

Dem Film Laurence von Arabien. Gewann sieben Oscars, u.a. in "Bester Film." Nr. 7 der "Besten Filme Amerikas" herausgegeben von der Movie Academy 2007. So wie in den 80ern und 90ern auch alles andere von Filmen geklaut war. Warum sollte damals auch jemand sagen "wir dissen den Islam und erstellen die Novadis?" Damals - wie ich ja schon erkl?rte - was das kein Zeitthema. und seitdem ist in Sachen novadi ja wirklich was passiert, newa? ;)

Zitat
Wenn man schon Waldmenschen haben will, w?re es auch m?glich gewesen, ihnen Raum f?r eine ernsthafte Kultur zu geben. Statt sie als dumme Wilde und reine Opfer wei?er und orientalischer Sklavenj?ger darzustellen.

Ey, Mohas konnten als einzige Hruruzat! Die waren voll geil zu spielen f?r einen 15-j?hrigen. und wieder... schaut man sich den Entwicklungsstatus von karibischen Indianern im 11ten bis 15ten Jahrhundert ansieht... dann ist das schon ein wenig authentisch. Sp?ter haben sie ja Kemi dazu bekommen. und auch die Tocamujac auf ihren Schildkr?ten waren schon ziemlich cool. Und was die hinterw?ldler-St?mme betrifft... wieder war die Vorlage in wirklichkeit die Filmwelt. Seit Filmen wie Indiana Jones 1 oder Quatermain, bzw. auch die Jagt nach dem roten Rubin mit Michael Douglas waren Indigene V?lker modern. Abenteuerfilme waren etwas Zeitgem??es und auch DSA brauchte sowas einfach, um mit der Zeit zu gehen.

Zitat
Aber haupts?chlich kritisiere ich, dass das Bild auch 2019 noch durchgezogen wird. Man h?tte ja aus 30+ Jahren lernen k?nnen.

Das sehe ich halt irgendwie gar nicht. sie haben Rastullah eingef?hrt, sie haben Kemi eingef?hrt und nicht wieder eingestampft, Uthuria ist eine ehemalige Hochkultur nach der anderen... In den 80ern h?tte das anders ausgesehen.

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Stattdessen findet man es eine gute Idee, Utulus Boni beim Ausw?rfeln der Penisl?nge zu geben

Das stimmt allerdings, das d?rfte man als schwarze Stunde bezeichnen d?rfen. Wobei solche B?cke nicht Sinnbild f?r das ganze System ist. In den 90ern hatte DSA immerhin urpl?tzlich ein Atomkraftwerk (Auch so eine Zeitzeugen-Geschichte). und wie gesagt - Sylvanas Befreiung.

Zitat
Aber im Gro?en und Ganzen leider dennoch entt?uschend.

Und das ist eben subjektive Wahrnehmung. Da hat jeder seine pers?nlichen Geschm?cker. Und DSA ist Mainstream, also dazu da, es der gr??tm?glichen masse an Spielern irgendwie recht zu machen.

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Klar. Das kann aber den Produzenten nicht seinerseits von aller Verantwortung befreien.

Das nicht, aber dem Ma? an Verantwortung, dass sie haben, kommen sie nach. Denn den Stempel "Volksverhetzend" hat noch kein DSA-Produkt auf sich stehen gehabt. Nicht mal ansatzweise.

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Doch. Denn du scheinst tats?chlich der Meinung zu sein, dass rassistische Diskriminierung jedenfalls dann nicht so schlimm ist, wenn es um Nischen und Nebensachen geht, die man nicht unbedingt braucht. Es macht aber keinen Unterschied, ob an Schwarze nicht vermietet wird, an sie kein Smartphone verkauft wird, sie in diesem Restaurant keinen Platz bekommen, sie in diesem Fu?ballverein nichts zu suchen haben oder sie in diesem RPG rassistisch diskriminiert werden. Entscheidend ist, ob und wie schwerwiegend die Diskriminierung ist (ja, insoweit ist eine rassistische Darstellung Schwarzer V?lker in einem RPG weniger schlimm, als die Vorenthaltung von Wohnraum) - egal ist aber, in welchem Kontext es passiert.

Nein, ich bin der Meinung, dass rassistische Diskriminierung und schlechte, klischeebehaftete Recherche deutliche Unterschiede sind. Immerhin siehst du selbst ein, dass es ein unterschied ist, wie schwerwiegend der Grad der Diskriminierung ist. Diese radikale Ansicht von dir gef?llt mir dahingehend auch gar nicht. Denn eben jener Grad der Diskriminierung ben?tigt als Antwort einen gleicherma?en angemessenen Grad der Zurechtweisung. Wenn du glaubst, dass der rassistische Restaurantbesitzer im gleichen Zuge zu Ma?regeln w?re wie der DSA-Autor, der den Phallusscherz brachte, dann macht mir die Ansicht die Sorge. Beim DSA-Redakteur wei? ich, dass ich genervt ?ber den Infantilen Witz mit den Augen rolle, dieser aber keinen Schaden anrichten wird, weil JEDER das so denken wird. Beim Restaurant w?rde ich jedem empfehlen, das Restaurant nie wieder zu besuchen, weil die Form der Ablehnung und Abgrenzung so plakativ und unmoralisch ist, dass sie damit eine viel gr??ere mediale Aufmerksamkeit hat. Weil das Fehlhandeln viel tiefer im Rassisten verankert ist. Weil es bewusster Rassismus w?re. Und nicht nur Schlampigkeit. 

