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Rest der Welt => Auf ein Wort => Thema gestartet von: Fido Tatzelt?ter am 16.06.2020, 00:20:36

Titel: Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 16.06.2020, 00:20:36
Hallo.

Macht man alles richtig, wenn man Flieder und Rosen pflanzt, oder muss man ein gelangweilter Rentner sein, um beim Pflegeaufwand hinterherzukommen?


Gruesse

Fido
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 17.06.2020, 17:15:23
Also meine bessere H?lfte hat letztes Jahr diverse Rosen gepflanzt, mit durchwachsenem Ergebnis. 50% gedeihen pr?chtig, allerdings auch dank ausreichender Pflege durch D?nger und Bew?ssern, die anderen wurden von Rosenrost befallen und mu?ten massiv zur?ck geschnitten werden und mit irgendwelchen Mittelchen behandelt. Generell kann man wohl sagen, da? man sich vorher sehr genau ansehen sollte welche Sorte man sich da holt und wo man sie pflanzt, manche sind eben robuster als andere. Einen gewissen Pflegeaufwand mu? man wohl investieren, vor allem bei den neuerdings auftretenden Trockenperioden in unseren Breitengraden. Selbstl?ufer sind das wohl eher nicht, aber durchaus von in Vollzeit arbeitenden Personen noch beherrschen.

Unser geerbter Flieder wuchert munter vor sich hin, der mu? nur mal alle paar Jahre wieder durch Beschneiden im Zaum gehalten werden damit er nicht die Hauswand angreift ...
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 17.06.2020, 20:43:47
Danke.

Es sind Kletterrosen und Beetrosen vom Hagebau. Die eine soll an Jutefaeden empor in einen alten Apfelbaum hineinwachsen. Die andere hat ihren Startpunkt an einem verwitterten, alten Gartentor aus rotem Bruchsandstein. Die Beetrosen wachsen zwischen einer neuen Rasenflaeche zwischen hinzugeschichtetem Pflanzhumus.

Den Flieder habe ich noch nicht. Macht der Holzwaende kaputt?
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 18.06.2020, 15:10:04
Es sind Kletterrosen und Beetrosen vom Hagebau. Die eine soll an Jutefaeden empor in einen alten Apfelbaum hineinwachsen. Die andere hat ihren Startpunkt an einem verwitterten, alten Gartentor aus rotem Bruchsandstein. Die Beetrosen wachsen zwischen einer neuen Rasenflaeche zwischen hinzugeschichtetem Pflanzhumus.

"vom Hagebau" ist nicht sehr aussagekr?ftig. Wenn man den Namen der Z?chtung kennt kann man sich im Netz ?ber deren spezielle Eigenschaften, Vorlieben und Anforderungen schlau machen.

Kletterrosen wachsen nicht von selbst wie man das m?chte, da mu? man die Triebe immer wieder in die gew?nschte Richtung binden, vorallem wenn es nach oben gehen soll. Also immer wieder mal wieder die Dinger passend am Faden oder Mauer irgendwie befestigen

Noch ein Punkt: nicht alle Rosen werden auch von Insekten angeflogen, grade die besonders toll, weil volle Bl?ten, aussehenden Exemplare sind biologisch tot, weil die Bl?ten zu voll sind als da? dort noch Honig zu extrahieren w?re von den armen Tierchen.

Zitat
Den Flieder habe ich noch nicht. Macht der Holzwaende kaputt?

Keine Ahnung, wir halten ihn jedenfalls vom Putz und der teuren D?mmung fern. Da er ja nicht klettert wie z.B. Efeu denke ich mal nicht da? er sich in der Wand festsetzt, aber wenn der munter gegen die Wand wuchert wird das da wohl auch irgendwann Spuren hinterlassen. Wenn einem das egal ist weil altes Holz, so what. Ansonsten schaut man halt einmal im Jahr obs einem zu kritisch wird und schnibbelt was ab, ist ja kein Bambus der einen Meter pro Woche w?chst. Will man die Wand irgendwann noch mal streichen k?nnen sollte man allerdings einen gewissen Abstand einplanen und auch durchsetzen, mit Ast im Gesicht pinselt es sich so schlecht.
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 18.06.2020, 21:10:14
Die eine, die 'ne weisse sein sollte, hat inzwischen eine gelbe Bluete. War sonst wohl 'Herdame' und 'Nina Weibull'(rot), 'Golden Shower' (gelb) und 'Eisberg' sowie 'Kristallperle' und 'Monte Chasta' (weiss).

Kann man bei Flieder eine Wand oder ein Gitter aufstellen? Ich wuerde dann so'ne idealisierte Tittenvenus in Halblebensgroesse aus Terracotta oder Gips aufstellen, dahinter Zypressen und an der einen Flanke eine Wand mit Flieder, zu Fuessen lauter Rosen und drumrum so Wiesenblumen aus der Saatgut-Maxipackung aussaeen.

(Und vllt. ein Schild aufstellen: 'Der Kitsch ist volle Absicht und bewusst ueberzogen.')
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 18.06.2020, 22:23:53
P.S.: Neulich ist uebrigens der Darsteller von Herrn Paschulke gestorben. Herr Paschulke war in der Sendung 'Loewenzahn' der boesartige Spiesser von nebenan, der bei sich mit Herbiziden und Insektiziden usw. alles plattmacht.
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 19.06.2020, 16:11:14
Flieder ist halt ein Geb?sch und wuchert so vor sich hin. Zumindest unserer ist da halbwegs zivil, nicht wie Haselnu?, das ist die Pest. Ich denke mal die Astst?rke ist nicht so dolle als da? man gro?artiges invasives Verhalten bef?rchten mu?, ansonsten ist eine Astschere eh eine sinnvolle Anschaffung. Und bei der Neuanschaffung lohnt ein Blick auf die Beschreibung wie hoch das gew?nschte Modell denn gerne wachsen w?rde, das hilft bei der Planung. Es gibt ja alle m?glichen Z?chtungen was Wuchsh?he und so angeht.