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Sagen wir mal so: T?rken, Syrer und Afghanen gibt es in Deutschland mehr als 2 Millionen (ca. 2,5%). Wie viele davon siehst du denn so auf RPG-Conventions?

ich bin 40, du glaubst doch nicht allen ernstes, dass ich noch auf P&P-Cons gehe ^^ Aber auch da. Wie viele T?rken, Syrer und Afghanen kennst du denn, die stattdessen Rollenspiele spielen, die politisch korrekt sind? Das sind doch genau so wenige. Ist dir mal der Gedanke gekommen, dass es da vielleicht auch kulturelle Unterschiede gibt, die das Rollenspiel als Hobby f?r solche weniger interessant macht? Die ganze Fantasy basiert ja wie schon gesagt haupts?chlich auf Hollywoodfilme, bedient sich weiterhin einer mitteleurop?ischen Mittelalterwelt. Der Wunsch, einen Ritter zu spielen, einen Magier oder einen S?ldner, der mit dem Schwert oder dem Bogen seine Gegner nieder metzelt, ist von der Erz?hlweise f?r ein West/Mitteleurop?isches, wohlst?ndiges Publikum. Wen du in Syrien und Afghanistan 13 bist, kommst du nun mal nicht mittags um 13 Uhr von der Schule und kannst den W?rfel schwingen. Dem Kulturkreis fehlt die komplette Basis, um mit Rollenspiel als Hobby ?berhaupt in Kontakt zu kommen. Dass der Prozentuale Anteil dieses Kulturkreises auf P&P-cons nicht entsprechend vorhanden sind, ist da doch nur logisch.

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Aber das Beispiel ist eben auch dadurch so gut, dass es zeigt: Dir und mir w?re sowas nicht passiert. Das ist eines der Privilegien, die man als Mann hat, ohne sie wirklich zu merken. Denn das Privileg geht ja nicht dahin, dass dir irgendwer was positives gibt. Es geht dahin, dass dir bestimmter Mist nicht passiert. Aber das ist ungleich schwerer zu bemerken... (*)

:D Du musst mehr mit Frauen reden glaube ich. ;) Ich kenne auch viele Frauen, denen das nicht passiert w?re. und hatte auch als Mann mit gen?gend Flachpfeifen zu tun. Immerhin hab ich mich lange Zeit in Fu?ballfan-Foren rum getrieben. ^^


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Nat?rlich. Du hast durchaus recht, dass man da als Kritik ?bender auch aufpassen muss. Genauso richtig ist aber, dass es Leuten wie Rhanaya nicht darum geht. Der ist aus Prinzip dagegen, weil das alles linksgr?nversiffte Propaganda ist.

Das seh ich tats?chlich auch so. Aber vielleicht ?ndert sich das ja jetzt, wo er wei?, was passive Aggressivit?t ist. ^^



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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 19.11.2019, 08:21:17 »
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passiv agressiv

Was zum Geier ist das ?

Hui! Ist die Frage ernst gemeint? Dann k?nnte das Wissen ne menge Erkl?ren. ^^

Passive Aggressivit?t beschreibt subtiles, unterschwelliges Verhalten in Stress- oder Streitsituationen. Statt w?tend oder fl?chtend reagiert man auf solche Situationen mit zynischen, doppeldeutigen, meist negativen Bemerkungen. Sprich der passiv aggressive sagt etwas, hat dazu aber eine falsche K?rpersprache. Ein klassiker der passiven Aggression ist dieses "Kann ich heute ohne dich in die Kneipe?" "Ja klar... geh nur... lass mich hier zur?ck..."... DANGER. ;)

Hier sind noch so ein paar Beispiele f?r passive Aggressivit?t... beschreibt mich erschreckend gut, wie ich gerade feststelle... ^^  Aber das wusste ich zum Gl?ck auch vorher. https://www.businessinsider.de/10-subtile-anzeichen-dafuer-dass-sich-jemand-passiv-aggressiv-euch-gegenueber-verhaelt-2018-9

Passive Aggressivit?t hat eben auf den Gegen?ber auch die Wirkung, dass das Gespr?ch unzufriedenstellend l?uft, man ist verwirrt und hat probleme, in dem Thema der Person zu trauen. Was dann meist eine intensivierung der Diskussion zur Folge hat. Man versucht weiter den passiv aggressiven von seiner Meinung zu ?berzeugen, obwohl er diese vielleicht l?ngst akzeptiert/verstanden hat. Deswegen ist das passiv aggressive Verhalten f?r Argumente so problematisch. Eine vorgeschlagene L?sung kann noch so gut klingen, wenn man sie nicht glauben kann...

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 18.11.2019, 15:46:59 »
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Du gehst du ihm schon voll auf den Leim. Deswegen brauchen Personen wie er scharfen Widerspruch. Wo um alles in der Welt war das eine Holzhammermethode? Kuanor, was W40k angeht, hat angemerkt, dass Frauen unterrepr?sentiert seien. Er hat gar nichts davon gesagt, dass alles kacke w?re oder umgehend um 180? ge?ndert werden m?sste. Er hat nur eine bessere Repr?sentation gefordert. Das ist kein Holzhammer, egal wie die Leute in der selbstgew?hlten Opferrolle das behaupten.

Ich denke nicht, dass ich das tue. Denn voraus ging etwas, was auch ich als Leser als "Beschwerde" aufgefasst habe, noch bevor er sich dazu ?berhaupt ge?u?ert hatte. Man sagt wohl heutzutage "das schwang beim Lesen irgendwie mit"... und auch das ist ein soziales Problem der heutigen Zeit rund um das Thema "?berempfindlichkeit". Die Anzahl der passiv agressiv get?tigten Meinungen ist in dieser Zeit so zahlreich, dass man bei jeder ach noch so kleinen meinung sehr schnell etwas mehr rein interpretiert als damit vielleicht gemeint war. Und so schaukelt sich das hoch. Man wei? gar nicht mehr, was man noch sagen kann und was nicht, weil jeder mitlesende sofort etwas radikaleres rein interpretiert. ja, das ist ganz sicher auch der aktuellen, toxischen AFD-Sprache zu verdanken. Da gebe ich dir Recht. Aber leider auch irgendwie den dadurch provozierten Antworten. Und erfunden haben die das auch nicht. ?hnlich hitzige Diskussionen konnte man schon fr?her mit Greenpeace, Alice Schwarzer und militanten Veganern f?hren. Auch da mit Leuten, die in der Sache vermutlich sogar das richtige wollten, daf?r aber oftmals nicht die beste Aussprache genutzt haben. Das allseits bekannte Problem mit Radikalit?t. Wirklich, nicht meine Welt... 


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Lies das Buch und folge den Literaturhinweisen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diskriminierende Darstellungen von Minderheiten in den Medien zur Vertiefung der Vorurteile und damit zur Verfestigung der Diskriminierung f?hrt. Das d?rfte bei den Novadis naheliegen: Ihr Bild ist ?u?erst negativ, gleichzeitig ist die Parallele zum Islam im Wortsinn f?r jedes Kind offensichtlich.

Subjektive Wahrnehmung. ich fand Novadis immer schon spannend, weil ich schon damals Geschichten aus 1001er Nacht gut fand. Fliegende Teppiche? Saucool. Und das ganze Novadikonzept war ja eher auf die Beduinen denn wirklich auf den Islam gem?nzt. Wie erw?hnt, ich hatte als Kind nie Kontakt mit Muslimen. Ich fand Novadis aber sehr cool. Ich kam aber auch nie auf den Gedanken, dass die Welt des Islams so sein k?nnte wie bei den Novadis. Und selbst wenn, war es sehr einfach, diese Missverst?ndnisse aus der Welt zu schaffen. Bei der ganzen Debatte wird auch vergessen, dass wir damit den Konsumenten entm?ndigen. Die Verantwortung dar?ber, zwischen DSA-Fiktion und Realit?t trennen zu k?nnen, geb?hrt nicht nur DSA. Dazu geh?ren auch Eltern und Mitspieler. ?brigens, meinen Eltern war immer schon sehr egal, was ich da bei DSA bespiele. und meine Mitspieler machten damals auch nicht den Eindruck, als h?tten sie Sklavenhandel in den USA nun cooler gefunden, nur weil sie mit der Kultur der Mohas in kontakt kamen. genauer gesagt war es sogar so, dass die Message "Sklavenh?ndler sind das aller letzte gesocks" durchaus eine Wirkung zeigte, die ich heute nicht missen wollte.
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Das ist unlogisch und sollte ge?ndert werden.

Und DAS ist eine Forderung. ;)



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Wenn das so w?re, dann w?re auch folgendes kein Problem: "In unserem Betrieb wollen wir keine T?rken, Behinderte und Frauen und in unserem Haus wird nicht an Schwarze und Homosexuelle vermietet.  Die k?nnen aber gerne woanders wohnen und arbeiten!"

Wie um alles in der Welt kommst du nur auf den Gedanken, dass nur weil ein Rollenspiel vor 30 Jahren die Themen der heutigen zeit nicht ausreichend getroffen hat dies gleichbedeutend w?re, dass auch die Nicht-Vermietung an Schwarze und Homosexuelle in Ordnung w?re??? Das sind doch zwei v?llig verschiedene Sachen!! Beim einen geht es um Wohnrechte, die Menschen vor der Obdachlosigkeit sch?tzen sollen, das andere um ein Nieschenprodukt-Gesellschaftsspiel??? Nat?rlich w?re das ein Problem! Eins, dass mit dem von DSa gar nicht zu vergleichen w?re. Du stellst diese beiden Punkte doch nicht wirklich auf eine Stufe?

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Es hat ja Gr?nde, warum die RPG-Community so wei? ist. Andere f?hlen sich nicht angesprochen, nicht akzeptiert, nicht einbezogen oder gleich abgewiesen.


Dass ein hoher Prozentsatz der Menschen in Deutschland "wei?" ist, hat damit also nichts zu tun? Betrifft dieses Problem der Hautfarbe eigentlich auch farbige DnD-Spieler in den USA? Gibts dazu Statistiken? Gibts die ?berhaupt in Deutschland? Oder haben wir es hier wieder nur mit "subjektiven Empfindungen" zu tun?

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Das hat Honak eindrucksvoll am Beispiel seiner Frau geschildet. Das Beispiel hatte seine Gr?nde in der Community, nicht im Setting. Das Setting sagt aber dunkelh?utigen Leuten, dass sie keine dunkelh?utigen spielen sollten, obwohl das Setting welche kennt. Aber eben nur als tier?hnliche Wilde oder Sklaven. In "zivilisierten" Regionen ist der Moha ein begafftes Zirkustier und das Regelbuch warnt davor, solche "Exoten" spielen zu wollen. Sorry, so weit kann sogar ich als wei?er Mensch mich einf?hlen. Darauf hat ein Schwarzer garantiert keinen Bock. Ergo h?lt er von so einer Community lieber gro?en Abstand.

Wo sagt DSA denn "wenn sie farbig sind, spielen sie keinen Moha?" - Mohas sind doch eh eher Indianer, bis auf die Utulus vielleicht. Ich hab das Beispiel von Honaks Frau auch gelesen. Und an der Stelle kam mir auch der Gedanke "wieso ist es f?r sie wichtig, was andere denken, wenn es darum geht, sich in einem Spiel wohl zu f?hlen oder nicht?" Da draussen sind in jedem Genre ein paar v?llige Gehirnakrobaten unterwegs, da kann das System doch nix f?r. Solche Gehirnakrobaten gibt es ?berall, ich wette, dass es da draussen sogar Leute geben w?rde, die dich im Internet anonym ankacken, wenn du dir ne bestimmte Lock f?r ne M?rklin H0 zulegen willst. Ich bin mal daf?r angemacht worden, weil ich mir ne M?llermilch im Supermarkt gekauft habe.