Ebenfalls im Auge behalten sollte man Dachrinnen u.?. Wasserkan?le, merke: im Herbst f?llt das Laub und in der Dachrinne m?chte man es eher nicht haben ...
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 19.06.2020, 16:24:35
Das eine Ding mit r?tlichen Bl?ttern, das ich da habe, ist nach Auskunft der Nachbarin ein Nussbaum.

Einen Teil der Aeste konnte ich komfortabel leicht absaegen. Den Rest wollte ich lassen, weil er eine Terrassierung abstuetzt und von Grillplatz aus den Blick auf den Komposthaufen deckt.

Derweil frage ich mich, was im Wuchsverhalten einen cypressus pyramidalis von einer Thuja unterscheidet.
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 22.06.2020, 01:37:18
Das mit der Pest von Nussbaeumen muss dringend bestaetigt werden:

Mein Nachbar hat letztes Jahr ein Ding in Grund und Boden gestutzt.

Das Gewaechs sieht aus wie das bluehende Leben ...;-)
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 22.06.2020, 09:18:22
Ja, nebenan steht eine Haselnu?. Die haben sie letztes Jahr massiv gestutzt, jetzt f?ngt es schon wieder an unseren Marillenbaum zu ?berwuchern ...  :o

Zu Zypressen kann ich nichts sagen. Tujas hab ich Heckenform rumstehen. Das Zeug ist immer nur au?en gr?n, innen drin ist alles vertrocknet. Beutet beim zur?ckschneiden, da? man tunlichst nicht in den braunen Bereich rein kommt, sonst w?chst da nichts mehr! Also wenn dann regelm??ig etwas beschneiden, einmal stark f?hrt zu einem braunen etwas. Daf?r brenn das Zeug wie Zunder, wie mein alter Herr einst beim Unkrautabfl?mmen feststellen mu?te ... innerhalb von Sekunden brannte das Ding lichterloh!  :o
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 22.06.2020, 18:34:32
Man darf auch nicht Asche unter die Tuja streuen. Die zementiert mit der Folge, dass man die Pflanze nicht mehr bewaessern kann ... :-)
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 23.06.2020, 16:49:49
Die Tujas sollen sehen wo sie ihr Wasser her kriegen ... der Rest vom Umkraut s?uft schon genug!  :P
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 23.06.2020, 19:07:04
Ich habe jetzt mal einen Rat befolgt und bei einem Ableger des Zentralnussbaums die Saege betaetigt.

Die Veraetzung durch die in seiner Trabantenschaft siedelnden Brennesseln ertrage ich wie ein Held.
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 01.07.2020, 20:21:57
An meinem Nussbaum treiben unterhalb der etwa sechs Wochen alten Aststuempfe neue Blaetter aus.

Man muesste den wohl mal niedermachen, bis er aussieht wie ein abgefressener Besenstiel, und damit dann ... zwoelf Monate ... Ruhe haben.
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 02.07.2020, 09:58:07
Das Zeug ist Unkraut in Buschform ...

Unser Garteneibisch w?chst seit Jahren keinen Milimeter und die zurechtgestutzte Haselnu? neben dem Grundst?ck f?ngt schon wieder an unseren 30 Jahre alten Obstbaum zu ?berwuchern ... na ja, daf?r kommen Eichh?rnchen mit denen der Kater spielen kann ...  ;D
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 06.07.2020, 23:58:56
Ist es eigentlich normal, dass Rosen eine uebergrosse Bluete austreiben, die sich zwei Tage haelt, ehe das ganze Gewaechs in sich zusammenfaellt?

Und ist es normal, dass Hagebau-Weissrosen sich als gelb entpuppen?
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Drusus am 09.07.2020, 11:59:41
Das kommt alles auf die Z?chtung an. Unsere halten sich ?ber l?ngere Zeit pr?chtig, wobei einzelne Bl?ten nat?rlich irgendwann den Geist aufgeben, aber daf?r kommen neue nach.

Und Farben sind meistens eher ?berraschend ... deswegen fahren wir auch lieber zum Rosenhof, wo man sich die Dinger um diese Zeit mal in Natura ansehen kann, bevor man sie kauft. Davon abgesehen ist deren Garten der Hammer w?hrend der Rosenbl?te!
Titel: Antw:Pflegebeduerftigkeit von Flieder und Rosen
Beitrag von: Fido Tatzelt?ter am 09.07.2020, 13:47:04
Die eine Gelbe weisst inzwischen etwas aus. Vielleicht ist der Weg der Zucht, nicht ein Weiss an sich zu schaffen, sondern nur blasseste Farben.

Eine Tuja krepiert mir auch gerade. Das Experiment legt aber in leichter Hanglage nur vorgefundenen Rasen, eine Schicht Holzabfaelle und Pflanzhumus zugrunde.

Erweitert waere zu fragen, ob Pflanzen eine Pissevergiftung erleiden koennen. Was aber auf eine neue schlechte Angewohnheit schliessen liesse... :-)