Dass da nun ein Redakteur ins gleiche Horn wie die Dummuser geblasen haben soll, ist dann nat?rlich auch so ne Sache, wo man mal den Wortlaut br?uchte. Grunds?tzlich glaube ich das erstmal und finde es unsch?n. Aber auch hier - dann ist doch die Community das Problem und nicht das System. Und jetzt Hand aufs Herz... wir beide haben gemeinsam gen?gend Rollenspieler kennen gelernt, wir wissen, dass das Gros davon ziemlich in Ordnung ist und wir wissen auch, dass es m?glich ist, sich zum Rollenspiel nur mit den Leuten zu umgeben, von denen man wei?, dass sie einem gut tun. Oder hast du jemals einen Menschen getroffen, der dir unsympathischer wurde, nur weil er ein bestimmtes Rollenspiel... ah... moment... doch... Vampire... :D (*scherz*)



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Utopisch. Nicht jeder Konsument (wie du ja richtig feststellst) hat Einfluss auf das Produkt. Und ein Abenteuer, das vom ?bergeordneten Setting abweicht, ?ndert nichts am Novadibild in den K?pfen der Leute.

Ein Bild, von dem ich weiterhin ?berzeugt bin, dass es nicht existiert. Und ich freue mich schon auf den Gegenbeweis.

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Wer schon mal nach Mallorca geflogen ist, darf nicht f?rs Klima demonstrieren, weil er ja auch... Das ist bullshit, und zwar gewaltiger.

Ohja, das stimmt allerdings. ;)

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Jeder von uns hat Vorurteile und jeder hat schonmal Fehler gemacht und zu Diskriminierung beigetragen. Aber das bedeutet nicht, dass ich nicht trotzdem auf Missst?nde hinweisen darf.

Womit wir wieder bei der Ausgangsdiskussion sind. Nat?rlich darf und soll man auf Missst?nde hinweisen. und zwar... jetzt kommts... im richtigen Ton. Der passiv agressive Holzhammer kann nicht funktionieren. Hier kommen wir n?mlich in den Bereich der Gespr?chspsychologie. Es gibt zwei Arten der Gespr?chsform. Entweder die Alpham?nnchen-diskussion, wo man eigentlich nur raus stellen will, dass man ja im Recht ist und damit das Sagen hat (uncool) und die Konsensdiskussion, in der man mit dem gegen?ber auf Augenh?he diskutiert mit der Absicht, einen Kompromiss zu erzielen, der beide Parteien zufrieden stellt. Wer in solch einer Diskussion auf ein Status Quo aus ist, sollte versuchen, mit dem Gegen?ber immer auf Augenh?he zu diskutieren, ihm das Gef?hl geben, dass er und seine Meinung ernst genommen und respektiert wird. je mehr ich ihm ins Wort falle, subjektive bemerkungen mache, passiv agressiv oder gar aktiv agressiv entgegen trete, um so mehr dr?ngt dies den Gegen?ber in die Ecke. Und da ger?t der Gegen?ber in die Instinktebene und versucht einen Gegenangriff. Das ist wie die Katze, die in die Enge getrieben wurde. Dann schl?gt sie zu. Und meistens schl?gt der Gegen?ber dann zur?ck und es wird nur ein Schlagabtausch ohne dass eine L?sung m?glich w?re. Ein gutes Gespr?ch aber ist wie eine Waage. Und wer etwas mit seinem Gespr?ch erreichen will, der sollte stets bem?ht sein, diese Waage im Gleichgewicht zu halten. Wer sich nicht bedroht f?hlt, ist meist auch deutlich bereiter, sich dem gegen?ber anzupassen. Weil man dann ja an einem Strang zieht hin zur pers?nlichen Zufriedenheit. Dann ist es meist auch kein Problem, den Hinweis auf Sexismus oder kulturelle Borniertheit aufzunehmen und an sich zu arbeiten.

Und jetzt genug Text ;)

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 18.11.2019, 15:46:30 »
So - und wie erw?hnt... weiter gehts. Weil hier alles so fix geht vor der Antwort auf Nazirs post nochmal eine kurze Antwort auf das hier:

Zitat
Vorsicht mit der Behauptung von niemals w?hlen, nicht jeder ist Genderstudent oder Sozialp?dagoge.
Also dann sollte Diversit?t, Feminismus und der ganze Zirkus doch gar kein Problem sein, ja sogar mit Fanfaren begr?st werden. Ist es doch gerade diese Gruppe die das am meisten bef?rwortet. Warum  gibt es dann ?berhaupt Widerstand bzw. warum wird der nicht einfach auf die Seite gefegt?

K?nnte nat?rlich dran liegen, dass inzwischen viele alte wei?e M?nner spielen, so Typen die in den 80er angefangen haben. Da kommt der Spruch von den alten wei?en M?nner die alles verhindern und ?berhaupt am Elend der Welt schuld sind, immer super gut an.

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    Meinen 10-j?hrigen Neffen k?nnte ich derzeit mit keinem Rollenspiel der Welt von seiner Konsole weg locken.

Ist ein Problem aber ?berwindbar. Ich habe die Kinder mit Hero Kids und jetzt mit Legenden von Andor gek?dert. Funktioniert gut, ist nat?rlich ein Spiel mit nur wei?en Helden und wie immer an die europ?ische Vorstellung der Fantasy Welt angelehnt. Damit sind die Kleinen wohl schon die Nazis von Morgen aber was solls, besser als den ganzen Tag an der Konsole rumzuh?ngen.

Du bist noch ein klein wenig im Whataboutismus drin glaube ich. Was ich eigentlich so witzig finde, ist, dass du beim Thema "Rollenspiel verliert Konsumenten, weil sie mit dem Produkt unzufrieden sind" das ganze als Bild mit der unzufriedenen W?hlerschaft der AFD gleich setzt. Das Beispiel passt aber nicht. Wie viele Menschen unzufrieden geworden sind und deswegen AFD w?hlten, ist statistisch greifbar. Und mit 12,9 % nach letztem offiziellen Stand ein deutliches Bild des "l?ndlichen, ostdeutschen Arbeiters zwischen 49 und 60 Jahren." Wie viele der st?dtischen, westdeutschen Studenten zwischen 18 und 29 Jahren hingegen mit dem Rollenspiel unzufrieden sind und deswegen abwandern ist statistisch nicht wirklich bekannt. Und w?rde man sch?tzen, dass die Entwicklung der Unzufriedenheit proportional zur bereitschaft liegt, eine AFD zu w?hlen, dann w?re diese Unzufriedenheit eben bei maximal 5 %... was statistisch gesehen ein "Fliegenschiss" ist. oder detailierter zu sagen nicht bedrohlich, da es durch zugewinne anderer Bereiche kompensiert werden k?nnte. Am?sant ist also dieses Beispiel, da es bei genauerer Betrachtung ein ziemliches Eigentor ist. und auch, weil es nat?rlich anders gemeint war, aber dann am Ende doch wieder mal nur so ein Schreckengespenst ist, die den Leser glauben machen soll, dass doch alles schlecht ist und alles den Bach runter geht, weil man ja nicht auf den Konsumenten h?ren w?rde. Sprich eine bodenlose ?bertreibung, die nur dazu dient, eine Sache aufzuspielen. Fakt ist - eine Studie ?ber die Gr?nde des R?ckgangs der Spielerschaft in der RPG-Szene gibt es nicht. Vermutlich nicht mal genaue Zahlen, wie sehr die Spielerschaft schrumpft, Schlicht weil es Rollenspielsysteme heute nun auch mal als PDF gibt und Downloadzahlen kaum noch nachvollziehbar sind. Somit ist jegliche Diskussion ?ber die Gr?nde dar?ber spekulation und ein Vergleich mit der W?hlerschaft der AFD v?llig an der Sache vorbei. Ich wei?, du hast es nicht immer einfach, hier mit uns deine Meinung auszutauschen... aber come on, gibt dir trotzdem etwas mehr m?he als das. zu jeder guten Diskussion geh?rt es auch dazu, sich selbst ein wenig mit zu hinterfragen.

Und bei meinem Neffen w?rde ich es wohl genau so versuchen, wie es damals bei mir funktioniert hat. Hero Quest. Aber der kleine wohnt nun mal 800 km von mir entfernt. Jeglicher Einfluss ist da wirklich schwer. ;)

Und wenn du nicht willst, dass deine Kinder die Nazis von morgen werden, kannst du eine der Figuren ja schnell noch schwarz anmalen. Oder ihnen mal sagen, dass es sogar noch besser gewesen w?re, wenn einer der spielbaren Charaktere ein Afrikaner gewesen w?re. Weil dies zum Alltagsleben dazu geh?rt. Und dann noch erkl?ren, dass es v?llig nat?rlich ist, wenn jemand eine andere Hautfarbe hat und ihn dies nicht zu einem anderen Menschen macht. es g?be ja schlie?lich auch ganz viele unterschiedlich aussehende Hunde und dennoch w?ren sie alle Hund und h?tten kein Problem damit, sich gegenseitig zu beschn?ffeln. Und wenn du noch viel mehr mit deinen Kindern dar?ber redest, dann werden sie auch garantiert keine Nazis. Die Angst kann ich dir nehmen. :D


jetzt aber wirklich zu Nazir.


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Nein, hat er nicht. Und falls er am Rande doch ein Argument gestreift haben sollte, dann mit den falschen Worten. R. geh?rt aber seit den letzten Diskussionen auch zu einer Gruppe von Personen, denen ich solche Argumentationen nicht durchgehen lassen m?chte. Um seine Ansichten nicht salonf?hig und normal werden zu lassen.

Oh, dass man hier nicht jedes Gedankengut unkommentiert auf neutrale Leute abf?rben lassen will, ist eine gute Sache und so wie ich die j?ngsten Diskussionen verfolgt habe auch absolut notwendig. Da will ich nicht mal wirklich drauf hinaus. Es geht tats?chlich um den Fall, dass hier vielleicht wirklich versehentlich mal ein Argument gestreift wurde, dass dann in falsche Worte gepackt wurde und eben von der falschen Person falsch wieder gegeben wurde. Aber das dann sofort runter zu watschen, nur weil es von einer bestimmten Person kommt, macht es wiederum den neutralen Lesern schwer, die tats?chlich das Thema vielleicht von einer anderen Ansichtsseite aus angehen wollen... es dann aber nicht k?nnen, weil der Blickwinkel bereits wieder fest mit einer Person verbunden wurde. Das macht es dem Neutralen Leser nicht immer einfach. Denn auch er will nat?rlich "salonf?hig" bleiben.

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Sorry, das ist einfach falsch. Wir reden ?ber die 1980er, nicht die 1880er. Das Bild von den Mohas und Novadis war damals schon Mist und nicht erst, weil wir jetzt schlauer geworden w?ren. Ein erwachsener, vern?nftig denkender Mensch konnte das schon damals als islamfeindlich und rassistisch erkennen.
Aber da h?rt es ja auch nicht auf. Denn die Idee mag in den 80/90ern entstanden sein, aber sie wird mit jeder Settingpublikation re-aktualisiert. Also mit Publikationen aus den 2000ern, die das Bild nicht verbessert haben. Oder mit dem zurecht kritisierten Wege der Vereinigung, das nicht nur nichts verbessert hat, sondern sogar neue rassistische Stereotypen eingebracht hat. Und dessen Illustrationen von der Verteilung der dargestellten Personen nichtmal auf dem Stand der 80er war...

Oh Nazir, d?nnes Eis. ^^ Soweit ich mich erinnere, hast du die Jahre 1980 bis 1989 nicht sehr aufmerksam miterleben k?nnen. ^^ Ich schon. Ich bin auch kein St?dter, ich bin vom Land. Das erste mal, dass ich zum Beispiel ?berhaupt einen echten Muslimen kennen gelernt habe, da war ich 14 und lernte gerade von einem Kumpel aus dem Tischtennisverein, dass er gerade Ramadan hat. Das war mitte der 90er. Als ich meinen ersten D?ner a?, war ich mit der Schule fast schon fertig. Die erste Moschee sah ich mit eigenen Augen 2011 bei einem Trip nach K?ln-Ehrenfeld, wo ich anl?sslich des ESCs in D?sseldorf bei Quendan ?bernachtet habe. Und selbst da sah ich die Moschee nicht von innen.  Soll hei?en, ich hatte sogar in den 90ern, geschweige denn in den 80ern so wenig Gelegenheit, die arabische Kultur kennen zu lernen, dass mir die Missst?nde im Rollenspiel bez?glich der Novadis garantiert nicht aufgefallen w?ren. Wir hatten bei uns nicht mal die Gelegenheit, die evangelische Kultur richtig kennen zu lernen.  Und mit den Mohas war es genau so. Die einzigen Farbigen Menschen, die ich in meiner Jugendphase je getroffen habe, waren franz?sische Besatzungssoldaten. Und Fu?ballspieler. Und in beiden F?llen wussten wir als Kinder dann auch nur zwei Dinge "von den Franzosen halte dich fern, die suchen Streit" und "Hast du so einen in deinem Fu?ballteam, gewinnst du immer..." Und das war in den 90ern schon mehr als man von den 80ern behaupten konnte. Wenn ich das so in der retrospektive Betrachte muss ich sagen, dass ich heute erstaunlich bewusst bin ob des Themas, bedenkt man, wo ich her komme und in welcher Zeit ich aufgewachsen bin. Ich HABE das damals nicht erkannt

Was ich damit eigentlich sagen will - hier werden die Zielgruppen und auch die sozialen Themen der jeweiligen zeit vermischt, wo man sie nicht vermischen sollte. Ein Rollenspiel-Neueinsteiger in den 80ern und mitte der 90er genoss in dieser Zeit einen anderen Erziehungsschwerpunkt. Er war zwischen 13 und 16 Jahre alt, an politischem oder weltglobalen Geschehen kaum interessiert, Die Themen der damaligen Zeit waren "nehmt keine Drogen" oder "werdet bitte nichts rechtsradikal." Auch Sexualit?t war ein Thema und jeder kennt noch den Skandal um Sylvanas Befreiung. Ein Verst?ndnis f?r fremde Kulturen war bei weitem nicht so ausgepr?gt, da es auch nahezu unm?glich war, sich entsprechendes Wissen ?ber andere L?nder anzueignen. Es brauchte ja schon einen Pass, um nur nach Frankreich oder Belgien zu gelangen, sie alle hatten eine eigene W?hrung, k?rzeste Fl?ge kosteten 1000 Mark aufw?rts und es gab kein Internet. Man musste damals noch in die Bibliothek, um irgendwie an Wissen ?ber andere Kulturen zu gelangen. und als 13-j?hriger lieh man sich da dann doch lieber ein Was-ist-Was Buch ?ber Dinosaurier oder den neusten Asterix-comic aus. Ganz toll war auch die Knoff-Hoff-Show. In dieser Zeit war das auch all das, was man zum Rollenspiel ben?tigte. Es gab gef?hlt gar nicht die Notwendigkeit, sich als 13-j?hriger politisch korrekt im Rollenspiel zu geben. Nat?rlich, Menschen, die unsere heutige Bildung und moralische Werteerziehung schon damals genossen haben (und dazu deutlich mehr Zeit und Aufwand investieren mussten) h?tten schon an den Texten der damaligen zeit ne Menge zum kritisieren gefunden. Aber diese Leute waren seltene G?ste der Gesellschaft. Die combi "globaler kosmopolit, moralisch einwandfrei und DSA-Spieler" war in der damaligen zeit kaum zu finden. Die Sache, die der Beschreibung bei uns noch am n?hesten kam, war meistens der katholische Priester. Nur dass die garantiert kein DSA spielten.

Jetzt, im Jahr 2019 hat sich das Bewusstsein ge?ndert. Wir leben in einer Grenzenlosen Welt, kulturelle R?cksicht ist ein wichtiges Thema der Zeit... und gleichzeitig ist DSA ein System, dass den Spagath zwischen "Die Spieler wollen eine Kanonische Welt, in der seit dem ersten Tag alles rein passt" und "Eben jene kanonische Welt passt mit seinen Elementen aus den 80ern nicht mehr in die heutige Welt" hin bekommen soll. Was heutzutage so raus kommt, ist politisch eben deutlich aufgekl?rter als damals. Aber w?rden sie die alten Quellen f?r nichtig erkl?ren, weil sie gesellschaftlich nicht mehr haltbar sind, w?rde ihnen entweder die gleiche Fanbase oder eine andere Fanbase, die der Nostalgiker und Romantiker daf?r den Hals umdrehen. Das ganze dann auch noch kombiniert mit der Simulationsklienltel, die sehr wohl wissen, wie sie mit anderen Kulturen umgehen m?ssen, von einem Rollenspiel aber erwarten, dass es den Umgang mit anderen V?lkern im dunklen mittelalter simuliert. Keine dieser interessensgruppen ?brigens ist die der 13. - bis 16 j?hrigen. Die wollen in der Regel einfach nur irgend einen Gegner aufmischen, sich dabei stark f?hlen und im Spotlight stehen. Kulturelle R?cksicht ist denen egal, die wollen ins Bordell. Ich bin mir dahingehend sehr sicher, dass sich das seit den 90ern NICHT ge?ndert hat.

Und dass die j?ngsten Publikationen von DSA dahingehend nun ein R?ckschritt sein soll, kann genau so eine subjektive Wahrnehmung sein. Weder wissen wir, wie viel "Kritik" bei Ulisses eingegangen ist, was das gendering oder nicht-gendering betrifft, es ist auch durchaus denkbar, dass dieser Qualit?tsverfall auf Grund ge?nderter Verlagsphilosophien notwendig geworden ist. Wir alle wissen doch, wie wenig gestaltende Spieler noch f?r Ulisses arbeiten, im Vergleich zu fr?her. Jeglicher Redakteur, der noch auf sowas wie Kontinuit?t h?tte achten k?nnen, wurde doch l?ngst weg rationalisiert. Die haben heutzutage doch nur noch die Kapazit?t f?r das notwendigste. In eben jenen 90ern haben sich all diese Spielhilfen doch von selbst geschrieben.


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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 18.11.2019, 12:05:14 »
So, zun?chst, ?ber den Satz musste ich herzhaft lachen... ;)

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    Was verliert denn die Mehrheit der Rollenspieler,

Man f?hlt sich angepisst und moralisiert ?
Woher kommen wohl die % der AfD ? Vermutlich von zuviel: "Was verliert den schon die Mehrheit der Bev?lkerung?".

Jetzt mit 12 % Unzufriedener Bundestag-Protestw?hler zu werben, wenn es darum geht, wie man die Mehrheit der ROLLENSPIELER verlieren k?nnte, kannst du doch nicht ernst meinen? Das ist doch eine ganz andere Zielgruppe. Bei der letzten Umfrage aus dem Mai diesen Jahres lag der Anteil der AFD-W?hler im Bereich 18 - 29 Jahren laut forschergruppe Wahlen gerade mal bei 6 %, davon waren 16 Prozent einfache Arbeiter, die Anzahl der Angestellten, Beamten und Selbstst?ndigen lag unter 10 %. Auch die W?hler mit Abitur erreichen keine 10 %, unter Studenten kratzte man gerade mal die 5 %-H?rde. Und auch die Herkunft macht deutlich, dass die hohe Anzahl der AFD-W?hler ?berwiegend aus dem l?ndlichen Osten Deutschlands kommen. Von 61,5 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland kamen einschlie?lich Berlin 12,7 Millionen aus dem Osten. ca. 20 % also. je St?dtischer eine Region, um so geringer der Stimmenanteil der AFD. Warum ich das auff?hre? Weil der durchschnittliche Rollenspieler ein eher westdeutscher Student ist. Und damit exakt die Zielgruppe, die eine AFD niemals w?hlen w?rde. Wo kommt also dieser irre Vergleich her? :)


Umgekehrt glaube ich aber auch nicht, dass Rollenspiel und DSA speziell Leute verliert, weil es nicht divers genug ist oder z.b. nicht ausreichend auch Frauen anspricht. Da geh?ren auch solche Faktoren dazu wie z.b. dass f?r jugendliche derzeit vor allem Animes, damit zusammenh?ngend Cosplays, Playstationspiele, Comics und Superheldenfilme / Netflix-Serien opportun sind. Diese ganze Sparte kann schon aus Lizenzgr?nden nicht ausreichend vom Hobby Rollenspiel gef?llt werden. (Danke Disney). Meinen 10-j?hrigen Neffen k?nnte ich derzeit mit keinem Rollenspiel der Welt von seiner Konsole weg locken. Neuspieler findet man derzeit nur ?ber die Mundpropaganda. Da ist es inhaltlich inzwischen fast egal, wie das System aussieht. Wenn eins dann politisch nicht ganz korrekt ist und damit z.b. Frauen abschrecken k?nnte, werden das am Ende in der Entwicklung der Spielerzahlen dennoch nur Nuanchen ausmachen. Ich kanns nicht belegen, bin mir aber anhand meiner Erfahrungswerte dessen einfach sehr sicher.

Und gleich dann noch zu Nazir ^^

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 15.11.2019, 08:52:22 »
Hmtja, Nazir, das mit der schwarz-wei?-Meinung k?nnte aber nu auf dich zur?ck fallen. Ich wei? ja auch, von wem das Argument kommt, aber inhaltlich finde ich hat er da einen Punkt und der ist in der Sache sehr wohl eine Diskussion und vor allem eine kontr?re Meinung wert. Und ja, die ist gar nicht mal so einfach in Worte zu fassen.

Es ist derzeit auch in meinen Augen sehr wohl ein Gesellschaftliches Problem, dass man in vielerlei Hinsicht etwas... sagen wir mal ?berempfindlich geworden ist. Da ist es eigentlich auch nicht verwunderlich, dass diese grunds?tzliche Problematik irgendwann auch im Thema Rollenspiel aufpoppt. Es mag an meinem fortgeschrittenen Alter liegen, aber immer wieder frage ich mich in manchen Diskussionen schon, wie ich eigentlich die 80er Jahre ?berleben konnte. ;) Grunds?tzlich ist es nat?rlich gut und richtig, auf soziale Missst?nde hinzuweisen. Es zeigt ein verantwortungsvolles Verhalten gegen?ber den Mitmenschen, auch wenn diese dann die Helfer gerne als Oberlehrerhafte Gutmenschen bezeichnen. Na Danke. Aber die Welt ist seit den 80ern eben nicht stehen geblieben, sondern hat sich weiter entwickelt. Wir haben nun (fast) die Zwanziger und es ist eben ein anderes Zeitalter, ein Zeitalter der Toleranz, des freien Willens und der Globalisierung. Dinge wie das Internet und damit weltweite, grenzenlose Kommunikation wird man nicht mehr abstellen. All diese Ver?nderungen m?ssen den Menschen nat?rlich nahe gebracht werden, damit sie nicht in ihrer Entwicklung stehen bleiben und irgendwann, als ewig gestrige abgestempelt, sich in ihrem Umfeld nicht mehr zurecht finden. Der Fortschritt ist rasant und die W?hlerzahlen zeigen derzeit, dass er f?r viele zu rasant ist, denn zum Beispiel ist die Mehrzahl der Deutschen derzeit in ihrer W?hlergunst eher Konservativ. 

Um wieder langsam den Bogen zum Topic zu finden, wie gesagt, nat?rlich geht diese Entwicklung der sozialen Revolution auch nicht am Rollenspiel vorbei. Die Welt war eine andere, als DSA oder Warhammer40k gegr?ndet wurde. Dinge, die damals bei Erstellung noch modern und gesellschaftskritisch waren, sind in der heutigen Zeit schon konservativ und veraltet. Und Dinge, die damals noch gar kein Thema waren, sind heute eben aktuell und dazu geh?rt Feminismus genau wie Gleichgeschlechtlichkeit oder kulturelle Diversit?t. Und jetzt komme ich zum Punkt, wo ich Rahnayas Punkt sehrwohl verstehen kann. So richtig die soziale Revolution auch ist, nicht jede Methode zur Umsetzung ist zielf?hrend. Und dazu geh?rt die Radikale Holzhammermethode.

Es f?ngt schon damit an, dass die Argumente bez?glich der veralteten, Klischeebehafteten Darstellung des Rastullahglaubens in DSA nicht von einem Moslem angetragen wurde, sondern einfach so angema?t wurde. Ich glaube, die Feminismusdebatte kam auch nicht von einer Frau hier. Der Kritiker hat also vermutlich erstmal aus eigenem Empfinden heraus das Thema ?berhaupt zur Sprache gebracht, weil es in seinem pers?nlichen Empfinden einen Missstand darstellt. Nat?rlich stellt sich da die Frage, ob der ?nderung fordernde ?berhaupt die Kompetenz hat, den Missstand korrekt zu erfassen. Es l?sst aber auch aus, ob mehr Diversit?t im Rollenspiel ?berhaupt einen Zweck erf?llt. Letztendlich wird hier ein riesen Fass aufgemacht mit dem Ziel eines ansprechenden, modernen Kultur-Utopias. Aber soll Rollenspiel ?berhaupt ein Element der Diversit?t sein? Gibt es da draussen Leute, die ihr Verhalten gegen?ber andersdenkender ?ndern, weil in DSA der Novadi als sozial fair geretconnt wurde?

Die Frage, was echte, nachhaltige ?nderung von Missst?nden ist, ist sehr wohl eben eine der Fragen unserer Zeit. Auch ein Rollenspielsystem ist kein Feld, dass in der Lage w?re, eine 100 Prozentige Diversit?tsabdeckung zu erm?glichen. Das w?re v?llig utopisch. Vor allem, weil es da draussen niemanden gibt, der bestimmen k?nnte, was 100-Prozentig fair w?re. Sp?testens, wenn Diversit?t dazu f?hren soll, dass auch AFD-W?hler genau so viel Spa? an DSA haben sollen wie muslimische Frauen, dann wird irgendwer auf der Strecke bleiben m?ssen. Hundertprozentige Tolleranz schlie?t beide Gruppen ein.

Es braucht einen Status Quo. Und Rahna hat recht, wenn er sagt, dass derjenigen, der mit dem Grad der Diversit?t z.b. in DSA nicht zurfrieden ist es offen steht, ein System zu spielen, bei dem er sich dahingehend wohler f?hlt. Stattdessen mit dem Fu? aufstampfen und sagen "das Spiel muss sich ?ndern, damit ich mich in meinem pers?nlichen Umfeld besser f?hle" hat etwas vom Berg, der zum Propheten kommen soll. So funktioniert das nicht. Es funktioniert auch nicht, wenn man sich in seiner Meinung "in einer Mehrheit" w?hnt. Am Ende bleibt: Wenn jemand einen Missstand entdeckt, dann ist es auch an ihm, ihn zu ?ndern. Bis dahin ist die Person einfach nur ein Konsument und sollte sich dessen auch bewusst sein. Die Person will eine andere Darstellung der Novadis in DSA? Es steht ihm offen, ein Abenteuer zu entwerfen, in dem genau das geschieht. Aber einfach nur den Empfindlichen geben  und sagen "Tut was, Ulisses"... das ist wie der m?kelnde Harz IV-empf?nger, der der Meinung ist, dass an seinem Lebensstatus ausschlie?lich die Merkel schuld w?re. Und ja, eine solche Einstellung geht so manchen so richtig auf den Sack.

Und ich will es nochmal sagen. Auf Missst?nde in sachen Diversit?t und Toleranz hinzuweisen ist richtig und gut. Es braucht diesen Ansatz auch, um das Hobby Rollenspiel aktuell zu halten. So sind sie eben, die Zwanziger. Aber die Art der Ausdrucksweise muss eben stimmen. Einfach nur beleidigt sein und anderen einen Spiegel vorzuhalten, wird nicht zielf?hrend sein. Schon in der Bibel stand, wer ohne S?nde ist, der werfe den ersten Stein. Das hat sich bis heute nicht ge?ndert. Auch wenn viele glauben, ohne S?nde zu sein, nur weil sie das Bild der Frauen in Warhammer 40k ?ndern wollen....

(Hoffentlich h?lt mich jetzt keiner f?r ein verbortes, intolerantes Arschloch ^^ Das bin ich nicht. :) ).

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Weltanschauungen / Antw:Crowdfunding DSA
« am: 14.11.2019, 10:03:14 »
Ich finde ja ?brigens, dass DSA auch die Rechte und Interessen von Veganern viel zu wenig beachtet und w?rde verlangen wollen, dass absofort jegliche Erw?hnung von Fleischprodukten in DSA-produkten eine gleichzeitige vegane Alternative zur Folge hat. ^^ Nat?rlich fordere ich das ausschlie?lich hier in den Vinsalter Foren. ^^

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